Sprachkenntnisse erweitert

Spree-Neiße. Der Landkreis Spree-Neiße hat einen Sorbischkurs für Erzieher und Hortner seit mehr als zehn Jahren erneut ins Leben gerufen, berichtet Ute Henschel, Leiterin der Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur. »Dies ist drigend notwenig gewesen, da es akkut an sorbisch/wendisch-sprachigen ausgebildeten Kita-Personal mangelt«, informiert Henschel. Sprache der Vorfahren ab Kita gewünscht Im Landkreis Spree-Neiße lebe der größte Anteil an sorbischen/wendischen Menschen des Landes Brandenburg. Viele Eltern würden gern schon vom Kindergarten an ihren Kindern die Sprache ihrer Vorfahren mit auf den Weg geben. Ebenso sehe es in den Horten an den Schulen mit fakultativem Sorbischunterricht oder Witaj-Unterricht aus. Deshalb habe sich der Landkreis an die Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur gewandt, um einen einfährigen Kurs mit dem Abschlussziel A2 zu erreichen. »Insgesamt acht Erieherinnen meldeten sich sofort, um als Anfänger in den Kurs zu starten. Mit der zweiten Ferienwoche der Sommerferien ist die erste Etappe auf diesem anspruchsvollen Ziel erreicht«, sagt Ute Henschel. Etwa 140 Unterrichtseinheiten wurden jeden Freitag und in zwei Intensivwochen absolviert. Ziel des ersten Abschnittes war das Erlernen der Grundkenntnisse in Aussprache, Phonetik und Satzbau. Erste Redewendungen und eine Einführung in die Grammatik, die sich doch wesentlich von der deutschen unterscheidet, waren das Hauptanliegen. Einige Erzählungen und Lieder wurden bereits geübt und schon unmittelbar von den Erzieherinnen in der praktischenh Arbeit angewendet. In Anerkennung der Leistunge der freiwillig agierenden Lehrer zogen drei der Teilnehmerinnen ihre wendischen Trachten zum feierlichen Abschluss an. Sprachkenntnisse in Kitas erproben Nach den Sommerferien beginnt der Kurs in der zweiten Augustwoche wieder. Dann werden praktische Erfahrungen weiter ausgebaut und die sorbischen/wendischen Kitas konsultiert, um dort sprachliche und didaktische Anregungen zu holen und bereits erworbene Sprachkenntnisse zu erproben.Der Landkreis Spree-Neiße hat einen Sorbischkurs für Erzieher und Hortner seit mehr als zehn Jahren erneut ins Leben gerufen, berichtet Ute Henschel, Leiterin der Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur. »Dies ist drigend notwenig gewesen, da…

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Delta-Variante in Spree-Neiße

Spree-Neiße. Die aus Indien stammende Delta-Variante des Coronavirus dominiert seit Ende Juni das Infektionsgeschehen bundesweit. Nun hat die Delta-Variante des SARS-CoV-2 auch den Landkreis Spree-Neiße erreicht. Zuerst aufgetreten ist diese Variante des Corona-Virus im Hort „Kinderwelt“ im Spremberger Ortsteil Sellessen. Insgesamt 31 Kinder besuchen den Hort. Alle Kinder, Eltern und Mitarbeitenden der Einrichtung wurden auf das SARS-CoV-2 getestet. 24 Kinder des Hortes sind negativ getestet worden. Bei zwei Kindern konnte jedoch das Virus in der Delta-Variante nachgewiesen werden. Die Eltern aller Hortkinder wurden vom Landkreis Spree-Neiße entsprechend informiert. Unter den vier Erzieherinnen und Erziehern des Sellessener Hortes fielen alle Testergebnisse negativ aus. Ein Kind gilt mittlerweile als genesen, weshalb es sich derzeit nicht in häuslicher Quarantäne befindet. Zu der aktuellen Situation im Landkreis Spree-Neiße äußert sich Landrat Harald Altekrüger besorgt: „Bereits seit dem Frühjahr stand diese Virus-Variante im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit. Mit dem aktuellen Auftreten der Delta-Variante in unserer Region entsteht erneut eine nicht vorhersehbare Dynamik im Infektionsgeschehen in unserem Landkreis. Zum Schutz vor einer Ansteckung sind das Abstand halten und das Tragen der Mundnasenschutzmaske weiterhin unerlässlich. Um im Falle einer Infektion mit der hochansteckenden Delta-Variante einem schweren Krankheitsverlauf zu entgehen, hilft eine Corona-Schutzimpfung. Daher appelliere ich an alle Einwohnerinnen und Einwohner im Landkreis Spree-Neiße die Hygieneregeln einzuhalten und sich einer Schutzimpfung gegen  SARS-CoV-2 zu unterziehen.“ Die aus Indien stammende Delta-Variante des Coronavirus dominiert seit Ende Juni das Infektionsgeschehen bundesweit. Nun hat die Delta-Variante des SARS-CoV-2 auch den Landkreis Spree-Neiße erreicht. Zuerst aufgetreten ist diese Variante des…

