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Rückblick und Ausblick

Südbrandenburg. Am 29. September 2018 wurde Jens Kaden von den Delegierten des 8. Ordentlichen Verbandstages zum neuen Präsidenten des FLB gewählt. Drei Monate nach der Wahl äußert sich Jens Kaden dazu, wie weit seine Vorstellung vom Präsidentenamt und die Realität übereinstimmen und beantwortet unter anderem Fragen zur Regionalliga-Reform.

Er weiß um die Sorgen und Nöte der Vereine in Brandenburg, fordert aber gleichzeitig ein Umdenken ein, in dem er die Bereitschaft zur Mitwirkung fordert

Herr Kaden, seit drei Monaten sind Sie Präsident des Fußball-Landesverbandes Brandenburg. Geben Sie uns doch bitte einen kleinen Einblick, wie Sie in das Amt gefunden haben.

Unser jetziger Ehrenpräsident Siegfried Kirschen hatte mir vorab ja schon Einblicke in die künftige Arbeit gewährt und mich auch auf den damit verbundenen hohen Zeitaufwand vorbereitet. Ich musste jedoch schnell feststellen, dass alle meine Vorstellungen dazu noch übertroffen worden sind. Alle mit dem Amt einhergehenden Aufgaben und Verpflichtungen sowie die aktuellen Erfordernisse sorgen dafür, dass ich seit dem 29. September eine sehr zeitintensive Arbeit in diesem Amt erlebt habe.

Sie waren lange Jahre Vorsitzender des Verbandsgerichts. Wie lässt sich nun das neue Ehrenamt als Präsident mit Ihrem Beruf in Einklang bringen?

Es war mir von vornherein sehr wichtig, die Zustimmung und Unterstützung meines Dienstherrn für dieses Ehrenamt zu haben. Mit meiner Flexibilität in der eigenen Dienstgestaltung kann ich die Aufgaben in unserem Verbandsbereich und für die Geschäftsstelle gut schultern. Trotzdem ich für die Bewältigung meiner Verpflichtungen auch Dienstbefreiung/Sonderurlaub in Anspruch nehmen darf, so reichen diese Tage dennoch allein nicht aus, um die vielen offiziellen DFB-Termine wahrzunehmen… Dies war mir aber vorher auch bewusst, Siegfried Kirschen hatte in seiner berufstätigen Zeit selbst auch auf Urlaubstage zurückgreifen müssen.

DFB-Termine sind ein gutes Stichwort: Nach 28 Jahren hat der Fußball-Landesverband einen neuen Präsidenten in die DFB-Zentrale nach Frankfurt/Main entsendet. Wie sind Sie von Ihren Amtskollegen aufgenommen worden?

Ich bin sehr freundlich und auch erwartungsfroh von allen Präsidenten sowie den Verantwortlichen und Mitarbeitern des DFB empfangen worden. Zudem habe ich bereits auch viele interessante und engagierte Menschen kenngelernt und viel Zuspruch erfahren. Der ersten gemeinsamen Sitzung in Frankfurt am Main ging auch ein langes, interessantes und wohltuendes Gespräch mit dem DFB-Präsidenten voraus. Bei den zwischenzeitlich stattgefundenen mannigfaltigen Veranstaltungen und Sitzungen habe ich die ersten Kontakte auch ausbauen können. Ich fühle mich im Kreis der Funktionäre dieser Verbandsebene wohl und bestens aufgenommen.

Und Sie sind auch schnell mit den wichtigen Herausforderungen konfrontiert worden: Die Regionalliga- Reform stand auf der Tagesordnung der Präsidiumssitzung Anfang Dezember in Hamburg.

