Dany Dawid

Ein Shoppingcenter für Peitz

Peitz. Nachdem im Jahr 2018 die Abbrucharbeiten für das geplante Einkaufszentrum »Malxe Center« in Peitz starteten, konnte diesjährig nun im März mit dem Bau begonnen werden. Bereits im nächsten Jahr soll hier schon zu Ostern das Einkaufen möglich sein.

Der Investor plant die Fertigstellung im Februar 2021, sodass im März das Einkaufszentrum eröffnet werden kann. Als ein straffes Programm empfindet Cornelia Donath vom Bauamt Peitz diesen Eröffnungstermin und steht diesem Plan auch etwas skeptisch gegenüber. »Ob das zu realisieren ist, wird sich zeigen. Wir sind zwar nicht der Bauherr, aber es wäre schön, wenn wir das schaffen«, sagt Cornelia Donath. Der im Juli 2019 eingereichte Bauantrag wurde, nach einer Teilgenehmigung im Oktober, dann im Dezember 2019 endgültig genehmigt. Cornelia Donath berichtet: »Durch Planungen und durch eingetretene Änderungen, z.B. wer dort einzieht, hat sich der Baubeginn verschoben. Planungen funktionieren eben nicht Hals über Kopf. Es gab etliche Vorbereitungsarbeiten sowie einen Grundstückstausch, der erforderlich war. Das alles hat wesentlich mehr Vorbereitungszeit gebraucht, als ursprünglich geplant.«

»Die Baumaßnahmen machten zudem Planungen und Abstimmungen zur Neugestaltung des Fischerfestgeländes sowie des Uferbereiches der Malxe notwendig«, so Bernhard Kutzner-Gabriel, Projektentwickler der Firma CONFIDIA Planung und Projektentwicklung. Aktuell befindet sich die Straßenplanung zur Verkehrsregelung in Abstimmung. Denn die Straße soll im Bereich der Einfahrt zum »Malxe-Center« verbreitert werden und eine dritte Spur bekommen. Fünf Einzelhändler werden in das Center einziehen: EDEKA, dm-Drogeriemarkt, AWG, K+K Schuhe sowie die BHG Luckau. Wobei die BHG Luckau nicht in den neugebauten Teil des Einkaufszentrums einziehen wird, sondern in das ehemalige Merkur Möbelhaus, welches von der BHG selbst zu einem Baumarkt und Gartencenter umgebaut wird. »Für uns ist der Umzug in das neue Areal ein großer Vorteil. Denn die Lage, die wir jetzt haben, ist nicht gerade optimal. Und zwar aus dem Grund, dass wir hier draußen einfach schlecht gefunden werden. Im »Malxe-Center« sind wir vorne an der Straße und dass dort auch noch andere Geschäfte ansässig sind, ergänzt sich bestens. Zudem können wir unser Sortiment auf einer wesentlich größeren Verkaufsfläche anbieten. Dafür planen wir jetzt unsere zukünftige Produktpalette«, sagt Sascha Gruber, Marktleiter der BHG Peitz.

Von allen Beteiligten wird die gute Lage zur Nähe des Zentrums geschätzt und ebenso, dass das Einkaufszentrum auch gut per Bus erreichbar ist. Entstehen werden zudem 196 Parkplätze, davon zwei für Elektro PKW, fünf Behindertenstellplätze und 22 Fahrradbügel.

"Malxe-Center"

Die Investitionssumme in Höhe von etwa 6 Millionen Euro trägt der Investor, die terraplan GmbH & Co. Wohn- und Gewerbebau IV KG.

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Landrat und Bürgermeister durch Verfassungsschutz informiert

Bautzen. Um die Städte und Gemeinden zu den Plänen für ein rechtsextremes Siedlungsprojekt und  Jugendzentrums zu informieren, hat Landrat Michael Harig am Mittwoch, 1. Juli 2020, zu einer Beratung in das Landratsamt eingeladen. Zu der kurzfristig anberaumten Veranstaltung waren Vertreter des Landesamtes für Verfassungsschutz, Landeskriminalamt, Polizei und Innenministerium vor Ort, um über die Hintergründe des im Landkreis Bautzen geplanten Projektes zu informieren und die Vertreter von Städten und Gemeinden zu sensibilisieren. Durch das Landesamt für Verfassungsschutz wurde die Ankündigung des neurechten Musiker Chris Ares für ein Siedlungsprojekt im Landkreis Bautzen als ernstzunehmend bewertet. Ähnliche Projekte fänden sich im gesamten Bundesgebiet und passten in die Strategie der Bewegung. Die gute Vernetzung des Rechtsmusikers mit dem lokalen Ableger der als rechtsextrem geltenden Gruppierung „Identitäre Bewegung“ sei ein weiterer Hinweis. Anhaltspunkte, in welchen Städten und Gemeinden das in sozialen Medien angekündigte Projekt genau realisiert werden soll, liegen bisher jedoch noch nicht vor. Für das geplante „patriotische  Jugendzentrum“ habe man die Ankündigung registriert, dass dies in der Stadt Bischofswerda vorgesehen sei. Landrat Harig: „Die Beratung war ein wichtiger erster Schritt, um ein rechtsextremes Projekt im Landkreis Bautzen zu verhindern. Wir freuen uns eigentlich über jeden Zuzug in unsere Region – für völkische Siedlungsprojekte, patriotische Jugendzentren und dergleichen, gilt dieses Willkommen jedoch ausdrücklich nicht.“Um die Städte und Gemeinden zu den Plänen für ein rechtsextremes Siedlungsprojekt und  Jugendzentrums zu informieren, hat Landrat Michael Harig am Mittwoch, 1. Juli 2020, zu einer Beratung in das Landratsamt eingeladen. Zu der kurzfristig anberaumten…

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