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Die ganz normalen Superheldinnen

Burg (Spreewald). Endlich konnte er stattfinden: der Comic-Workshop »Wer ist deine Superheldin?«. Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse hatten sich für dieses Projekt im Jugendzentrum »Phönix« in Burg angemeldet. Der Workshop mit der Berliner Comic-Zeichnerin Elke-Renate Steiner, gefördert vom Land Brandenburg aus Mitteln der Landesgleichstellungsbeauftragten, sollte eigentlich im März im Rahmen der 31. Brandenburgischen Frauenwoche 2021 »Superheldinnen am Limit« stattfinden. Wegen Corona wurde aus der Frauenwoche ein Frauenjahr und so passte es auch noch ganz gut, den Workshop in den Juni zu verschieben. Gemeinsam mit Elke-Renate Steiner entwickelten die Jugendlichen aus der 7. Klasse der benachbarten Grund- und Oberschule erst ganz theoretisch, was einen Helden oder eine Heldin ausmacht und wer eine Heldin oder ein Held ist. Die Mutter zwischen Homeoffice, Haushalt und Betreuung der Kinder im Homeschooling, die Krankenschwester oder Polizisten, Feuerwehrleute usw. Elke-Renate Steiner verstand es sehr gut, dass die Mädchen und Jungen Ängste vor dem Zeichnen verloren und Hemmungen abbauten. Am Ende des gut vierstündigen Workshops schätzten die jungen Comic-Zeichner ein, dass es ein guter Tag gewesen sei und es Spaß gemacht habe. »Der Workshop sollte den jungen Menschen verdeutlichen, welche Leistungen die Frauen in ihrem Umfeld tagtäglich leisten«, beschreibt Gleichstellungsbeauftrage Kerstin Möbes das Anliegen des Workshops. »Heranwachsende brauchen Vorbilder, an denen sie sich orientieren können, um eigene Schlüsse zu ziehen für ihren persönlichen und beruflichen Werdegang.«Endlich konnte er stattfinden: der Comic-Workshop »Wer ist deine Superheldin?«. Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse hatten sich für dieses Projekt im Jugendzentrum »Phönix« in Burg angemeldet. Der Workshop mit der Berliner Comic-Zeichnerin…

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Testen im Ehrenamt

Guben. Bis zu 80 Corona-Tests müssen im Kursana Domizil in Guben täglich durchgeführt werden – an den Bewohnern, den Mitarbeitern und Besuchern. Das ist ein enormer Aufwand für das Team um Direktorin Vilma Behrendt. Doch seit Mai haben sie ehrenamtliche Unterstützung. Dreimal pro Woche haben die Gubener Rentnerinnen Siegrid Richter (72) und Monika Springer (71) feste Termine in ihren Kalendern. Sie sind dann an den Nachmittagen im Kursana Domizil und übernehmen die Corona-Schnelltests an Mitarbeitern und Besuchern des Hauses. Die Idee entstand, als Siegrid Richter feststellte, dass im Haus Zacharias wirklich Not am Mann war. Richter ist Vorsitzende des Heimbeirates, seit ihre Mutter im Heim lebte. »Deshalb bin ich regelmäßig vor Ort und spreche mit Frau Behrendt und erfahre, wenn mal irgendwo der Schuh drückt.« Die engagierte Gubenerin, die auch im Seniorenbeirat der Stadt aktiv ist, fragte ihre Freundin Monika Springer, ob sie mitmachen würde. Die war auch angetan von der Idee. Im Naemi-Wilke-Stift absolvierten die gelernte Friseurin und die ehemalige Köchin einen Lehrgang und dann ging es los. »Wir testen Besucher und das Personal«, berichten die Seniorinnen. Ob im Rachen oder in der Nase – die Entscheidung überlassen sie den zu Testenden. Alle Besucher hätten Verständnis für die Notwendigkeit des Testens und von vielen Mitarbeitern gebe es auch ein Dankeschön, erzählen die beiden. »Der ehrenamtliche Einsatz der beiden Frauen erleichtert uns unsere Arbeit ungemein«, freut sich die Direktorin. »Ich möchte mich auch im Namen der Mitarbeiter und Bewohner bei ihnen bedanken. Selbstverständlich ist so etwas nicht.«Für Springer und Richter ist es das schon. Für sie steht deshalb fest: »Wir machen das so lange, wie das Testen Vorschrift bleibt.«Bis zu 80 Corona-Tests müssen im Kursana Domizil in Guben täglich durchgeführt werden – an den Bewohnern, den Mitarbeitern und Besuchern. Das ist ein enormer Aufwand für das Team um Direktorin Vilma Behrendt. Doch seit Mai haben sie ehrenamtliche…

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