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Bronze-Glocke ist weg

Spree-Neiße. Vor wenigen Wochen entwendeten dreiste Diebe in Klinge die Bronze-Glocke aus dem Aussichtspunkt am Klinger See. Der Schaden wird mit 11.000 Euro beziffert.

Nach der Heimat ist den Klingern nun auch der vertraute Klang genommen worden Die Klinger Gutsglocke aus dem Jahr 1655 hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Jahrhunderte bestimmte sie den Arbeitsalltag auf dem Gut des im Jahre 1982 abgerissenen Dorfes Klinge. Später wurde sie in das Geläut der Klinger Kirche integriert. Sie überstand alle Begehrlichkeiten nach Edelmetall im 1. und 2. Weltkrieg und wurde 1981 durch ein Mitglied des Gemeindekirchenrates vor dem herannahenden Tagebau gerettet.

Da neben dem Dorf Klinge auch die Bahnhofsiedlung dem Tagebau weichen sollte, entschloss man sich später die Glocke dem Gubener Seniorenheim »Herberge zur Heimat« zu übergeben. 2004 bekam der Klinger Heimatverein die historische Glocke im Austausch für eine neue Glocke zurück. Seit 2009 hing sie nun im Aussichtspunkt am Klinger See. Jeweils um 12 Uhr und um 18 Uhr konnte man den uralten Klang hören.Doch seit dem 18. August ist der Klang erloschen und die Glocke verschollen. Über das Dach des Aussichtspunktes verschafften sich Unbekannte gewaltsam Zugang zur Glocke und nahmen sie mit. 

Trotz des großen Schmerzes der Klinger und des Heimatvereins, will man die Hände nicht abwartend in den Schoß legen. Mit einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit auf beiden Seiten der Neiße soll der Versuch unternommen werden, eines der wenigen verbliebenen Stücke des abgebaggerten Dorfes Klinge wieder zurück zu bekommen.

Die Bronze-Glocke hat ein Gewicht von 26 kg, einen Durchmesser von32 cm und eine Höhe von rund 40 cm. Auf ihr ist im oberen Bereich die Inschrift: ELISABETHA V KRACHT IN KLINGE GEBORENE MALTIZIN FRAU UND WITTIB ZU KLINGE GEBRUDERE V KRACHT AUF KLINGE ANNO 1655 zu lesen.

Hinweise zur Glocke erbittet der Klinger Heimatverein. Kontakt: Michael Galle, Tel. 0170/ 706 25 29.

Informationen zum Verbleib der Glocke und Hinweise nimmt neben dem Klinger Heimatverein auch die Stadt Forst unter 03562/ 989 289 gern entgegen

 

 

 

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Ausgebüxter Hyazinthara zurück im Zoo

Dresden. Endlich kann der Zoo Dresden eine sehr erfreuliche Nachricht verkünden, der entflogener Hyazinthara ist wieder sicher zurück im Zoo. Mit Hilfe einer Futterfalle, die an einem festen Futterplatz im Garten einer Dresdner Familie im Stadtteil Leubnitz-Neuostra aufgebaut war, konnte der Vogel am Sonntagmorgen von der Anwohnerin selbst eingefangen werden. Das Ara-Weibchen besuchte täglich diesen vertrauten Futterplatz, den die Anwohnerin regelmäßig mit Futter füllte. Daher war die Chance sehr groß, den Ara an dieser Stelle einfangen zu können. Auch in die Falle, die bereits seit mehreren Tagen an der Futterstelle befestigt war, hatte der Ara von Tag zu Tag immer mehr Vertrauen gefasst, so dass sie sich davon nicht stören lies. An die Klappe des mit Walnüssen präparierten Fangkäfigs war eine Schnurverlängerung angebracht, damit der Schließmechanismus aus einer Entfernung von ca. 5 Metern per Hand ausgelöst werden konnte. Als der Vogel wieder zum Fressen kam und sich die Walnüsse aus dem Käfig holen wollte, schnappte die Falle zu und der Ara saß fest. Die Anwohnerin rief anschließend wie vereinbart sofort im Zoo an und die Zoomitarbeiter holten den Vogel schnell zurück. Er ist nun wohlbehalten im Arahaus untergebracht, wo er sich von der Aufregung erholen soll. Der Zoo Dresden möchte sich an dieser Stelle noch einmal bei allen Bewohnern der Stadt ganz herzlich bedanken, die Hinweise, Nachrichten, Filme und Fotos von dem entflogenen Aras gesendet haben. Nur mit dieser Unterstützung konnten beide Ara schließlich unversehrt wieder einfangen werden. (pm)  Endlich kann der Zoo Dresden eine sehr erfreuliche Nachricht verkünden, der entflogener Hyazinthara ist wieder sicher zurück im Zoo. Mit Hilfe einer Futterfalle, die…

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