Jan Hornhauer

17.930 Haushalte haben Anspruch auf eine Sozialwohnung

Cottbus. Menschen mit schmalem Geldbeutel drohen mehr und mehr vom Wohnungsmarkt abgekoppelt zu werden. In Cottbus haben einer Umfrage des Pestel-Institutes derzeit tausende Bürger Anspruch auf eine Sozialwohnung.

Zu diesen Haushalten mit niedrigem Einkommen gehören Hartz-IV-Empfänger und Wohngeldbezieher. Ebenso Erwerbsunfähige und ältere Menschen, die von der staatlichen Grundsicherung leben. Pro tausend Einwohner würden somit 176 Sozialwohnungen benötigt. Cottbus habe damit beim sozialen Wohnraum einen sehr hohen Bedarf. Dieser liege sogar deutlich über dem Bundesdurchschnitt. "Aber längst nicht jeder, der einen Anspruch auf eine Sozialwohnung hat, hat auch die Chance, eine zu bekommen. In ganz Brandenburg sieht es hier schlecht aus: Landesweit stehen nur für 63 Prozent der betroffenen Haushalte Sozialmietwohnungen zur Verfügung", sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut.

In den vergangenen Jahren seien in Brandenburg viele Sozialwohnungen vom Markt verschwunden. Hier klaffe eine enorme Lücke. "Dies trifft insbesondere Geringverdiener, Alleinerziehende und Rentner. Für Haushalte mit geringem Budget bezahlbare Wohnungen zu schaffen, ist eine der drängendsten sozialen Herausforderungen", so Günther. Das Pestel-Institut hat die Studie zum "Bedarf an Sozialwohnungen in Deutschland" im Auftrag der Wohnungsbau-Initiative gemacht. Dazu haben sich neben der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (BDB), die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) und der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) zusammengeschlossen.  Gemeinsam fordern sie einen "Masterplan für den sozialen Wohnungsbau" in Deutschland. Hier seien alle in der Pflicht: Bund, Land und Kommunen. Um dem Abwärtstrend bei den Sozialwohnungen entgegenzuwirken, setzt die Wohnungsbau-Initiative auf vier Maßnahmen: Neben dem Neubau von Sozialwohnungen komme auch der Ankauf von Belegungsrechten ? und damit die Schaffung von "Sozialwohnungen auf Zeit" ? in Frage. Ebenso könne zusätzliches Bauland für den Mietwohnungsbau ausgewiesen werden. "Darüber hinaus kann die öffentliche Hand die Modernisierung von bestehendem Wohnraum fördern und dabei die Mieten deckeln", sagt Matthias Günther. Im Fokus müsse hier die energetische und altersgerechte Sanierung stehen.  An die heimischen Bundestagsabgeordneten appelliert die Wohnungsbau-Initiative, sich in Berlin schon bei den laufenden Haushaltsberatungen für das kommende Jahr für eine deutliche Aufstockung der Gelder für den sozialen Wohnungsbau stark zu machen. In einem Schreiben an die Parlamentarier aller Fraktionen nennt die Initiative den schrumpfenden Bestand von Sozialwohnungen ein "wachsendes Problem". Der Staat sei jetzt gefordert, den sozialen Wohnungsbau anzuschieben.

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Eislöwen neuer DEL2-Spitzenreiter

Dresden. Die Dresdner Eislöwen haben die Tabellenführung in der DEL2 übernommen. Weil die Ravensburg Towerstars nicht spielen konnten und die Eislöwen ihr Heimspiel gegen Selb mit 6:0 gewinnen konnten, sind die Dresdner neuer Spitzenreiter. Das gelang zuletzt zum Saisonauftakt 2013 nach einem 4:1-Sieg in Weißwasser. Mann des Abends war Philipp Kuhnekath mit einem Hattrick. Kristian Hufsky durfte das Dresdner Tor hüten. Die Wölfe waren mit lediglich elf Feldspielern angereist. Die Devise war damit klar, den Gast müde zu spielen. So wurde den 1.000 Fans in der JOYNEXT Arena Einbahnstraßen-Eishockey geboten, was die Schussstatistik in den ersten 20 Minuten von 20:2 deutlich machte. Treffen konnten die Dresdner aber nur einmal. In Überzahl erzielte Simon Karlsson (12. Minute) das 1:0. Im zweiten Durchgang waren die Eislöwen weiter spielbestimmend und deutlich zielstrebiger und effektiver vor dem Tor von Michael Bitzer. Jordan Knackstedt erzielte das 2:0 (27.) und Philipp Kuhnekath legte mit dem 3:0 in der 28. Minute nach. Nur 53 Sekunden später war die Dresdner Nummer 19 erneut zur Stelle und erhöhte in Überzahl auf 4:0. Arturs Kruminsch markierte im zweiten Drittel in der 36. Minute noch das 5:0. Im Schlussabschnitt ließen es die Eislöwen etwas ruhiger angehen. Mit der deutlichen Führung im Rücken ließen sie nichts anbrennen und Kristian Hufsky durfte sich noch ein paar Mal im Tor der Dresdner auszeichnen. Ein Treffer sollte aber noch fallen und den erzielte erneut Kuhnekath. Für ihn Treffer Nummer drei im Spiel, was Janick Schwendener nutzte, um seine Mütze zu Ehren auf das Eis zu werfen. Andreas Brockmann, Cheftrainer Dresdner Eislöwen: „Riesen-Respekt an Selb, dass sie mit diesem engen Kader überhaupt angetreten sind. Wir haben sehr diszipliniert angefangen und druckvoll gespielt. Bitzer hat gut gehalten und im zweiten Drittel haben wir dann auch unsere Tore geschossen. Da war das 2:0 wichtig. Solche Spiele sehen von außen einfach aus, aber von der Motivation und Disziplin ist es das nicht. Wir haben das aber gut gemacht heute.“ Am Dienstag, 18. Januar, 19.30 Uhr, geht es für die Eislöwen mit dem Auswärtsspiel in Frankfurt weiter. (pm/Dresdner Eislöwen) Aufgrund technischer Probleme können gegenwärtig leider keine Fotos angezeigt werden. Wir bitten um Verständnis.Die Dresdner Eislöwen haben die Tabellenführung in der DEL2 übernommen. Weil die Ravensburg Towerstars nicht spielen konnten und die Eislöwen ihr Heimspiel gegen Selb mit…

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