Ja, und gerade die Aktualität, der Zeitaufwand und die Probleme dieser Reform fordern mich gleich zu Beginn meiner Amtszeit. Die Reform der Regionalliga und die damit einhergehende neue Regelung des Aufstieges zur 3. Liga wird uns noch einige Zeit begleiten und war ein langer Diskussionspunkt auf der Tagung in Hamburg. Der Ball liegt nun bei uns, bei den Präsidenten der Landesverbände des NOFV, des NFV und von Bayern. Eine hierzu eigens ins Leben gerufene Arbeitsgruppe des DFB konnte nach langer und intensiver Arbeit eine gerechte und einvernehmliche Lösung leider nicht ganz präsentieren. Obwohl hier insgesamt 14 Strukturmodelle erstellt und durchdiskutiert worden sind, ist lediglich ein Teilkonsens erzielt worden. Fußball-Deutschland ist zweigeteilt worden, aus deren Bereichen ergeben sich jeweils zwei Aufsteiger (somit insgesamt vier) für die 3. Liga. Wir, die Präsidenten der betreffenden Landesverbände, haben nunmehr die Aufgabe, für den uns obliegenden Bereich eine Aufstiegslösung zu erarbeiten, oder aber auch die Gründe für eine weitere Nichtlösung darzulegen. Als eine weitere Aufgabe steht für mich an, zeitnah diese Problematik auch mit unseren Dritt- und Regionalligisten zu besprechen. Hierbei dürfen wir eines nicht vergessen: Die Regionalliga ist eine Amateurspielklasse, die damit einhergehenden finanziellen Nöte der Vereine sind bei einer Neugliederung nicht von der Hand zu weisen.

Mit den Nöten der Vereine sind Sie sicherlich in den zurückliegenden Wochen konfrontiert worden...

Ja, bei den Kreis- und in den Vereinsdialogen habe ich auch schon viele Nöte der Vereine kennen gelernt, dazu zählen auch die weiterhin bestehenden Schwierigkeiten, Gleichgesinnte für die vielfältigen ehrenamtlichen Funktionen zu gewinnen. Dieses ist jedoch ein grundsätzliches und auch gesamtdeutsches Problem, wir sind hierbei gegenüber den anderen Landes- und Sportverbänden auch nicht bessergestellt. Selbst der Sportart Nummer 1 gelingt es nur schwer, Funktionäre für die Vereins-, Kreis- oder Verbandsarbeit zu finden. Dieses waren auch jedoch nicht die ersten Signale, denn bereits auf den Kreistagen waren sie deutlich zu hören und zu erkennen. Dabei geht es aber nicht allein darum, neue Anreize zu schaffen, für eine veränderte Entschädigung oder eine andere gesellschaftspolitische Würdigung zu sorgen. Es darf auch nicht nur allein die Frage gestellt werden „Was können wir fordern?", sondern hier gilt es auch sich selbst zu fragen „Was kann ich dazu beitragen?". Die Bereitschaft, für den Fußball seine Freizeit und Kraft zu investieren, darf nicht dadurch geschmälert werden, dass wir uns das Leben um unseren geliebten Fußball durch gewisse Egoismen, Ignoranz von Regeln und falsches Demokratieverständnis selbst erschweren. Hinsichtlich der beschlossenen Erhöhung von Strafen haben es die Vereine selbst in der Hand, dass dieser Kelch an ihnen vorbeigeht. Es wäre auch falsch, anzunehmen, dass mit dieser Erhöhung zugleich auch eine härtere Sanktionierung erfolgt. Eine Ausreizung des Strafmaßes ist damit weder gefordert, noch vorgegeben, denn die Sportgerichtsbarkeit ist unabhängig in ihren Entscheidungen. Mit diesen Veränderungen wird es hauptsächlich den Gerichten auch nur ermöglicht, ihren Ermessensspielraum in Wiederholungsfällen und bei bestimmten Delikten auch besser zu nutzen, ohne gleich eine nächsthöhere Strafart anwenden zu müssen. Hierbei flossen zudem auch die Erfahrungen aus den Vorfällen des letzten Endspiels unseres Landespokals mit ein. Was die Veränderungen des Schiedsrichtersolls betrifft, so sind wir im Vorstand derzeit noch dabei zu klären, wann und in welcher Form die zeitliche Umsetzung erfolgt. Fest steht, auch diese Veränderungen waren notwendig und sind beschlossen.

Sterben die Fußballverrückten aus?

Hoffentlich nicht! Sagen wir es lieber so: Durch den Mangel an Bereitwilligen haben wir es derzeit auch mit einem erhöhten Altersdurchschnitt vieler Funktionäre in den verschiedensten Ebenen der Vereine und des Verbandes zu tun. Oft lasten sie sich weiterhin dieselbe Arbeit zu oder auch zusätzliche Aufgaben auf, weil es an der unterstützenden Mitarbeit anderer fehlt. Hier sind deshalb auch immer wieder neue Ideen, Initiativen und vor allem Überzeugungsarbeit gefragt. Fest steht: Die zeitliche Belastung hat zugenommen, die hierbei zu leistende Arbeit ist vielfältiger und komplexer geworden. Dieser Aufgabe müssen wir uns auch widmen, um auch hier die gewünschten und notwendigen Veränderungen zu begleiten und Verbesserungen zu erreichen. Dies wird uns bestimmt nicht gleich heute und morgen gelingen, es ist ein Prozess der Zeit und der ebenso ein gesellschaftliches Umdenken benötigt.

