Kann man den Abschied feiern?

Servicetexte. Ein Menü zu Ehren des Toten, ein Konzert oder eine Lesung zur Erinnerung – das wirkt nach

Immer mehr Menschen wünschen sich bereits zu Lebzeiten, dass sie ihre Verwandten und Freunde nicht nur in stiller Trauer hinterlassen. Vielmehr gibt es Feiern, die das unverwechselbare und liebenswerte Wesen des Verstorbenen noch einmal zum Ausdruck bringen.
Die Beileidsbekundungen am Grab sind getan, die Trauergemeinde verstreut sich und jeder geht seiner Wege? Nicht immer ist es das, was Angehörige wollen oder was im Sinne des Verstorbenen wäre. In vielen Regionen ist es Tradition, dass sich der engere Kreis aus Verwandten, Freunden, Nachbarn oder Kollegen noch zu Kaffee und Kuchen trifft. Viele Bestattungsunternehmen kümmern sich darum, für einen solchen „Leichenschmaus“ das passende Café oder Gasthaus zu buchen.

Individualität über den Tod hinaus

Doch viele wünschen sich einen sehr persönlichen Rahmen, der an die Vorlieben des Verstorbenen erinnert und doch die Hinterbliebenen tröstet. Sie möchten ein Zeichen, dass der Tote auf andere Weise spürbar bleibt: mit der Musik, der Literatur oder den Leckereien, die er liebte und mit den Trauernden gemeinsam genoss, als er noch lebte. Darum können Nachmittage oder Abende in Gedenken an den Toten so einzigartig und unverwechselbar sein wie die Menschen, an die sie erinnern.

Eine Frage von Stil und Fingerspitzengefühl

Gemeinsam mit erfahrenen Gastronomen oder Caterern ist es möglich, solche Feiern zu gestalten – auch an ungewöhnlichen Orten. Jedes Detail muss die Balance zwischen Abschied und Neubeginn schaffen: die Tischdekoration, die Speisenfolge, die Auswahl der Musik. Besonders eindrucksvoll wird es, wenn ein Musiker live interpretiert, was der Verstorbene am liebsten hörte… wenn ein Gedicht oder Prosastück rezitiert wird, das dem Toten besonders viel bedeutete. Nicht immer muss die Darbietung von tiefer Trauer geprägt sein. Was zählt, ist die authentische Bindung zum Verstorbenen.

 

 

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Jenny Elbe beendet ihre Karriere

Dresden. Sie wollte noch einmal Olympia erreichen, hatte dafür bereits die Vorbereitung mit einem Trainingslager in Griechenland gestartet. Doch nach ihrer Rückkehr kam für Dreispringerin Jenny Elbe vom Dresdner SC die bittere Erkenntnis: Der Körper will nicht mehr. Mit 29 Jahren muss die mehrfache deutsche Meisterin und Olympiateilnehmerin von 2016 ihre Karriere aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig beenden. „Ich bin sehr traurig, diese Entscheidung treffen zu müssen. Somit ist der Traum von meinen zweiten Olympischen Spielen geplatzt. Es fällt mir unheimlich schwer, Abschied vom Leistungssport nehmen zu müssen. Aber die Gesundheit geht in diesem Fall vor! Ich bin sehr stolz und glücklich über alles, was ich erreicht habe und dankbar für all die Jahre, in denen ich gemeinsam mit meinem Vater und Trainer wunderschöne Erlebnisse und Erfahrungen in meinem Sport sammeln durfte. Dankbar bin ich vor allem meinem Verein DSC 1898, sowie meinen Sponsoren und Unterstützern, die an mich geglaubt haben und ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre“, sagte Jenny Elbe. Ihr Trainervater Jörg Elbe ergänzt: „Jennys schwerwiegendere Rückenverletzung hat sich nach einer dreimonatigen Rehaphase nicht entscheidend gebessert. Somit war für sie immer noch keine hundertprozentige Belastung im Training möglich, die für Weiten über 14 Meter benötigt wird. Auf ärztliches Anraten hin soll Jenny nicht springen und sich jetzt weiteren Therapiemaßnahmen unterziehen. Es ist ein herber Rückschlag, denn sie wollte nach Tokio und erst danach ihre lange Karriere beenden. Um das alles zu verarbeiten, hat sich Jenny erst einmal eine Auszeit genommen und wird erst ab dem 14. November wieder im Land sein.“ Bereits seit 2017 warfen Elbe wiederholt Verletzungen und Krankheiten zurück, so dass sie in den vergangenen zwei Jahren kaum Wettkämpfe bestritt. Zuletzt konnte sie sich hinter der deutschen Rekordhalterin Kristin Gierisch den Deutschen Vize-Hallenmeistertitel im Februar in Leipzig holen. Ihren letzten Wettkampf in Dresden bestritt Jenny Elbe am 18. Mai 2019, bei dem sie 13,92m erreichte. Danach musste sie verletzungsbedingt die Deutschen Titelkämpfe absagen und verpasste damit auch die WM in Doha. Seit 2012 gewann Elbe drei Deutsche Meistertitel sowie drei Hallenmeistertitel. Bei den Olympischen Spielen 2016 erreichte sie Rang 13. Bei der EM 2017 sprang Elbe auf Platz 6 und wurde 2014 Team-Europameisterin. Sie zählte in den vergangenen Jahren zu den erfolgreichsten Dresdner Sommersportlern. „Jenny hat seit ihrem ersten Deutschen Meistertitel in der U18 im Jahr 2006 sehr konstant gute und sehr gute Leistungen erbracht. Sie war ein Aushängeschild für den Verein und ein Vorbild für viele jüngere Athleten. Sie wird uns extrem fehlen. Wir wünschen ihr für ihre Zukunft nur das Beste“, sagte DSC-Abteilungsleiter Leichtathletik, Michael Gröscho.Sie wollte noch einmal Olympia erreichen, hatte dafür bereits die Vorbereitung mit einem Trainingslager in Griechenland gestartet. Doch nach ihrer Rückkehr kam für Dreispringerin

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