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Lust auf den Landratsposten

Elbe-Elster. Am 22. April sind rund 98 000 Wahlberechtigte im Landkreises Elbe-Elster aufgerufen, einen neuen Landrat oder eine neue Landrätin zu wählen. Der Kreiswahlausschuss hat drei Kandidaten zugelassen: CDU-Bewerber und Landrat Christian Heinrich-Jaschinski aus Elsterwerda, Peter Drenske (AfD) aus Schacksdorf und Einzelkandidatin Iris Schülzke aus Schlieben. An dieser Stelle beantworten die Kandidaten jeweils eine WochenKurier-Frage. Dafür haben sie 1000 Zeichen (mit Leerzeichen) Platz.

Die Schwarze Elster durchfließt den Landkreis Elbe-Elster. Wie bewerten Sie den aktuellen Hochwasserschutz?

Christian Heinrich-Jaschinski
Hochwasserschutz ist Landesaufgabe. Das Land muss dieser Verantwortung nachkommen: durch rasche Planung, schnelle Bauumsetzung und personelle Verstärkung. Es muss mehr passieren. Das haben wir im Verbund mit allen Beteiligten, den Kommunen, der Wirtschaft und den übrigen Anrainern, immer wieder deutlich gemacht. Wir stehen vor einer gewaltigen Aufgabe: Vom Elbehauptdeich bei Mühlberg sind bislang laut Landesregierung 23 Prozent erneuert, weitere 16,5 Kilometer werden in dieser Förderperiode bis 2021 saniert. Ebenso muss die Hochwasserschutzplanung im Bereich der Schwarzen Elster forciert werden. Aber, ich habe genug von Alibi- und Showveranstaltungen im Kontext Hochwasserschutz, genug von Vertröstungen und unbeantworteten Planungszeitabläufen durch die Landesregierung. Es ist nicht vermittelbar, dass eine Landesregierung ganze Regionen zur Hochwasserisikoregion erklärt, Investitionen damit unmöglich macht und unseren Kommunen keinerlei Handlungsempfehlungen zur Verfügung stellt.

Iris Schülzke
Trotz der Erfahrungen von 2002, 2010 und 2013 gibt es im Land noch immer großen Handlungsbedarf beim Hochwasserschutz. Die Realisierung der Deichbauten wurde vom Land zu spät geplant, die Planungsverfahren dauern zu lange oder werden permanent geändert. Sachsen und Sachsen-Anhalt sind uns da um Längen voraus. Zudem sind in Brandenburg die Abstimmungen der Fachbereiche mit den betreffenden Gemeinden oft ungenügend, Bürger mit Einwänden werden wie Bittsteller behandelt. Besonders makaber ist, dass Fachleute aus der Region aus bürokratischen Gründen gar nicht oder kaum in die Vorbereitung der Hochwasserschutzmaßnahmen einbezogen werden, obwohl ihre örtliche Sachkenntnis enorme Kosten sparen könnte. Die Festsetzung der Überschwemmungsgebiete über die Köpfe der Städte und Gemeinden hinweg kommt einer Entsiedlungsstrategie gleich. Am Rhein oder an der Donau wurden Lösungen mit betroffenen Kommunen, Unternehmen und Eigentümern gesucht und gefunden. Dieser Weg muss auch an Elbe und Elster ermöglicht werden.

Peter Drenske
Wir hatten einen trockenen Winter, aber das nächste Hochwasser kommt. Seine Auswirkungen werden nicht weniger schlimm sein.
Dämme und Wehre sind marode, weil Bürokratie zum Hemmnis wird. Es gibt, wie so oft, viele kluge Pläne. Nur an der Ausführung hapert es. Kommunen und Kreis hängen am Fördertropf des Landes und Bundes, sind durch ihre finanzielle Zwangsabhängigkeit nicht in der Lage, selbst dringende Vorhaben kurzfristig umzusetzen. Hier gilt es über gemeinnütze Arbeit, ABM, Ein-Euro-Jobs schnellstens im Landkreis Eigeninitiativen zu starten, um den Rückstau notdürftig zu beheben, bevor der Allgemeinheit wieder erheblicher Schaden entsteht.
Der weitere planmäßige Ausbau und seine vorgelagerten Verfahren werden sich wohl noch Jahre hinziehen.

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Eislöwen laden zur Saisoneröffnung

Dresden. Er gilt als der schönste Stadtstrand Dresdens und wird auch in diesem Jahr zur Location für die offizielle Saisoneröffnung der Dresdner Eislöwen: der PUROBEACH. Am Freitag, 10. August ab 19 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr) präsentiert sich das Team von Cheftrainer Jochen Molling kontrastreich zur eiskalten Saison im mediterranen Umfeld erstmals den Fans, Anhängern und Partnern. Der Eintritt zur Saisoneröffnung ist frei. Neben Köstlichkeiten vom Grill bietet die Karte des PUROBEACH eine große Auswahl an verschiedensten Getränken. Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf: "Wir freuen uns auf den Auftakt mit unseren Fans! Im letzten Jahr mussten wir aufgrund des schlechten Wetters leider kurzfristig in die direkt angrenzenden Räumlichkeiten des Clubs PIER15 umziehen. Dies hat der Stimmung jedoch keinen Abbruch getan. Dank der Unterstützung durch Christian von Canal können wir auch in diesem Jahr wieder auf den PUROBEACH setzen – allerdings aufgrund der Baumaßnahmen definitiv zum letzten Mal. Wir planen, das Trainerteam und alle Spieler wie schon bei der Premiere vor zwei Jahren auf einem Steg über dem beliebten Pool vorzustellen. " Nach der Präsentation folgt mit der Auslosung der exklusiven Dauerkarten-Preise ein weiterer Höhepunkt. Aus den bis zum Veranstaltungstag eingegangenen verbindlichen Reservierungen dürfen sich die Anhänger über unbezahlbare Gewinne wie z.B. einen Platz auf dem Mannschaftsfoto, ein Abendessen mit einem Spieler oder einen Blick hinter die Kulissen an einem Heimspieltag freuen. Fakten zum Saisonauftakt im Überblick: Wann? Freitag, 10. August ab 19 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr) Wo? PUROBEACH (Leipziger Str. 15B, 01097 Dresden) Eintritt? kostenfrei Er gilt als der schönste Stadtstrand Dresdens und wird auch in diesem Jahr zur Location für die offizielle Saisoneröffnung der Dresdner Eislöwen: der PUROBEACH. Am…

