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Testen im Ehrenamt

Gubener Rentnerinnen unterstützen Kursana Pflegeheim

Bis zu 80 Corona-Tests müssen im Kursana Domizil in Guben täglich durchgeführt werden – an den Bewohnern, den Mitarbeitern und Besuchern. Das ist ein enormer Aufwand für das Team um Direktorin Vilma Behrendt. Doch seit Mai haben sie ehrenamtliche Unterstützung. Dreimal pro Woche haben die Gubener Rentnerinnen Siegrid Richter (72) und Monika Springer (71) feste Termine in ihren Kalendern. Sie sind dann an den Nachmittagen im Kursana Domizil und übernehmen die Corona-Schnelltests an Mitarbeitern und Besuchern des Hauses.

Die Idee entstand, als Siegrid Richter feststellte, dass im Haus Zacharias wirklich Not am Mann war. Richter ist Vorsitzende des Heimbeirates, seit ihre Mutter im Heim lebte. »Deshalb bin ich regelmäßig vor Ort und spreche mit Frau Behrendt und erfahre, wenn mal irgendwo der Schuh drückt.«

Die engagierte Gubenerin, die auch im Seniorenbeirat der Stadt aktiv ist, fragte ihre Freundin Monika Springer, ob sie mitmachen würde. Die war auch angetan von der Idee. Im Naemi-Wilke-Stift absolvierten die gelernte Friseurin und die ehemalige Köchin einen Lehrgang und dann ging es los.

»Wir testen Besucher und das Personal«, berichten die Seniorinnen. Ob im Rachen oder in der Nase – die Entscheidung überlassen sie den zu Testenden. Alle Besucher hätten Verständnis für die Notwendigkeit des Testens und von vielen Mitarbeitern gebe es auch ein Dankeschön, erzählen die beiden.

»Der ehrenamtliche Einsatz der beiden Frauen erleichtert uns unsere Arbeit ungemein«, freut sich die Direktorin. »Ich möchte mich auch im Namen der Mitarbeiter und Bewohner bei ihnen bedanken. Selbstverständlich ist so etwas nicht.«Für Springer und Richter ist es das schon. Für sie steht deshalb fest: »Wir machen das so lange, wie das Testen Vorschrift bleibt.«

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