Elisa Thaute

Lausitzer Sorben feiern "100 Jahre Domowina"

Cottbus. Positive Aussicht auf höhere Zuschüsse für 2013 verkündet

Im Jahr 1912 in Hoyerswerda, in der damaligen preußischen Oberlausitz gegründet, hat sich die Domowina mittlerweile in vier politischen Systemen behauptet, bzw. hat diese überdauert. Und anders als man vielleicht annehmen würde, konnte sich der Dachverband für die sorbische Minderheit gerade in der DDR über gute Bedingungen, fernab von finanziellen Sorgen freuen. Denn der Staat brauchte ein Aushängeschild für seine Anerkennung. Die sorbische Sprache und Kultur sowie das sorbische Nationalbewusstsein wurde gefördert. Nach der Wende ist die Domowina auf kommunaler, Länder - und Bundesebene bestrebt, dass die sorbenspezifischen Regelungen, die seit 1990 angepasst wurden, tatsächlich die sorbische Sprache und Kultur erhalten und fördern. Zum Festakt in der letzten Woche unterstrichen die  Ministerpräsidenten von Sachsen und Brandenburg in ihren Grußbotschaften ihre Unterstützung in dieser Thematik. Dabei spielte besonders die finanzielle Unterstützung eine wesentliche Rolle. "Wir werden alles tun, was in unseren Kräften steht, damit die Bundes - und Länderparlamente die angedachten finanziellen Unterstützungen bewilligen werden", betonten die Ministerpräsidenten. Schon ab 2013 soll es mehr Geld für die 60.000 Sorben geben. Sachsen wird für den Erhalt sorbischer Kultureinrichtungen 375.000 Euro mehr ausgeben, der Bund signalisierte, dass er zusätzlich 500.000 Euro für 2013 ausgeben werde. Damit würden die Sorben insgesamt mehr als 17,5 Millionen Euro an Zuschüssen erhalten. Foto: pm

 

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