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»Saftladen« feiert 60Jahre

Burg (Spreewald). BURG. Dieser Tage wurde in der Spreewaldgemeinde Burg ein Doppel-Jubiläum gefeiert. Sowohl die dort ansässige Spreewaldmosterei, als auch der Chef des Unternehmens konnten auf 60 erfolgreiche und ereignisreiche Jahre zurückblicken. Hans-Joachim Jank, der die Mosterei wenige Wochen vor der politischen Wende nach dem plötzlichen Tod seines Vaters Friedrich übernahm, hat die Firma stets modernisiert und das Angebot Jahr um Jahr erweitert. Inzwischen werden durchschnittlich 350 bis 400 Tonnen verschiedenster Obstsorten verarbeitet und in Most, Wein, Sekt und Liköre verarbeitet. Neben dem »Saftladen«, einem Verkaufsraum mit historischer Ausstellung gegenüber der Mosterei eröffneten Janks in diesem Jahr im Zentrum Burgs die »Genusswelt«, wo man besondere Spezialitäten erwerben kann. So zum Beispiel Spirituosen, Balsamika und Dips. Neben der sicher aufwendigen Arbeit als Leiter der Mosterei war »Hajo«, wie er generell gerufen wird, seit Jahrzehnten eine der wichtigsten Personen im Heimatverein der Spreewaldgemeinde, der SG Burg. Ob als Aktiver oder als Trainer, Co-Trainer oder Abteilungsleiter, stets war und ist er mit seinem außergewöhnlichem Engagement zum Wohle »seiner« Sportgemeinschaft zur Stelle. Verdientermaßen wurde er nun im Rahmen seines Geburtstagsfeier mit der Verdienstnadel des Fußball-Landesverbandes Brandenburg geehrt. Hintergrund: Die Spreewaldmosterei Jank besitzt unter anderem Kurzzeiterhitzungstanks, die innerhalb von neunzig Sekunden den Most pasteurisieren und so besonders vitaminschonend konservieren. Durch die qualitätsschonende, traditionelle Verarbeitung besitzen die aus Kern-, Stein- und Beerenobst hergestellten Produkte ihre wertvollen Inhaltsstoffe noch weitestgehend. BURG. Dieser Tage wurde in der Spreewaldgemeinde Burg ein Doppel-Jubiläum gefeiert. Sowohl die dort ansässige Spreewaldmosterei, als auch der Chef des Unternehmens konnten auf 60 erfolgreiche und ereignisreiche Jahre zurückblicken. Hans-Joachim…

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Azubis besuchten Forst

Forst. Im Rahmen des Azubiaustausches waren vom 8. bis 13. Juli zwei Auszubildende der Partnerstadt Wermelskirchen in der Stadtverwaltung Forst (Lausitz) zu Gast. FORST. Während ihres Besuchs haben sie Einblicke in die Ausbildungsabläufe der Forster Verwaltung erhalten und lernten verschiedene Bereiche kennen. Natürlich haben sie auch die Partnerstadt Forst (Lausitz) und die Region auf touristischem, historischem und kulinarischem Gebiet kennengelernt. Die Forster Auszubildenden, die die Gäste aus Wermelskirchen während ihres Aufenthaltes begleitet haben, organisierten ein umfangreiches Freizeitprogramm. So standen in den Nachmittags- und Abendstunden u.a. eine Besichtigung des Archivs verschwundener Orte in Horno, ein Besuch des Brandenburgischen Textilmuseums, eine Fahrt nach Dresden mit Stadtführung, ein Ausflug in die Partnergemeinde Brody mit Führung durch den Schlosspark sowie eine Tour in die Tagebauregion auf dem Programm. Probierten die Forster Auszubildenden noch vor drei Wochen rheinisch-bergische Pfannkuchen, so gab es nun Lausitzer Köstlichkeiten. Der Austausch von Auszubildenden für eine praktische Woche während ihrer Ausbildungszeit zwischen den Partnerstädten Wermelskirchen und Forst (Lausitz) findet in dieser Form bereits seit mehreren Jahren in beiden Partnerstädten statt. Im Rahmen der 20-jährigen Städtepartnerschaft wurde das Projekt Azubiaustausch im Jahr 2011 aktiviert.Im Rahmen des Azubiaustausches waren vom 8. bis 13. Juli zwei Auszubildende der Partnerstadt Wermelskirchen in der Stadtverwaltung Forst (Lausitz) zu Gast. FORST. Während ihres Besuchs haben sie Einblicke in die Ausbildungsabläufe der Forster…

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