asl/mlh

Mit Wolle Pflanzen wachsen lassen

Lauchhammer. Dass sich Tier-Hinterlassenschaften gut als Düngemittel eignen, ist allgemein bekannt. Doch ein Unternehmen aus Lauchhammer hat ein anderes tierisches Produkt entdeckt, aus dem Dünger gewonnen werden kann.

Seit April diesen Jahres wird in einer Fabrikhalle in Lauchhammer-Ost rein biologischer Dünger hergestellt. Die Firma Forapell verarbeitet dort Wolle mit allen Anhaftungen zu Pellets, die an Landwirte aber auch Privatpersonen verkauft werden.

Das alte Wissen der Schäfer zu Nutze gemacht

»Pflanzen brauchen vor allem Schwefel, Kalium und Stickstoff, um optimal wachsen zu können«, verrät Geschäftsführer Björn Lanzke. »Alle diese Nährstoffe sind in der Schafwolle schon von Natur aus vorhanden. Daher kann sie optimal als natürliches Düngemittel eingesetzt werden.« Doch diese Erkenntnis ist nicht neu: »Wir haben uns einfach das alte Wissen der Schäfer zu Nutze gemacht. Als Wolle nicht mehr so gefragt war, wurde sie zum Teil einfach vergraben. An den Stellen konnten die Schäfer dann feststellen, dass die Pflanzen viel besser wuchsen.« Doch wer jetzt einfach Schafwolle im Garten eingraben will, wird erst recht spät Wachstumserfolge feststellen können.

Die Aufarbeitung der Wolle zu Pellets ermöglicht eine schnellere Nährstoffabgabe als das Rohprodukt. Anders als bei anderen ökologischen Düngemitteln  geben die Florapell-Pellets aber nur so viel Nährstoffe ab, wie die Pflanze auf einmal aufnehmen kann. Ursache dafür ist das Keratin der Wolle, was durch langsamere Zersetzung die Nährstoffe kontinuierlich an den Boden abgibt. Dadurch wird nicht unnötig Dünger ins Erdreich abgegeben und es besteht nicht die Gefahr der Überdüngung.
Durch die Verarbeitung der Wolle ohne Zusatzstoffe besteht außerdem eine geringere Belastung für das Grundwasser.

Beitrag zum Erhalt der Schäferei und zur ökologischen Landwirtschaft

Die zu verarbeitende Wolle kommt aus ganz Deutschland. Doch auch Angebote aus den Nachbarländern sind bereits eingegangen. Ein deutliches Zeichen für Lanzke und seinen Geschäftspartner, den Schäfern wieder eine lukrative Möglichkeit zur Verwendung ihrer Wolle zu bieten. »Uns ist es besonders wichtig, die Schäferei zu unterstützen. Sie leistet einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt der europäischen Kulturlandschaften wie Heide und Deiche. Dies ist vielen gar nicht bewusst. Wenn sie wegfällt, ist der Erhalt dieser Landschaften gefährdet«, erklärt Lanzke die Intention hinter der Wollverarbeitung. »Mit unseren Pellets bieten wir Schäfern neue Absatzmöglichkeiten für ihre Wolle und tragen so zum Erhalt der Schäferei bei.«

Und auch zur ökologischen Landwirtschaft leistet Florapell seinen Beitrag. Landwirtschaftsbetriebe, die den Schafwolldünger verwenden, haben Anspruch auf die Kennzeichnung mit dem »demeter«-Logo. Dieses Logo kennzeichnet Lebensmittel, welche aus einem biologisch-dynamischen Anbau stammen.
Mit der Herstellung eines Düngemittels aus Schafwolle steht Florapell am Beginn einer regionalen Wertschöpfungskette. Diese soll jedoch nicht nur die Bauern unterstützen, sondern zukünftig auch in privaten Haushalten ein Verständnis für richtiges Düngen vermitteln. »Unser nächstes Ziel ist es, auch die privaten Haushalte von unserem Produkt zu überzeugen«, so Björn Lanzke. »Denn genau das ist die Zielgruppe, die jetzt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit entwickelt.«

