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Lausitzer gründen Institut

Spremberg. Spezialist*innen auf dem Gebiet der Bürgerbeteiligung haben kürzlich das »Institut für angewandte Beteiligung« (ifab) in Spremberg gegründet. Die Gründer stammen vorranging aus der Lausitz. Aber auch Dresdner und Berliner sind dabei.

»Es gibt Gestaltungswillen, Ideen und Vorschläge für lokale Projekte. Die Menschen  wollen einfach bei Belangen, die sie selbst betreffen, mitwirken dürfen und wollen so ihre Zukunft selbst mit in die Hand nehmen«, betont Markus Füller, »ifab« Vorstandsmitglied und Mitinhaber der Kommunikationsagentur Füller & Krüger. Zugleich werde das Bekenntnis der Politik immer lauter, die Menschen bei den anstehenden Veränderungen mitzunehmen und sie einzubinden.
»Diese beiden Impulse sehen wir als gute Grundlage, die Menschen und ihre politischen Vertreterinnen und Vertreter in einer neuen Qualität zusammenzubringen«, berichtet Markus Füller.

Beteiligung ist keine Einbahnstraße

Zu den sieben Initiatoren des als Verein gegründeten Instituts gehören neben Mediatoren und Kommunikationsexperten auch Sozialwissenschaftler, Psychologen und ein Pfarrer. Bereits zahlreiche Beteiligungsprozesse in Brandenburg und Sachsen, aber auch in Bayern haben die Gründer des Instituts konzipiert, moderiert und zu konkreten Ergebnissen geführt. »Es gibt gerade in der Lausitz eine ganze Reihe an Beteiligungsformaten  und Beteiligungsmöglichkeiten. Oftmals ist aber das Interesse daran gering, weil sich die Menschen entweder von den Themen oder von der Herangehensweise nicht angesprochen fühlen«, sagt Manuela Kohlbacher, ebenfalls Vorstandsmitglied des Instituts sowie Leiterin des Kompetenzzentrums in Forst.
Zu den Leistungen des Instituts gehören neben der Unterstützung von bürgerschaftlichen Initiativen bei der Ideenfindung bis zur Projektreife auch die Konzeption, Moderation und Dokumentation von Bürgerbeteiligungsprozessen für Kommunen, Unternehmen und staatliche Vorhaben. Außerdem sollen Workshops zu allen Herausforderungen rund um Dialog und Beteiligung angeboten werden. Beteiligung sei keine Einbahnstraße. »Ganz sicher muss es ab und zu auch darum gehen, die Politik wieder an der Lebenswirklichkeit der Menschen zu beteiligen«, sagt Holger Thomas, »ifab« Mitgründer und Cottbuser Pfarrer. Finanzieren soll sich das Institut aus den Aufträgen von staatlichen, kommunalen und unternehmerischen Vorhabenträgern sowie aus Mitgliedsbeiträgen.

Akteure, die einen regionalen Bezug haben

»Wir sind schon jetzt mit vielen potenziellen Auftraggebern in Brandenburg und Sachsen im Gespräch und recht zuversichtlich, dass wir nicht nur einen Teil zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region beitragen, sondern das Ganze auch wirtschaftlich darstellen können«, erklärt Markus Füller. Dem Institut sei zudem wichtig, dass bei dem vom Bund geförderten Beteiligungsprozessen auch Akteure wie das »ifab«, die einen unmittelbaren regionalen Bezug haben, berücksichtigt werden.
»Wir brauchen Experten, die die Sprache der Menschen hier vor Ort sprechen und etwas davon verstehen, wie man die Bürger für die Mitwirkung an kleinen und großen Vorhaben gewinnen kann. Unsere Leute wollen sich einbringen, sie wollen mitgestalten, manchmal brauchen sie dafür eine professionelle Begleitung. Und wenn so ein Institut dabei unterstützen kann, ist das auch für die betroffenen Kommunen ein Gewinn«, so Sprembergs Bürgermeistrin Christine Herntier,  die große Hoffnung in das Institut setzt.''

Nähere Informationen sind unter: www.ifab-lausitz.de abrufbar.

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Allgemeinverfügung im Landkreis

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Zur Eindämmung des Infektionsgeschehens ist das Landratsamt verpflichtet Maßnahmen zuergreifen, wenn die Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen 50 Fälle bezogen auf 100.000Einwohner überschreiten. Der Inzidenzwert liegt aktuell im Landkreis über dieser Schwelle. Ausdiesem Grund erlässt der Landkreis ine neue Allgemeinverfügung. Die neue Allgemeinverfügung des Landkreises basiert in ihrem Regelungsinhalt auf derüberarbeiteten Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates Sachsen. Insofern war es angezeigt, zunächst das Vorgehen des Freistaates Sachsen abzuwarten, um ein weitestgehend einheitliches Vorgehen zu gewährleisten. Die Allgemeinverfügung ist auf der Homepage des Landratsamtes veröffentlicht. Bitte entnehmen Sie dieser die konkreten Regelungsinhalte. Die Allgemeinverfügung beinhaltet u. a. folgende Regelungsinhalte: Tragepflicht einer Mund-Nasenbedeckung in allen öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten mit regelmäßigem Publikumsverkehr.Pflicht zur Datenerfassung zur Kontaktnachverfolgung in bestimmten Einrichtungen.Vorgaben zur maximalen Personenanzahl bei privaten und öffentlichen Zusammenkünften, Veranstaltungen und Feierlichkeiten. Für das kommende Wochenende wurde dabei eine Übergangsregelung ermöglicht.Schank- und Speisewirtschaften sind von 22 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages zu schließen.Die Abgabe von Alkoholika und alkoholhaltigen Getränken ist im Zeitraum von 22 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages untersagt. Dies gilt für alle Einrichtungen, insbesondere Schank- und Speisewirtschafen, Gastronomie, Einrichtungen des Einzelhandels und Tankstellen.Vorgaben zur Durchführung von Großveranstaltungen und Sportveranstaltungen.Vorgaben zum Besuch von Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens (u. a. Alten und Pflegeheime, Krankenhäuser) aus privaten Gründen.Zur Eindämmung des Infektionsgeschehens ist das Landratsamt verpflichtet Maßnahmen zuergreifen, wenn die Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen 50 Fälle bezogen auf 100.000Einwohner überschreiten. Der Inzidenzwert liegt aktuell im Landkreis über…

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