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Wie das absurde Funkel-Aus Düsseldorf-Boss Schäfer den Kopf kosten könnte

Sport. Fortuna Düsseldorf trennt sich zum Saisonende überraschend von Aufstiegstrainer Friedhelm Funkel. Pitt Gottschalk erklärt die Absurdität dieser Entscheidung und die Gefahr darin für Verein und vor allem für den Vorstandsvorsitzenden Robert Schäfer.

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Den Fall Friedhelm Funkel könnte man aufs Faktische reduzieren, um die ganze Absurdität seines Abschieds von Fortuna Düsseldorf vor Augen zu führen. Als Verein trennt man sich nicht von einem Trainer, der erstens einen zurück in die Bundesliga geführt hat, zweitens in der Hinrunde 18 Punkte mit durchschnittlichen Spielern holt und drittens einen exzellenten Draht zur Mannschaft hat

Fortuna Düsseldorf hat es trotzdem getan. Der Vorstandsvorsitzende Robert Schäfer und mit ihm der Aufsichtsrat waren der Meinung, dass Funkel kein Anrecht auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung im Winter hat. Nicht mal aufgrund der oben genannten Fakten. Weil der Trainer aber nicht warten wollte, gibt man ihm zum Sommer hin den Laufpass. Trotz der oben genannten Fakten. Das verstehe, wer will.

Schäfer ist schon jetzt der Verlierer bei Fortuna Düsseldorf

Der Fortuna-Chef bringt sich mit der Personalie unnötig in die Bredouille. Um konkreter zu werden: Die Entscheidung kann ihn mittelfristig den Kopf kosten. Denn als Gewinner wird er nicht mehr aus der Debatte gehen. Steigt Düsseldorf am Ende der Rückrunde ab, ist der Schuldige schnell gefunden - Schäfer. Bleibt Düsseldorf drin, wird ihn alle Welt noch vehementer fragen: Wie konntet Ihr nur?

Friedhelm Funkel ist nicht nur ein außerordentlich beliebter Trainer. Er ist sogar so anständig, dass er nur einen Vertrag bei Klassenerhalt bekommen wollte. Fortuna wäre also kein Risiko eingegangen. Funkel weinte, als die Nachricht gestern im Trainingslager bekannt gegeben wurde, und will in Rente gehen. Seine Begründung: Eine solche Mannschaft bekäme er eh nirgendwo mehr. Man liest das und schüttelt den Kopf. Über Fortuna.

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