Für reichlich Diskussionsbedarf sorgte aber auch die Gebührenerhöhung auf dem 8. Ordentlichen Verbandstag des FLB.

Es ist mir zunächst wichtig auch zu vermitteln, dass wir alle ein gemeinsames Ziel haben: den Fußball in unserem Landesverband weiter zu erhalten und zu gestalten. Ja, wir bekommen wie jeder andere Landesverband auch weiterhin Zuschüsse vom DFB und LSB, sind auf diese aber auch angewiesen. Diese Unterstützung, wie auch die der Sponsoren und Partner, reicht allein nicht aus, um all unsere Verpflichtungen und Aufgaben auch bewältigen zu können. Hierbei darf zunächst auch nicht vergessen werden, dass wir als Landesverband weder einen Bundesligisten, noch einen Zweitligisten und mit Energie Cottbus nur einen Drittligisten haben. Verbandsgehörige Einnahmen aus diesen Ligen können nicht beziehungsweise nur eingeschränkt generiert werden. Da sind andere Landesverbände auch besser aufgestellt, trotzdem haben diese Verbände in der Vergangenheit die Beteiligung ihrer Vereine partiell angepasst. Dies haben wir bislang nicht getan. Vielmehr haben wir immer wieder dazu Rücklagen genutzt, der Verband hat somit die gestiegenen Kosten und Ausgaben ohne Mitbeteiligung der Vereine gestemmt. Diesem bisherigen Umstand mussten wir nun auch Rechnung tragen. Daran sollte bei jeglicher Argumentation auch gedacht werden, denn dieser notwendigen Erhöhung ging eine jahrelange finanzielle Entlastung oder Befreiung der Vereine voraus. Alle Verpflichtungen zur Organisation unseres Verbandes und seiner Kreise, wie auch zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes sollen beziehungsweise müssen erfüllt werden. Ein gewisses Verhältnis von Geben und Nehmen hilft uns, diesem gerecht zu werden. Hierbei darf auch nicht unberücksichtigt bleiben, dass wir als Verband den Vereinen dafür an anderen Stellen auch wieder etwas zurückgeben. Auf den damit auch einhergehenden Wegfall einzelner bisheriger Ausgaben und Abgaben, wie auch auf Entlastungen in gewissen Bearbeitungsebenen sowie auf einen verbesserten Service, welchen wir als Verband dann gewährleisten, möchte ich hinweisen.

Nun sieht es im Bereich des Spielbetriebs der Frauen- und Mädchen nicht besonders rosig aus…

Dies ist ein Problem, welches auch die anderen Landesverbände haben. Es gibt leider keine Kontinuität im Spielbetrieb, die Fluktuation ist groß. Hier gibt es zwar hin und wieder neue Vereine, die sich aufstellen und organisieren, dann aber meistens auch nur temporär engagieren. Wir haben uns im Vorstand bewusst für das Weiterbestehen eines eigenständigen Ausschusses entschieden und nicht für eine Angliederung an den Spiel- beziehungsweise Jugendausschuss. Wir sind auch hier der gesellschaftlichen und demografischen Entwicklung unterlegen, haben die Hoffnung, dass das Team um die neue Vorsitzende Vicky Hansche nach neuen praktikablen Ideen sucht und es schafft, den Spielbetrieb für unsere Mädchen und Frauen zu stabilisieren. Der Unterstützung des Verbandes und seiner Funktionäre kann sie sich dabei sicher sein, ich möchte hier aber gleichzeitig um weiteren Zuspruch aller anderen Interessierten werben.

Siegfried Kirschen hat in den zurückliegenden Jahren oft das schlechte Abschneiden der Landesauswahlmannschaften im bundesdeutschen Vergleich kritisiert. Die Platzierungen bei den Sichtungsturnieren in Duisburg haben sich auch 2018 nicht unbedingt verbessert. Jedoch erhielten viele ehemalige Sportschüler Einladungen vom DFB zu Lehrgängen der U-Nationalmannschaften.

