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Halbzeitbilanz zur Vollsperrung B87

Lübben. Mit einem großen Dank an die Polizei hat die Lübbener Rathausspitze jetzt Halbzeitbilanz für die Vollsperrung der B87 am Houwald-Damm gezogen.

„Dank des engagierten Einsatzes der Polizisten bei der Verkehrsregelung und -kontrolle von der ersten Minute der Vollsperrung an konnte der Verkehr – mit einigen zeitlich überschaubaren Einschränkungen in den Hauptverkehrszeiten – flüssig gehalten werden“, sagte Bürgermeister Lars Kolan.

Zwar gab es, wie Bürger berichteten, in der Rush-Hour etwa am Donnerstagnachmittag Fahrtzeiten von bis zu 45 Minuten durch die Stadt, besonders, wenn das Halteverbot in der City missachtet wurde oder es zu Autopannen kam. Dennoch blieb ein dauerhaftes, massives Verkehrschaos aus. Es habe geringfügig mehr Anfragen per Telefon oder Mail gegeben, berichtet Victoria Handschick, Sachgebietsleiterin Ordnung und Sicherheit im Rathaus. Einige Hinweise gab es auch zu Ausschilderungen.

Einige Einwohner nutzen in diesen Tagen lieber das Fahrrad für innerstädtische Wege oder verlegen Fahrten in die Randzeiten, wie sie Rathaus-Mitarbeitern gegenüber berichteten. Entspannung brachte auch der Rechtsabbiege-Pfeil hinter dem Brückenplatz Richtung Marktplatz, der nur noch dem Linienverkehr das Linksabbiegen gestattet.

Darüber hinaus können die Straßenverkehrsteilnehmer aktiv mitwirken, den Verkehr flüssig zu halten, etwa indem sie beispielsweise vor dem Brückenplatz vom Marktplatz kommend das Reißverschlussverfahren anwenden. Die Stadtverwaltung appelliert hier an den Sachverstand eines jeden Fahrzeugführers und verweist auf §1 der Straßenverkehrsordnung, der gegenseitige Rücksichtnahme vorschreibt. Darüber hinaus sind Pkw-Fahrer in der Straße Hinter der Mauer dazu aufgefordert, nicht die neu geschaffene Zufahrt (Rampe) zum Parkplatz vor der Schlossinsel am Houwald-Damm zuzuparken.

Auf dem Parkplatz am Schloss ist der Platzbedarf für die Baufirma höher als zunächst angenommen. Deshalb kommt es dort zu Einschränkungen für Reisebusse und Pkw. Der Bedarf ergibt sich aus dem Erfordernis, den Abraum von der Straße durch die Untere Abfallwirtschaftsbehörde vor Ort beproben zu lassen. Dies war so vor der Baustelleneinrichtung nicht absehbar.

Die Vollsperrung wird nach jetzigem Stand planmäßig am Wochenende aufgehoben. Derzeit wird nicht nur der Asphalt für die Baustraße aufgebracht, sondern es werden auch verschiedene Medien (Gas, Trinkwasser) durch einen unterirdischen Vortrieb unter dem Schlangengraben verlegt. Die Anrainer auf der nördlichen Seite der Straße bekommen neue Schmutzwasseranschlüsse.

(PM/Stadt Lübben)

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