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Umweltschule: Demo vor dem Landtag

Dresden. Schüler, Eltern und Lehrer der Natur- und Umweltschule (NUS) demonstrierten heute vor dem Sächsischen Landtag gegen das drohende Aus ihrer Schule.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2011 befindet sich die freie Grundschule auf dem Manfred-von-Ardenne-Ring in rechtlichen Streitigkeiten mit der Sächsischen Bildungsagentur. Im Wesentlichen kritisiert die zuständige Behörde den Unterricht in freier Natur und die damit verbundenen Gefahren. Zuletzt hatte das Oberverwaltungsgericht Bautzen über die Angelegenheit verhandelt. Im Ergebnis soll ein pädagogisches Gutachten erstellt werden, welches die Genehmigungsfähigkeit der NUS bewertet. Mit einem gültigen Urteil wird daher erst im April 2018 gerechnet. Bis dahin reichen die eigenen Mittel des Trägers jedoch nicht aus, um den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten. Die Sächsische Bildungsagentur hatte bereits im April die Finanzierung der freien Schule eingestellt. Der Schulbetrieb wird derzeit lediglich geduldet.

Die Natur- und Umweltschule Dresden ist eine Grundschule in freier Trägerschaft des Verbunds Sozialpädagogischer Projekte e.V. (VSP) mit 65 Kindern, die nach dem UNESCO- Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ arbeitet. Mit dieser Ausrichtung beschreitet sie schulorganisatorisches und pädagogisches Neuland. Sie verbindet den Sächsischen Lehrplan mit umweltpädagogischen Leitlinien.

"Die Unsicherheit über den Fortbestand der Schule geht zu Lasten der Schülerinnen und Schüler. Diese brauchen eine sichere Perspektive für ihre weitere Schullaufbahn. Alles andere ist unverantwortlich", sagte Cornelia Falken, bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Die Linke. Sie kündigte an, das Thema in der nächsten Sitzung des Schulausschusses im Landtag behandeln zu wollen. 

Kritik kommt auch von der Landtags-Fraktion Bündnis90/Die Grünen. „Die Natur- und Umweltschule in Dresden war der Sächsischen Bildungsagentur schon immer ein Dorn im Auge. Mit der aktuellen Einstellung der Finanzierung aus nicht nachvollziehbaren Gründen wird nun versucht, dieses ihr unliebsame Schulmodell im wahrsten Sinne des Wortes auszuhungern. Das hat mittlerweile Methode und zeigt, wie wenig der Sächsischen Bildungsagentur der unmissverständliche Auftrag der Verfassung von der Gleichrangigkeit der Schulen im Freistaates Sachsen bedeutet“, erklärte bildungspolitische Sprecherin Petra Zais.

Ein Video von der Demo gibt's >>HIER<<

Seit wenigen Tagen läuft eine Online-Petition zum Erhalt der Schule. Über 1.700 Menschen haben bereits unterschrieben.  

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