Ja, diese Einladungen sind positiv zu sehen. Zu den aktuellen Details konnte ich mich noch nicht mit unserem Cheftrainer Martin Eismann ausführlich unterhalten. Das wird in naher Zukunft auch passieren und dies auch aus einem anderen Interesse: Als ehemaliger hauptamtlicher Trainer im Nachwuchsleistungssport ist es für mich auch eine Art Erfahrungsaustausch. Aus meiner Sicht ist unser derzeitiges Sichtungs- und Ausbildungskonzept auch nicht zu beanstanden. Das Primat muss natürlich immer die Talententwicklung haben, gleichwohl es auch wichtig ist, gute Platzierungen bei den Sichtungsturnieren des DFB und des NOFV zu erreichen. Hier bedingt vieles einander, denn nur eine mit vielen – auch starken – Talenten besetzte Mannschaft wird auch den entsprechenden mannschaftlichen Erfolg haben. Hier bin ich auf erste detaillierte Ergebnisse und deren Analysen gespannt, es gilt aber auch Geduld und Verständnis aufzubringen, damit die veränderten Mechanismen auch greifen können. Ich denke da an die Stellschrauben, welche hierzu unser Cheftrainer neu gesetzt hat. Wir werden weiterhin unseren Talenten den Weg durch eine bestmögliche Ausbildung ebnen und ihr Ziel begleiten. Das wir in unserem Landesverband mit dem FC Energie Cottbus nur eine Mannschaft im bezahlten Fußball haben, das ist ein wahrlich auch ein Problem. Wir müssen uns leider damit auch weiterhin arrangieren, dass einige unserer Toptalente sich im Verlauf ihrer Entwicklung anderen Profivereinen anschließen und deren Akademien oder Sportschulen besuchen. Mit dem Mangel an Vereinen unseres Verbandes in den höheren (Profi) Spielklassen liegen auch nur wenige Voraussetzungen vor, um die bei uns ausgebildeten Spieler hier zu halten. Die Abwanderung ist eine Folge davon und trägt auch nicht unbedingt dazu bei, die Spielstärke unserer höheren Mannschaften stetig zu verbessern und deren sportliche Entwicklung voranzutreiben. Es wäre hierbei nicht verfehlt, den FLB auch als Ausbildungsverband zu beschreiben. Wir werden dafür aber weiterhin Sorge tragen, die Ausbildung an unseren „Eliteschulen des Fußballs" stets mit neuen Erfahrungen und Erkenntnissen zu verbessern, die Verbundsysteme weiter zu verzahnen, unsere Auswahlmannschaften besser zu umsorgen und vor allem die Schulung- und Ausbildung von allen Trainern zu intensivieren. Dies schließt natürlich auch die Bereitschaft derjenigen mit ein, welche auch in den entlegensten Gegenden und kleinsten Vereinen den Jüngsten das Fußball-ABC beibringen. Auch wäre es hier überlegenswert, eine Informationskette zum Verband beziehungsweise den Stützpunkten schon frühstmöglich aufzubauen, sobald sich besondere Fähigkeiten erkennen lassen. Gemeinsam ist dann die weitere Entwicklung zu besprechen und zu begleiten.

Der FC Energie Cottbus hat im vergangenen Sommer den Wiederaufstieg in die 3. Liga realisiert. Wie sehen Sie die Zukunftschancen für den Verein, der einst eine ganze Region bekannt machte?

Zunächst wünsche ich dem Verein einen weiteren guten Saisonverlauf, welcher zu mindestens auch den Klassenerhalt beinhaltet. Nötig sind dazu Ruhe, Vertrauen sowie Kontinuität in allen Ebenen und Bereichen des Vereins. Jedem dürfte nach dem Aufstieg bewusst gewesen sein, dass es ein schweres Jahr werden wird. Die Mannschaft ist gut in der Liga dabei und hat im Saisonverlauf, zuletzt nach dem erfolgreichen Spiel in Rostock, sich auch wieder etwas Luft nach hinten verschafft. Bis auf ganz wenige Ausnahmen liegt alles dicht beieinander, trennen die Mannschaften spielerisch und tabellarisch nur Nuancen. Die dritte Liga hat nicht nur an Attraktivität und Spielstärke gewonnen, sondern wird finanziell auch eine immer größere Herausforderung. Es wäre von vornherein auch falsch, sich zu Zukunftschancen und gern gehörten Wünschen zu äußern, ohne diese Fakten und die wirtschaftlichen Voraussetzungen berücksichtigt zu haben. Dies betrifft nicht nur Energie Cottbus bei uns, sondern trifft – mit Ausnahme von RB Leipzig – auf alle ostdeutschen Profivereine zu. Ich wünsche Energie Cottbus, dass der Verein maßvoll mit den vorhandenen Ressourcen umgeht, sportlich seine gesteckten Ziele erreicht und sich zukünftig fest im deutschen Profifußball – egal in welcher Liga – mit wirtschaftlicher Konstanz und größerer Unterstützung etabliert.

