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Was die Märkte heute bewegt

Finanzen. Am heutigen Dienstag dürften vor allem fünf Faktoren die Kurse an den Aktienmärkten bewegen.

1. Dax übersteigt Marke von 11.000 Punkten

Der Dax dürfte sich am Dienstag etwas weiter von der umkämpften Marke von 11.000 Punkten absetzen. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte gut eine Stunde vor dem Handelsstart einem Aufschlag von 0,73 Prozent auf 11.095 Punkten. Der EuroStoxx 50 wird mit 0,5 Prozent im Plus erwartet.

Der Dax dürfte sich am Dienstag etwas weiter von der umkämpften Marke von 11.000 Punkten absetzen. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte gut eine Stunde vor dem Handelsstart einem Aufschlag von 0,73 Prozent auf 11.095 Punkten. Der EuroStoxx 50 wird mit 0,5 Prozent im Plus erwartet.

In der Vorwoche war der Dax angesichts wieder verstärkter Sorgen um den Handelsstreit zwischen den USA und China bis auf 10.863 Punkte abgetaucht, bevor er sich zum Wochenauftakt wieder etwas stabilisierte. Asiens Handelsplätze machen Hoffnung auf eine weitere Erholung. So legten in China die Börsen, die sich tags zuvor sehr stark aus einer einwöchigen Feiertagspause zurückgemeldet hatten, weiter zu. Auch der Nikkei-225 ist nach dem durch einen Feiertag verlängerten Wochenende in Japan auf Erholungskurs Richtung 21.000 Punkte.

In der Vorwoche war der Dax angesichts wieder verstärkter Sorgen um den Handelsstreit zwischen den USA und China bis auf 10.863 Punkte abgetaucht, bevor er sich zum Wochenauftakt wieder etwas stabilisierte. Asiens Handelsplätze machen Hoffnung auf eine weitere Erholung. So legten in China die Börsen, die sich tags zuvor sehr stark aus einer einwöchigen Feiertagspause zurückgemeldet hatten, weiter zu. Auch der Nikkei-225 ist nach dem durch einen Feiertag verlängerten Wochenende in Japan auf Erholungskurs Richtung 21.000 Punkte.

Während der Handelsstreit mit dem Besuch der hochrangigen US-Delegation in Peking in der zweiten Wochenhälfte wieder in den Fokus rückt, gibt es positive Signale zum US-Haushaltsstreit: Mehrere US-Medien berichteten unter Berufung auf die führenden Unterhändler über eine "grundsätzliche Einigung" zwischen Demokraten und Republikanern im US-Kongress. Dies sei ein positives Signal für die Wirtschaft und die Börse, kommentierte Experte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Zudem wird die britische Premierministerin Theresa May voraussichtlich am frühen Nachmittag eine Erklärung im Parlament über den Stand der Brexit-Verhandlungen abgeben. Es dürfte dabei nicht viel zu verkünden geben, glaubt Altmann. Der Brexit werde immer mehr zum Geduldspiel. Am Ende werde May wohl nichts anderes übrig bleiben, als den Brexit zu verschieben, womit sich die Unsicherheit weiter hinziehe.

Zudem wird die britische Premierministerin Theresa May voraussichtlich am frühen Nachmittag eine Erklärung im Parlament über den Stand der Brexit-Verhandlungen abgeben. Es dürfte dabei nicht viel zu verkünden geben, glaubt Altmann. Der Brexit werde immer mehr zum Geduldspiel. Am Ende werde May wohl nichts anderes übrig bleiben, als den Brexit zu verschieben, womit sich die Unsicherheit weiter hinziehe.

2. Thyssenkrupp mit schwächerem operativen Start vor Aufspaltung

Der vor der Aufspaltung stehende Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp hat zum Jahresauftakt ein schwächeres operatives Ergebnis verzeichnet. Sinkende Gewinne in den Industriegeschäften wie Komponenten, Aufzüge oder Anlagenbau waren der Grund dafür. Umsatz und Auftragseingang konnten hingegen leicht zulegen. Auch in der vor der Fusion mit dem europäischen Geschäft des Konkurrenten Tata Steel stehenden Stahlsparte lief es nicht mehr so rund wie in den Quartalen zuvor.

