Dany Dawid/asl

Schulstart mit Fragezeichen

Südbrandenburg. Am Montag beginnt in Brandenburg nun wieder ein neues Schuljahr. Dazu bereiten sich aktuell die Schulen auf einen Präsenzunterricht unter Corona-Bedingungen vor. Doch die Pandemie stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen.

Deutschlandweit soll überall der Unterricht nach den Ferien im Regelbetrieb und so normal wie möglich stattfinden. Das bereitet dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) allerdings große Sorge. Dieser hält den Regelbetrieb an den Schulen nämlich für unrealistisch und sagt, die Politik hätte Illusionen geweckt und etwas für realisierbar dargestellt, was sich so nicht umsetzten lasse.

Fakt ist, es wird ein Unterrichtsjahr mit erschwerten Arbeitsbedingungen für Lehrer und Schüler und es wird kein Unterricht wie vor Corona möglich sein. In den Klassenräumen wurden zwar die Abstandsregeln aufgehoben, hier sollen andere Maßnahmen greifen, wie beispielsweise eine gute Belüftung oder die Maskenpflicht in Unterrichtsräumen.

Derzeit gibt es aber auch hier noch kein einheitliches Konzept und jedes Bundesland kocht da sein eigenes Süppchen. In Brandenburg gilt bisher keine Maskenpflicht im Klassenraum,aber in den Pausen. (Stand: 4. August). Zudem wird der Lehrermangel durch die Corona-Pandemie noch verstärkt, denn Lehrer, die zur Risikogruppe gehören, werden zusätzlich fehlen und könnten, wenn überhaupt, nur online bzw. digital unterrichten. Schulungen dahingehend haben in den Ferien nicht oder nur unzureichend stattgefunden. Und das ist ein großer Kritikpunkt des Bundeselternrates, der fordert, dass man sich schnellstens auf einen gemischten Schulbetrieb, mit Präsenz- und Onlineunterricht, einstellen und auch vorbereiten müsse. Gefordert wird auch, dass Schulen an Maßnahmen arbeiten, Schüler, je nach Räumlichkeiten der Schule, zu trennen.

Feste Lerngruppen sollen dann verhindern, bei einer Infektion die ganze Schule schließen zu müssen, sondern nur einzelne Klassen zu isolieren. Nur noch wenige Tage bis zum Schulstart. Und viele Eltern bemängeln die noch immer fehlende Information und Kommunikation seitens der Schulen, wie denn der Regelbetrieb in ihren jeweiligen Schulen nun gehandhabt werden soll.

Konkret wird Bildungsministerin Britta Ernst aber erst am 6. August in einer Konferenz über den geplanten Regelbetrieb an Brandenburger Schulen, über die Einstellung neuer Lehrkräfte, das Lernen mit digitalen Medien, sowie über die inhaltlichen Schwerpunkte im neuen Schuljahr berichten.

Das sind die Hygiene-Fakten in Schulen

  • Der Mindestabstand zwischen Schülerinnen und Schülern entfällt zum Beginn des neuen Schuljahres.
  • Eine Maskenpflicht in den Klassenräumen gilt bisher nicht.
  • Es gilt ein Ausleih- und Tauschverbot von Gegenständen mit anderen Personen.
  • Beschäftigte in Schulen und Kitas können sich innerhalb von drei Monaten bis zu sechs Mal auf Corona testen lassen. Im Rahmen einer Stichprobe sollen bis zu ein Prozent der Kita-Kinder sowie der Schülerinnen und Schüler einmal getestet werden. Das Angebot ist freiweillig.

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