Über die Pellets

  • als Langzeitdünger entfalten die Pellets über 10 Monate ihre Wirkung
  • sie können das 3,5-fache ihres Volumens an Wasser speichern
  • weitere Infos zu Florapell und der richtigen Anwendung der Dünge-Pellets unter: www.florapell.shop

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Neues Urlaubsresort in Planung

Hoyerswerda. »Tobix«- und »Jump-Up«-Inhaberin Andrea Hartkopf plant im WK X ein neues, weiteres Projekt. In unmittelbarer Nähe der beiden bereits vorhandenen Freizeiteinrichtungen möchte die engagierte Unternehmerin in der Otto-Nagel-Straße ein Urlaubs-Resort für Familien mit Kindern aufbauen, um den Tourismus in und um Hoyerswerda anzukurbeln. »Es wird ein hübsch angelegtes Areal mit thematisierten Ferienhäuschen. Mein Plan dabei ist, dass auch Eltern ihren Urlaub mit Kindern genießen können. Daher sollen auch ein Spielplatz und ein kleiner Naturteich in diesem Bereich entstehen. Zum ‚richtigen‘ Baden sollen die Familien die zahlreichen umliegenden Seen nutzen«, meint Andrea Hartkopf, die ihren Vorschlag beim Stadtrat erfolgreich eingereicht hat. Es bedarf für die Umsetzung des Vorhabens aber noch viel Zeit, meint die Geschäftsfrau aus ihren Erfahrungswerten. Wenn es soweit ist und ihre Pläne umgesetzt werden können, denkt Andrea Hartkopf auch über Stellplätze für Campingfahrzeuge, die Organisation von Ferienspielen und Klassenfahrten nach. Worauf sich die Besucher aber definitiv schon bald freuen können: Über die Nutzung des neuen Ninja Parcours. Die Attraktion wird derzeit im »Jump up« eingebaut und kann, wenn alles planmäßig verläuft, am 31. Oktober in Betrieb gehen.»Tobix«- und »Jump-Up«-Inhaberin Andrea Hartkopf plant im WK X ein neues, weiteres Projekt. In unmittelbarer Nähe der beiden bereits vorhandenen Freizeiteinrichtungen möchte die engagierte Unternehmerin in der Otto-Nagel-Straße ein Urlaubs-Resort für…

weiterlesen

»Schalt mal ab!« Sieger

Meißen. In diesen Tagen wurden wieder die jählichen Sieger der Aktion »Schalt mal ab!« prämiert. Schüler haben dabei die Aufgabe, sich im Umweltschutz und beim sparsamen Umgang mit Ressourcen zu messen. Gemeinsam mit den Meißner Stadtwerken hatte die Stadt im vergangenen Schuljahr zum Energiesparwettbewerb aufgerufen. Die Sieger Den größten Sparerfolg beim »Strom« erzielten dabei die Schüler der Questenberg-Grundschule + 4. Grundschule. Sie bekamen ein Preisgeld von 1.500 Euro. Der 2. Preis mit 750 Euro ging an die Förderschule »L« und der 3. Preis mit 250 Euro an die Freie WerkschuleAuch in der Kategorie »Wärme« sicherte sich die Questenbergschule + 4. Grundschule den 1. Preis und damit 1.500 Euro. Der 2. Preis mit 750 Euro geht ebenfalls an die Förderschule »L« und der 3. Preis mit 250 Euro an die Triebischtal-Oberschule. Auch im kommenden Schuljahr findet der Energiesparwettbewerb wieder statt. Um die Ergebnisse dann noch besser vergleichen zu können, werden in Zusammenarbeit mit den Meißener Stadtwerken und der Stadt Meißen die Kriterien derzeit überarbeitet. Dafür erfassen die Hausmeister in den einzelnen Einrichtungen monatlich die Daten von Strom und Wärme. Alle Schülerinnen und Schüler sind deshalb aufgerufen, fleißig weiter Energie zu sparen, um Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten.In diesen Tagen wurden wieder die jählichen Sieger der Aktion »Schalt mal ab!« prämiert. Schüler haben dabei die Aufgabe, sich im Umweltschutz und beim sparsamen Umgang mit Ressourcen zu messen. Gemeinsam mit den Meißner Stadtwerken hatte die Stadt…

weiterlesen