Der vor der Aufspaltung stehende Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp hat zum Jahresauftakt ein schwächeres operatives Ergebnis verzeichnet. Sinkende Gewinne in den Industriegeschäften wie Komponenten, Aufzüge oder Anlagenbau waren der Grund dafür. Umsatz und Auftragseingang konnten hingegen leicht zulegen. Auch in der vor der Fusion mit dem europäischen Geschäft des Konkurrenten Tata Steel stehenden Stahlsparte lief es nicht mehr so rund wie in den Quartalen zuvor.

Der Umsatz stieg im fortgeführten Geschäft im ersten Quartal (per 31. Dezember) im Jahresvergleich um 3 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Essen mitteilte. Die Auftragseingänge nahmen um 6 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro zu. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) der fortgeführten Aktivitäten sank hingegen um mehr als ein Drittel auf 168 Millionen Euro. Höhere Anlaufkosten für Projekte belasteten die Komponentensparte. Im Aufzuggeschäft machten Thyssenkrupp steigende Materialkosten in China sowie Zölle auf Werkstoffimporte in den USA zu schaffen.

Auch das Ergebnis der Stahlsparte sank. Diese wird von Thyssenkrupp als nicht fortgeführtes Geschäft bilanziert. Grund für den Ergebnisrückgang war eine schwächere Nachfrage in der Autoindustrie sowie Produktionsunterbrechungen durch das Niedrigwasser des Rheins. Die "fundamentalen Wachstumstreiber" seien intakt, kommentierte Vorstandschef Guido Kerkhoff die Ergebnisse. "Die Zahlen zeigen aber auch, dass wir unsere Programme zur Steigerung der Performance weiter vorantreiben müssen". Dabei geht der Manager im Laufe des Geschäftsjahres von "erkennbaren Fortschritten" aus.

Beim Konzern-Nettoergebnis konnte Thyssenkrupp zulegen. Allerdings war das Vorjahresquartal durch negative Effekte im Zuge der US-Steuerreform belastet gewesen. Der Gewinn stieg um knapp 70 Prozent auf 136 Millionen Euro.

3. Tui-Hauptversammlung und Zahlen zum ersten Quartal

Turbulenzen in der Luftfahrtbranche und eine Gewinnwarnung: Der weltgrößte Reisekonzern Tui dürfte derzeit für gemischte Gefühle bei seinen Aktionären sorgen. Dabei hat der Konzern trotz des heißen Sommers starke Zahlen des vergangenen Jahres im Rücken: Zwar verbrachten viele Menschen die sonnigen Monate zu Hause, statt in die Ferne zu fliegen. Trotzdem verdiente Tui aber im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende September 733 Millionen Euro - fast 14 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Seine Gewinnpläne für das laufende Geschäftsjahr dampfte der Konzern allerdings ein.

Turbulenzen in der Luftfahrtbranche und eine Gewinnwarnung: Der weltgrößte Reisekonzern Tui dürfte derzeit für gemischte Gefühle bei seinen Aktionären sorgen. Dabei hat der Konzern trotz des heißen Sommers starke Zahlen des vergangenen Jahres im Rücken: Zwar verbrachten viele Menschen die sonnigen Monate zu Hause, statt in die Ferne zu fliegen. Trotzdem verdiente Tui aber im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende September 733 Millionen Euro - fast 14 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Seine Gewinnpläne für das laufende Geschäftsjahr dampfte der Konzern allerdings ein.

Am Dienstag (12.2.) stellt sich die Tui auf der Hauptversammlung in Hannover den Fragen ihrer Aktionäre. Zuvor werden die detaillierten Ergebnisse zum ersten Quartal 2018/2019 bis Ende Dezember veröffentlicht, dieses ist saisonbedingt typischerweise schwach.

Vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen bekanntgegeben, seine Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr zurückzuschrauben. Der Gewinn werde wohl nur das Vorjahresniveau erreichen. 2018 hatte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Basis konstanter Wechselkurse bei 1,2 Milliarden Euro gelegen. Das Ziel eines durchschnittlichen jährlichen Zuwachses dieser Größe von zehn Prozent für die drei Jahre bis zum Geschäftsjahr 2020 könne nicht mehr aufrecht erhalten werden.