Wie geht es 2019 weiter im Fußball-Landesverbandes Brandenburg?

Ich kann zunächst auch nur fortführen, was unser ehemaliger Präsident, Siegfried Kirschen, auf den Weg gebracht hat. Wir haben jetzt die ersten Kreistage nach der Strukturreform gehabt und somit auch die ersten Ergebnisse und Erfahrungen vorliegen. Der Tenor war durchweg deutlich und klar: Es war richtig, zeitgemäß und ist uns gut gelungen! Unabhängig vom Motto unseres Verbandstages „Bewegte Zeiten – Zukunft bewegen" gilt es, das neu Geschaffene und Bewährte zu erhalten, aber auch weiterhin Neues zu wagen. Hier denke ich zunächst auch an die in Planung stehenden strukturellen Veränderungen in der Geschäftsstelle. Zu unseren bisherigen eigenen Ideen und Vorstellungen werden wir auch von einem, durch die UEFA finanziertem, Pilotprojekt profitieren können. Unser Verband ist einer von drei Landesverbänden des DFB, welcher an einer wissenschaftlichen Untersuchung teilnehmen wird. Diese erfolgt in allen europäischen Nationalverbänden. Die Ergebnisse der Analysen von Aufbau, Struktur, Organisation, Wirtschaftlichkeit u.v.m. können dann vom Verband auch genutzt und umgesetzt werden. Der Mitarbeiterstamm in der Geschäftsstelle erhöht sich, die neue und vom DFB bezahlte Social-Media Stelle wird in Kürze auch besetzt sein. Damit können wir unsere Außendarstellung sowie den Service auf modernem und digitalen Wege neu organisieren und werden hoffentlich verstärkt auch von jüngeren Menschen wahrgenommen. Auch mit der Besonderheit als Flächenland wollen wir uns als ein in seiner Struktur gut geführter und organisierter Verband weiterentwickeln. Hier muss es uns fortan gelingen, den Spielbetrieb auf der Fläche so zu gestalten, dass der Bestand der Mannschaften sich nicht weiter reduziert. Dazu sind viele Facetten des Umgangs und der Organisation nötig, man muss „miteinander können und wollen", um miteinander ins Gespräch zu kommen und zu bleiben. Als große Ereignisse bundesweit stehen 2019 der Amateurkongress und der DFB-Bundestag an, deren Beschlüsse und Veränderungen auch unseren Verband berühren werden. Es gilt zudem, den Masterplan in seiner Vollständigkeit weiter zu erfüllen, die Vereins- und Kreisdialoge kontinuierlich fortzuführen sowie auf ungeplante Erfordernisse zeitnah zu reagieren. Da weiß ich mit dem Präsidium, dem Vorstand und den Ausschüssen ein Team um mich, welches Erfahrung und Fachkompetenz hat sowie eine hervorragende Sacharbeit leistet. Ich selbst werde meinem Anspruch gerecht werden und Ausschuss- beziehungsweise Kreisvorstandssitzungen besuchen, um im Interesse unseres Fußballs das nötige Wissen zu erweitern und im Sinne der dort erfahrenen Probleme und Wünsche auch handeln zu können. An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmals für den Vertrauensvorschuss, mit dem ich das Amt gewählt wurde, sowie den bisherigen Zuspruch bedanken. Ich wünsche uns eine wertschätzende und vertrauensvolle Zusammenarbeit und sehe einer aufgabenreichen Zeit entgegen, welche ich mit Euch allen gestalten und erfüllen möchte!

Interview: Silke Wentingmann-Kovarik

 

 

 

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