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Eine Frau, ein Wort, ein Gag

Großkoschen. Die Kabarettistin Patrizia Moresco gastiert diesen Donnerstag, 9. September, im Amphitheater in Großkoschen.

Die Gastspielzeit an der Freiluftspielstätte der neuen Bühne Senftenberg neigt sich dem Ende entgegen. Aber metaphorisch gesprochen heißt es: »Das Gute kommt zum Schluss.«

Und genau das trifft es, wenn am Donnerstag, 9. September, um 19.30 Uhr Patrizia Moresco mit ihrem Programm #Lach_mich im Amphi-Oval am Großkoschener Strand ein kabarettistisches Feuerwerk abbrennt.

Provokant und komisch

Ihr Programm #Lach_mich beschreibt sie als eine kurzweilige Ermunterung zur Mündigkeit. »Denken ist wie googeln, nur krasser. Und falls das alles nicht hilft: trinken, trinken, trinken. Aber manchmal ist selbst zu viel trinken nicht genug«, gibt sie zum Besten.

Italienerin mit schwäbischen Wurzeln

Voller Selbstironie erzählt die in Berlin lebende Italienerin mit schwäbischen Wurzeln über den Wahnsinn des alltäglichen Lebens, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt.

Ob digitale Welt, das unablässige Daddeln in Whatsapp-Gruppen, peinliche Selfie-Versuche mit schmollendem Duck-Face oder übertriebener Schönheitswahn dank Barbie-World, Fitnessjunkies, Wellnesssüchtigen und Ernährungspäpsten, Helikopterelter, Populisten, der Geschlechterkampf und das eigene Älterwerden - wenn sich die Kabarettistin in Rage redet, bekommt jeder sein Fett weg.

Probewohnen im Osten

Als Kind einer italienischen Mutter und eines neapolitanisch-amerikanischen Vaters wuchs Patrizia Moresco in Stuttgart bei ihrer Großmutter auf: »Meine Oma war Pianistin und somit wurde ich von klassischer Musik und Waldorfpädagogik geprägt«, erzählt die Kabarettistin.

Durch die erste große Liebe lernte sie das Künstlerleben kennen und landete nach einer kreativen Europareise beim SWR in Stuttgart und später an der an der Schauspielschule in München. In den 1980er-Jahren lernte sie das Comedy-Duo Roland Baisch und Bernd Schray kennen, gemeinsam gründeten sie das Scherbentheater. Daraus entstand die Comedy Gruppe Shy Guys, mit der sie bis 1997 weltweit auf Tournee war.

Erst Film, dann Stand-Up-Commedy

Bis 2006 stand sie fast ausschließlich für Film und Fernsehen vor der Kamera, bis sie 2007 Stand-Up-Commedy für sich entdeckt, was noch heute ihre Passion ist. Fast wäre die Künstlerin in Brandenburg heimisch geworden: »Ich habe mit meinem ehemaligen Mann ein Schloss in Falkenberg ausgebaut und wir wollten dort wohnen. Als alles fertig war, zog eine andere Schlossherrin ein«, lacht sie voller Selbstironie.

Vieles wird auf charmante und witzige Art aus ihrem Leben zu hören sein und mit einem nur ihr eigenen Augenrollen im Amphitheater zu sehen sein.

Es wird wohl stimmen, wenn der Berliner Tagesspiegel schreibt: »Die Moresco ist eine Comedy Granate.« Und die Granate ist wohl nur mit viel Humor und Lachen am Donnerstag (9. September) ab 19.30 Uhr zu entschärfen.

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