Peter Aswendt

Gangstertreffen im Amphitheater

Dreigroschenoper feierte erfolgreich Premiere

Großkoschen. Mackie Messer – ein Name, der auch den nicht Brecht-Vertrauen aufgrund des Haifisch-Songs „Die Moritat von Mackie Messer“, der ein Welthit wurde, bestens bekannt ist. In der Inszenierung vom Manuel Soubeyrand wurde jetzt das Amphitheater in Großkoschen zum Haifischbecken.

Um es vorwegzunehmen, es war eine äußerst gelungene Inszenierung, die von der schauspielerischen und gesanglichen Leistung überzeugte. Die Maske, ja selbst das Bühnenbild, was geschuldet an den Möglichkeiten im Amphitheater, nie so richtig opulent sein darf, passte grandios zu der Brecht‘schen Komödie.

Das Stück in Kürze

Im berüchtigten Londoner Stadtteil Soho treibt Macheath alias Mackie Messer (Tom Bartels) als Bandenführer sein Unwesen. Polly Peachum (Aline Bucher), Tochter des Bettlerkönigs Jonathan Jeremiah Peachum (Erik Brünner), erliegt dem verruchten Charme Macheath’s und heiratet ihn heimlich. Als Peachum von der Hochzeit seiner Tochter mit Mackie Messer erfährt, beschließt er, den ungeliebten Gauner an die Polizei auszuliefern. Dieser flieht in ein Bordell, wird von einer seiner Ex-Geliebten verraten und verhaftet. Im Gefängnis besucht ihn Lucy (Anja Kunzmann), die Tochter von Polizeichef Tiger Brown (Daniel Borgwardt), die er überreden kann, ihm zur Flucht zu verhelfen. Wieder auf freiem Fuß, findet Macheath Unterschlupf, wird erneut verraten, verhaftet und zum Tode verurteilt. Kurz vor seiner Hinrichtung erscheint der Polizeichef Brown als berittener königlicher Bote und verkündet nicht nur Mackies Begnadigung, sondern auch seine Erhebung in den Adelsstand.

Unterhaltsame Hingabe des Ensembles

Die Kürze der Zusammenfassung gibt nicht annähernd die unterhaltsame Hingabe des Ensembles wieder, mit dem sie das Publikum unterhielten. So steckte Sebastian Volk, als Ede, einen Tiefschlag nach dem anderen ein und Esra Maria Kreder zeigte in ihrer Doppelrolle als Konstabler und Hure eine begeisternde Sportlichkeit, die zu Szenenapplaus führte. Tom Bartels gab der Figur von Mackie Messer die ihm eigene, gewisse gerissene Spitzbübigkeit, die das Publikum an ihm so sehr liebt. Als tragende Figur des Stückes gab Aline Bucher ihr Debüt an der neuen Bühne Senftenberg.

Polly hat mitgerissen

Die Musical-Studentin aus Essen begeisterte nicht nur stimmlich, was man aufgrund ihrer Ausbildung erwarten konnte. Besonders eindrucksvoll waren ihre Leichtigkeit und ihre schauspielerische Präsenz auf der kleinen Bühne des Amphitheaters. Das viel auch dem Premierenpublikum auf: „Die Polly, die Kleine mit den blonden, langen Haaren, die hat mich total mitgerissen“, schwärmt Ulrike Semsch aus Massen. Für Familie Kempisch aus Hoyerswerda war die Dreigroschenoper ein kleines Abenteuer: „Wir gehen jedes Jahr ins Amphitheater. Wir sind die typischen Camping- und Madagaskar-Fans“, lachen beide. „Das Bertolt Brecht ins Amphitheater Einzug hält, hat uns erst etwas verunsichert, aber wir bereuen es nicht, es war wunderbar“, ist sich das Ehepaar am Ende der Aufführung einig.

Das die Inszenierung und die spürbare Spiellaune des Ensembles den Nerv der Zuschauer traf, zeigt der lang anhaltende Beifall zum guten Ende der Dreigroschenoper. Das Abenteuer „Brecht“ im Amphitheater ging auf. Es gibt sie – die Unterhaltung mit Anspruch.

Die nächsten Termine

Die Dreigroschenoper ist an weiteren Terminen im Amphitheater, Am Mühlgraben 1, in Senftenberg, Ortsteil Großkoschen zu erleben:

• Samstag, 1. Juni, 19.30 Uhr
• Sonntag, 9. Juni, 19.30 Uhr
• Freitag, 21. Juni, 19.30 Uhr
• Samstag, 22. Juni, 19.30 Uhr
• Donnerstag, 22. August, 19.30 Uhr
• Freitag, 23. August, 19.30 Uhr

• Internet: Theater »neue Bühne Senftenberg«

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St. Joseph-Stift: Baby Nr. 1000 ist da

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