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Lübbenau: Lehrkraft an Grundschule mit Coronavirus infiziert

Lübbenau/Spreewald. Im Ergebnis eines freiwilligen routinemäßigen Tests auf das Coronavirus SARS-CoV-2 wurde eine Lehrkraft einer Lübbenauer Grundschule positiv getestet. Nachdem das Ergebnis am Mittwochmorgen dem Gesundheitsamt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz (OSL) vorlag, wurde dieses umgehend aktiv, berichtet jetzt Sarah Werner, OSL-Pressesprecherin.

Die Lehrkraft, die bislang keinerlei Symptome einer Infektion aufweise, befinde sich in häuslicher Quarantäne. Für den heutigen Mittwoch, den morgigen Donnerstag und den Freitag seien nach Rücksprache mit der Schulleitung vorsorglich die vorübergehende Schließung der Schule angeordnet worden.

Alle Eltern seien über das Sekretariat telefonisch gebeten worden, ihre Kinder abzuholen. Dies sei zwischenzeitlich bereits geschehen.

„Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes prüfen derweil im Rahmen der routinemäßigen Kontaktnachverfolgung etwaige Infektionsketten. Als eine weitere sofortige Sicherheitsmaßnahme wurden präventiv alle übrigen Lehrkräfte sowie 68 Kinder aus drei Schulklassen, in denen die betroffene Person unterrichtet hatte, vor Ort einem mobilem Schnelltest unterzogen. Die getesteten Personen sollen sich bis zum Vorliegen des Testergebnisses zu Hause aufhalten“, informiert Sarah Werner.

Sollten alle Testergebnisse negativ sein (d.h. es liegt keine Infektion vor), könne der Schulbetrieb voraussichtlich ab Montag wieder regulär aufgenommen werden.

Sollten dem Gesundheitsamt positive Laborergebnisse vorliegen (d.h. es liegt eine Infektion vor), werden umgehend weitere eventuell notwendige Maßnahmen geplant und festgelegt. Dies geschehe in enger Abstimmung mit der Schulleitung und der Stadt Lübbenau/Spreewald.

Aktuelle Informationen werden anschließend über die Schulcloud der Schule und die Internetseite der Stadt Lübbenau/Spreewald kommuniziert. Eltern werden gebeten, sich vordergründig über diesen Weg zu informieren.

Die Kreisverwaltung fordert derweil die Eltern zum besonnenen Verhalten auf. Gesundheitsdezernent Alexander Erbert: „Das Gesundheitsamt ist auf Situationen wie diese vorbereitet und kann rasch und effektiv reagieren. Die Tests der Lehrer und der drei Schulklassen sind eine vorsorgliche Sicherheitsmaßnahme, die für die Kinder als auch Eltern ungewohnt, aber dennoch wichtig sind.“

Die Schule in OSL ist nicht die erste Schule, die vom Coronavirus SARS-CoV-2 betroffen ist. Erst am Dienstag hatten in Brandenburg coronabedingt ein Gymnasium in Frankfurt (Oder) und eine Grundschule sowie eine Kita in Wittenberge schließen müssen. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es jederzeit passieren, dass das Coronavirus unverschuldet in Bildungseinrichtungen gelangt.

In Brandenburg können sich seit dem Ende der Sommerferien alle Beschäftigten in Schulen und Kindertagesstätten alle zwei Wochen bis zu sechs Mal innerhalb von drei Monaten auf SARS-CoV-2 testen lassen. Außerdem sollen im Rahmen einer Stichprobe bis zu ein Prozent der Kita-Kinder sowie der Schülerinnen und Schüler einmal getestet werden. Das Angebot ist freiwillig und basiert auf einer Vereinbarung des Landes Brandenburg mit der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB). Durchgeführt werden die Tests von niedergelassenen Vertragsärztinnen und Vertragsärzten in Brandenburg. Die Testung der Lehrkräfte in Lübbenau verlief zuletzt auch auf Initiative der Stadt Lübbenau/Spreewald hin.

(PM/Landkreis Oberspreewald-Lausitz)

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