Carola Pönisch

Frühchen haben jetzt ein „Neo-App#Tagebuch“

Deutschlandpremiere der Smartphone-App am Uniklinikum

Dresden. Die Software, die von den mehrfach ausgezeichneten IT-Entwicklern der Dresdner Firma akili:innovation programmiert wurde, ist umfangreicher als das bisherige „Papier-und-Bleistift“-Tagebuch.

„Eltern, deren Kinder deutlich zu früh oder krank geboren werden und die in den ersten Monaten um das Überleben ihres Babys bangen, fühlen sich während der stationären Versorgung im Krankenhaus und in der Anfangszeit zu Hause im Umgang mit ihrem Kind mitunter noch nicht ausreichend sicher", erklärt der Psychologe in der Neonatologie des Uniklinikums Dresden, Privatdozent Dr. Jörg Reichert. „Hier kann ein Tagebuch helfen. Die Eltern müssen lernen, ohne ärztliches Feedback oder die Begleitung versierter Pflegekräfte auf ihr Kind einzugehen.“

Eine schwierige Aufgabe, da zum Beispiel Frühgeborene weniger deutlich als andere Babys ausdrücken können, was ihnen fehlt. Durch den Einsatz der Smartphone-Anwendung „Neo-App#Tagebuch“ sollen betroffene Eltern einen einfacheren Überblick über die Entwicklung ihres Kindes bekommen und dadurch im Umgang mit ihrem Nachwuchs schnell an Sicherheit gewinnen.

Statt der üblichen „Papier-und-Bleistift-Variante" gibt es seit 1. Januar im Uniklinikum Dresden das „Neo-App #Tagebuch". Anders als bisherige Software benötigt diese App keine umfangreichen Berechtigungen und greift nicht ungefragt auf persönliche Daten der Nutzer zurück und nur die Eltern entscheiden über die Weitergabe der Daten an die Ärzte.

Eine erste Testphase von November bis Dezember 2015 zeigte bereits, dass Eltern diese App annehmen und als Unterstützung erleben.

Der Preis des Programms liegt dabei deutlich unter dem der analogen Papier-Variante und wird sich an den gängigen Preisen der Stores orientieren. In den ersten Monaten wollen die Entwickler das Programm jedoch zunächst kostenlos anbieten und diese durch das Feedback der Nutzer weiter verbessern. Zudem sollen zukünftig weitere Finanzierungsmöglichkeiten wie etwa ein Sponsoring-Programm geprüft werden, damit die Eltern den App-Service dauerhaft kostenlos nutzen können.

Anders als bei herkömmlicher Smartphone-Software benötigt die „Neo-App Tagebuch“ keine umfangreichen Berechtigungen und greift vor allem nicht ungefragt auf persönliche Daten der Nutzer zurück. Alle zur Verfügung gestellten Daten bleiben auf dem betreffenden Endgerät. Und auch die Entscheidung, ob Ärzte die Einträge im Tagebuch nutzen dürfen, obliegt den Eltern. Sie allein entscheiden, wie viele Informationen sie mit den Medizinern teilen möchten.

 

 

 

   

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