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Kinderhospizdienst der Johanniter feiert zehnten Geburtstag

Auch Ministerin Golze lobt die ehrenamtliche Arbeit

Cottbus. Der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst „Pusteblume“ der Johanniter Südbrandenburg feierte am Donnerstag eine Geburtstagsfeier zum zehnjährigen Bestehen. Wie wichtig das Ansinnen auch heute noch ist, beweist ein neues Herzensprojekt, welches schon im kommenden Jahr in Burg eröffnet werden soll: Das Kinderhospiz „Pusteblume“.

Mitten im Kurort Burg, nahe des Kurparks, ist derzeit noch jede Menge Platz. Nicht mehr lange, denn schon im Herbst diesen Jahres sollen die Bauarbeiten für das Kinderhospiz mit integrierter Wohngemeinschaft beginnen. Das wird ein weiterer Meilenstein für den Kinder- und Jugendhospizdienst, den der Regionalverband Südbrandenburg der Johanniter vor zehn Jahren aus der Taufe hob.

Brandenburgs Gesundheitsministerin Diana Golze würdigte die wertvolle Arbeit für Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzender Erkrankung: „Die Vorstellung, dass ein Kind so schwer krank ist, dass es nur noch begrenzte Zeit zu leben hat, ist zutiefst bewegend. Das ist der Albtraum aller Eltern. Umso wichtiger ist es, diese letzte Zeit im Leben eines Menschen würdevoll und weitgehend ohne Schmerzen zu erleben. Das ermöglichen die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der ‚Pusteblume‘. Sie begleiten mit ganzem Herzen schwerkranke Kinder und ihre gesamte Familie.“ Das Gesundheitsministerium unterstützte die Herausgabe einer Jubiläumsbroschüre, die bei der Feier ausgeteilt wurde, mit rund 3.400 Euro aus Lottomitteln.

Derzeit werden 26 Familien von 24 ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen betreut. Laut Manja Bieder, der Koordinatorin des Hospizdienstes, wird auch in Zukunft jede Hand gebraucht. „Wir würden uns gerne auch Männer wünschen, die diese Aufgabe wahrnehmen möchten. Gerade für betroffene Väter oder Brüder ist es eine ganz andere Ebene, mit einem Mann die Trauer zu teilen. Ob nun beim Fußballspielen oder einfach mal schweigen… .“

Um die aktiven Begleiterinnen für ihr Engagement zu danken, wurden einige von ihnen im Rahmen der Jubiläumsfeier in den Räumen der Johanniter Tagespflege im Wohnpark Branitz mit den Leistungsabzeichen Silber und Bronze der Johanniter ausgezeichnet.

Was das neueste Herzensprojekt im Kurort Burg (Spreewald) angeht, ist Andreas Berger-Winkler, Regionalvorstand der Johanniter Südbrandenburg, zuversichtlich: „Wir haben bereits Ende 2017 die Baugenehmigung erhalten und nun laufen die vorbereitenden Maßnahmen. Wir wollen im Herbst mit dem Bau beginnen. Zu Weihnachten 2019 sollen die ersten Familien das Haus nutzen können.“

Informationen zum Projekt sowie dem Kinderhospizdienst finden Sie HIER

 

 

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