Die Tui begründete dies damit, dass sich bekannte Herausforderungen am Markt nicht nur wie ursprünglich angenommen im Winter auswirkten, sondern auch im Sommer spürbar bleiben werden. Lösungen sollten Maßnahmen wie Kostensenkungen, Umstrukturierungen und verstärkte Verkaufsanstrengungen sein.

4. Metro-Ergebnis belastet durch negative Währungsschwankungen sowie Preissenkungen in Russland

Negative Währungseffekte sowie Preissenkungen in Russland haben das Ergebnis des Handelskonzerns Metro zum Jahresauftakt belastet. Das um Immobilientransaktionen bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) sank um knapp 7 Prozent auf 470 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Unter dem Strich ging der Gewinn um knapp 13 Prozent auf 202 Millionen Euro zurück. Im fortgeführten Geschäft - also ohne die zum Verkauf stehende Supermarktkette Real - lag der Gewinn mit 181 Millionen Euro auf Vorjahresniveau.

Wie bereits bekannt, sank der Umsatz im wichtigen Weihnachtsquartal um 0,6 Prozent auf 8 Milliarden Euro. Währungsbereinigt lag das Plus bei 2,1 Prozent. Vor allem negative Wechselkurseffekte in Russland und der Türkei belasteten die Zahlen. Im Russlandgeschäft konnte Metro den Abschwung bremsen. Der Konzern war durch eine verfehlte Preisstrategie in dem hart umkämpften russischen Markt ins Straucheln geraten. Das Management in Russland wurde ausgewechselt und die Strategie umgestellt.

Wie bereits bekannt, sank der Umsatz im wichtigen Weihnachtsquartal um 0,6 Prozent auf 8 Milliarden Euro. Währungsbereinigt lag das Plus bei 2,1 Prozent. Vor allem negative Wechselkurseffekte in Russland und der Türkei belasteten die Zahlen. Im Russlandgeschäft konnte Metro den Abschwung bremsen. Der Konzern war durch eine verfehlte Preisstrategie in dem hart umkämpften russischen Markt ins Straucheln geraten. Das Management in Russland wurde ausgewechselt und die Strategie umgestellt.

Die Jahresprognose bekräftigte Metro. Früheren Aussagen zufolge dürfte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 2 bis 6 Prozent zurückgehen. Den erwarteten Rückgang hatte Metro-Chef Olaf Koch Mitte Dezember mit dem andauernden Umbau des Russlandgeschäfts sowie den Kosten für die Digitalisierung begründet. Der Umsatz soll hingegen um 1 bis 3 Prozent zulegen. Währungseffekte und Ergebnisbeiträge aus Immobiliengeschäften sind bei den Prognosen ausgeklammert. Auch Real ist nicht enthalten.

5. Scout24 mit gestiegenem Umsatz und Gewinn - Prognose 2019 bestätigt

Der Onlinemarktplatz-Betreiber Scout24 hat Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr gesteigert. Der Erwerb des Finanzportals Finanzcheck.de habe dazu einen erheblichen Teil beigetragen. Der Konzernumsatz stieg 2018 nach vorläufigen Zahlen um 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 531,7 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag in München mitteilte. Dies hatten Analysten in etwa erwartet.

Der Onlinemarktplatz-Betreiber Scout24 hat Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr gesteigert. Der Erwerb des Finanzportals Finanzcheck.de habe dazu einen erheblichen Teil beigetragen. Der Konzernumsatz stieg 2018 nach vorläufigen Zahlen um 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 531,7 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag in München mitteilte. Dies hatten Analysten in etwa erwartet.

Der Kauf von Finanzcheck.de ist in diesem Betrag nach Unternehmensangaben mit 12,3 Millionen Euro enthalten. Gewachsen sei demzufolge vor allem auch das Immobilienportal ImmobilienScout24, das treue Kunden habe und neue hinzugewinne. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 15,3 Prozent auf 291,5 Millionen Euro. Die endgültigen Zahlen will Scout24 am 25. März vorlegen.

Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag!

Ihre Finanzen100-Redaktion

Ihre Finanzen100-Redaktion

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Der Beitrag Was die Märkte heute bewegt erschien zuerst auf FOCUS Online.

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