Heiko Lübeck

Kreismuseum zeigt mittelalterliche Urkunden und Siegel

Bad Liebenwerda. Anfang des 14. Jahrhunderts erhob der Markgraf von Brandenburg Ansprüche auf die Lausitz und geriet darüber in eine Auseinandersetzung mit dem Markgrafen von Meißen. Dieser fiel dabei in die Hände des Brandenburgers.

Um sich freizukaufen, verzichtete der Meißner im Vertrag zu Tangermünde unter anderem auf die Lausitz und das Land zwischen Elbe und Elster. Der Vertrag aus dem Jahr 1312 blieb abschriftlich in einem mit Leder bezogenen Kopialbuch, das Urkundenabschriften des frühen 14. Jahrhunderts enthält, im Geheimen Staatsarchiv der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin-Dahlem erhalten. Der Vertrag gilt als urkundliche und namentliche Ersterwähnung des Landes zwischen Elbe und Elster.

Mit einer Ausstellung widmet sich das Kreismuseum Bad Liebenwerda derzeit diesem bislang beinahe unbeachteten Jubiläum. Mit archäologischen und frühen archivalischen Quellen will sie die Aufmerksamkeit der Bewohner des Elbe-Elster-Landes und auch der Wissenschaft wecken und damit das regionale Bewusstsein einer bislang kaum wahrgenommenen Kulturlandschaft an Elbe und Schwarzer Elster stärken. Begleitet wird die Jubiläumsschau von einer Kabinettausstellung des Brandenburgischen Landeshauptarchivs Potsdam. Unter dem Titel "Was Papst und Kaiser durch ihr Wort beschützen" zeigt sie das Zisterzienserkloster Dobrilugk in mittelalterlichen Urkunden und Siegeln. Zur Ausstellungseröffnung am 4. November führte PD Dr. Klaus Neitmann, Direktor des Brandenburgischen Landeshauptarchivs, mit einem Vortrag in die Thematik ein. Zu einem weiterführenden Referat wird er auch am 15. November im Kreismuseum erwartet. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr.

Die Sonderausstellung ist bis zum 2. Dezember im Kreismuseum Bad Liebenwerda, Burgplatz 2, mittwochs bis freitags von 14 bis 17 Uhr und samstags und sonntags von 10 bis 12 und 14 bis 17.00 Uhr zu sehen.

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