Kann man den Abschied feiern?

Servicetexte. Ein Menü zu Ehren des Toten, ein Konzert oder eine Lesung zur Erinnerung – das wirkt nach

Immer mehr Menschen wünschen sich bereits zu Lebzeiten, dass sie ihre Verwandten und Freunde nicht nur in stiller Trauer hinterlassen. Vielmehr gibt es Feiern, die das unverwechselbare und liebenswerte Wesen des Verstorbenen noch einmal zum Ausdruck bringen.
Die Beileidsbekundungen am Grab sind getan, die Trauergemeinde verstreut sich und jeder geht seiner Wege? Nicht immer ist es das, was Angehörige wollen oder was im Sinne des Verstorbenen wäre. In vielen Regionen ist es Tradition, dass sich der engere Kreis aus Verwandten, Freunden, Nachbarn oder Kollegen noch zu Kaffee und Kuchen trifft. Viele Bestattungsunternehmen kümmern sich darum, für einen solchen „Leichenschmaus“ das passende Café oder Gasthaus zu buchen.

Individualität über den Tod hinaus

Doch viele wünschen sich einen sehr persönlichen Rahmen, der an die Vorlieben des Verstorbenen erinnert und doch die Hinterbliebenen tröstet. Sie möchten ein Zeichen, dass der Tote auf andere Weise spürbar bleibt: mit der Musik, der Literatur oder den Leckereien, die er liebte und mit den Trauernden gemeinsam genoss, als er noch lebte. Darum können Nachmittage oder Abende in Gedenken an den Toten so einzigartig und unverwechselbar sein wie die Menschen, an die sie erinnern.

Eine Frage von Stil und Fingerspitzengefühl

Gemeinsam mit erfahrenen Gastronomen oder Caterern ist es möglich, solche Feiern zu gestalten – auch an ungewöhnlichen Orten. Jedes Detail muss die Balance zwischen Abschied und Neubeginn schaffen: die Tischdekoration, die Speisenfolge, die Auswahl der Musik. Besonders eindrucksvoll wird es, wenn ein Musiker live interpretiert, was der Verstorbene am liebsten hörte… wenn ein Gedicht oder Prosastück rezitiert wird, das dem Toten besonders viel bedeutete. Nicht immer muss die Darbietung von tiefer Trauer geprägt sein. Was zählt, ist die authentische Bindung zum Verstorbenen.

 

 

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Schulsporthallen bleiben geschlossen

Senftenberg. Die Stadt Senftenberg musste sich entscheiden, die Schulsporthallen und schulischen Außensportanlagen vor Beginn der Schulferien am 24. Juni nicht wieder für die Vereinsnutzung zu öffnen. Darüber informierten Bürgermeister Andreas Fredrich und Amtsleiter Falk Peschel am Mittwoch im Ausschuss Soziales Bildung, Kultur und Sport. Hintergrund dieser Entscheidung ist der Umstand, dass für die Nutzung der insgesamt sechs Schulsporthallen durch die Stadt Reinigungs- und Hygienekonzepte festgeschrieben werden müssten, für deren Umsetzung die Stadt in der Verantwortung steht. Vor jedem Nutzerwechsel müssten demzufolge die Hallen gereinigt werden, unabhängig davon, wie lange dort Sport getrieben wurde, also auch nach einer Nutzung von beispielsweise nur einer Stunde. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt wären in der Pflicht dies zu überwachen. Aufgrund der Nutzungszeiten bis zum Teil 22 Uhr kann dies nicht gewährleistet werden. Zudem wäre ohnehin nur die Ausübung so genannter kontaktloser Sportarten zulässig, beispielsweise Tischtennis. Darüber hinaus würden die Schulsporthallen mit Beginn der Schulferien am 24. Juni ohnehin wieder geschlossen. Es handelt sich also lediglich um einen Zeitraum von dreieinhalb Wochen, in dem die Schulsportanlagen durch Dritte genutzt werden könnten. Laut einer neuen Fassung der Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie wäre die Nutzung durch Dritte beziehungsweise durch Vereine theoretisch wieder möglich. Die Stadt Senftenberg hofft vor diesem Hintergrund auf Verständnis in der Bevölkerung und insbesondere bei den betroffenen Vereinen. »Der Gesundheitsschutz hat stets höchste Priorität«, erklärt Bürgermeister Andreas Fredrich. Bei der Entscheidung gehe es zudem darum, die Verhältnismäßigkeit von Nutzen, Zeit und Aufwand zu berücksichtigen. Aufgrund der nicht in Anspruch genommenen Nutzungstage seit dem 17. März 2020 bis zum 24. Juni 2020 (Schuljahresende) werden die Nutzungsgebühren neu berechnet und gegebenenfalls bereits gezahlte Nutzungsgebühren zurückerstattet. Dies soll spätestens nach Schuljahresende erfolgen.Die Stadt Senftenberg musste sich entscheiden, die Schulsporthallen und schulischen Außensportanlagen vor Beginn der Schulferien am 24. Juni nicht wieder für die Vereinsnutzung zu öffnen. Darüber informierten Bürgermeister Andreas Fredrich und…

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