sst

Ein Zwilling kommt selten allein

Klettwitz. Das Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder lädt am Donnerstag, 16. Mai, von 15 Uhr bis 18 Uhr Familien zum ersten Zwillings- und Mehrlingstreffen auf den FamilienCampus LAUSITZ nach Klettwitz ein.

Eltern mit Mehrlingen haben ohne Zweifel mindestens die doppelte Arbeit. Dabei kann es hilfreich sein, sich von der eigenen Familie oder anderen Personen unterstützen zu lassen. Man sollte auch ruhig Hilfe von Verwandten, Freunden und Nachbarn annehmen. Gute Ansprechpartner für Fragen rund um Familie und Kinder können auch das Netzwerk Gesunde Kinder und die ehrenamtlichen Familienpaten sein.

Erfahrungen austauschen, Fragen stellen

Am 16. Mai findet das erste Zwillings- und Mehrlingstreffen des Niederlausitzer Netzwerks Gesunde Kinder für Familien und Kinder sowie Schwangere und werdende Väter, die Mehrlinge erwarten, statt. Hier gibt es Zeit und Raum, um Erfahrungen auszutauschen und Fragen zu stellen.

„Wir laden Mehrlingsfamilien herzlich zu Kaffee, Tee und Kuchen ein. Dabei sein werden auch einige Netzwerk-Partner, wie die Familienhebammen, die Frühförderstelle, die Schwangerenberatung, das Netzwerk Frühe Hilfen des Landkreises OSL sowie das Jobcenter, die den Familien gern ihre Fragen beantworten oder Informationen und Tipps geben“, freut sich Daniela Graß, Koordinatorin des Netzwerks Gesunde Kinder.

Fotografie, Flohmarkt und vieles mehr

Weitere Angebote vor Ort sind unter anderem Baby- und Familienfotografie, ein Büchertisch zum Thema Zwillinge und Drillinge, das CampusKino für Kinder, ein kleiner Flohmarkt speziell für Baby-Mehrlingskleidung und Platz zum Spielen, Erkunden, Krabbeln und mehr. Bei einem Parkspaziergang können Eltern und Kinder die CampusKita in Klettwitz und das PferdeGut mit den Miniponys „Anni und Willi“ besichtigen.

„Gern können sich Familien auch noch für den kleinen Flohmarkt speziell für Mehrlingskleidung bei uns anmelden. Viele Eltern freuen sich wenn sie die meist noch gut erhaltene Baby- und Kinderkleidung weitergeben können und diese dann auch noch weiter genutzt wird“, sagt Daniela Graß.

Das Netzwerk Gesunde Kinder im südlichen Landkreis Oberspreewald-Lausitz hat seit dem Beginn im Jahr 2006 rund 40 Zwillingspaare und sogar ein Drillingspärchen begleitet.

Mehrlingsgeburten in Deutschland und im Klinikum Niederlausitz

Etwa jede 85. Schwangerschaft, die auf natürlichem Wege entstanden ist, ist eine Zwillingsgeburt. Wenn es in einer Familie bereits Zwillings- oder Mehrlingsgeburten gibt, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Mehrlingsgeburt höher. Nach Kinderwunschbehandlungen mit Hormongaben oder einer künstlichen Befruchtung kommt es häufiger zu Mehrlingsschwangerschaften. Fast jede fünfte Frau in Deutschland bekommt dann Mehrlinge. Aber auch durch das steigende Alter der Mütter erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Eizellen gleichzeitig reifen und befruchtet werden können.

Im Klinikum Niederlausitz, dem Träger des Niederlausitzer Netzwerks Gesunde Kinder, wurden in den vergangen zehn Jahren 61 Zwillingspaare, also 122 Kinder als Zwillinge, geboren. Darunter waren 63 Jungen und 59 Mädchen. Schwangere mit Mehrlingen, die als Risikoschwangerschaft eingestuft werden, entbinden grundsätzlich in spezialisierten Kliniken in der näheren Umgebung.

Kindergesundheit durch Familienpaten fördern

Das Netzwerk Gesunde Kinder unterstützt Familien von der Schwangerschaft bis zum 3. Lebensjahr des jüngsten Kindes bei vielen großen und kleinen Fragen des Alltags. Es vermittelt ehrenamtliche Familienpaten, die Eltern und ihre Kinder begleiten und in vertrauter Umgebung Erfahrungen und Wissen zu gesundheits- und entwicklungsfördernden Themen weitergeben sowie über regionale Angebote informieren.

Weitere Informationen und Anmeldung unter Telefon (03573) 75-1036 oder im Internet auf www.ekib.info.

(PM/Klinikum Niederlausitz GmbH/Niederlausitzer Netzwerk Gesunde Kinder)

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Eggerts Ostwind – Wer hat die Wahl?

Sachsen. Am Sonntag haben wir, wie uns im Wahlkampf zuweilen versichert wird, die Wahl. Wer sich die Briefwahlunterlagen hat schicken lassen, kann das zumindest im Prinzip bestätigen. Wo kommunale Vertretungen zu bestimmen sind, ist der einschlägige Wahlzettel noch einigermaßen übersichtlich (auf meinem standen Vertreter von drei Parteien, vier örtlichen Bündnissen, dazu drei Einzelkandidaten). Der Wahlzettel fürs Europaparlament dagegen erreicht die Höhenmaße von anderthalb Zeitungsseiten. Also bitte: Nehmen Sie sich viel Zeit für den Besuch des Wahllokals. Wobei wir von denjenigen, die auf diesem Wahlzettel verzeichnet sind, nur wissen, dass sie, genügend Stimmen vorausgesetzt, ins Europaparlament einziehen. Ob einer oder eine davon später Chef oder Chefin der europäischen Kommission wird, wissen wir nicht. Manfred Weber, von dem uns die Deutschland-Union beispielsweise versichert, er habe beste Chancen, dies zu werden, ist das selbst dann noch nicht, wenn Europas Konservative als stärkste Kraft aus der Wahl hervorgehen. Denn: Seine tatsächlichen Wähler sind die Regierungs-Chefs der EU-Staaten. Und die halten an ihrem Privileg fest, den Kommissionspräsidenten zu bestimmen. Soweit zum Thema: Wir haben die Wahl. Gastkommentar von Hans EggertAm Sonntag haben wir, wie uns im Wahlkampf zuweilen versichert wird, die Wahl. Wer sich die Briefwahlunterlagen hat schicken lassen, kann das zumindest im Prinzip bestätigen. Wo kommunale Vertretungen zu bestimmen sind, ist der einschlägige…

weiterlesen