Böse Post nach Urlaubsspaß

Servicetexte. Nach den Ferien könnte so mancher Osterurlauber von einem Bußgeldbescheid aus dem Ausland überrascht werden.

Der Grund dafür ist auch, dass Verkehrsverstöße im Ausland zum Teil härter sanktioniert werden als in Deutschland, wenn es etwa um Falschparken oder Geschwindigkeitsübertretungen geht. Der ADAC nennt ein Beispiel: Hierzulande werden bei 20 km/h zu viel auf dem Tacho bis zu 35 Euro Verwarnungsgeld fällig, in Italien mindestens 170 Euro. Deswegen rät der Automobilclub dringend, Bußgeldbescheide aus dem Ausland nicht zu ignorieren, zu prüfen und gegebenenfalls zügig zu begleichen. Immerhin können seit 2010 Strafen aus fast allen EU- Staaten auch in Deutschland vollstreckt werden.
Zum Glück gibt es die Bagatellgrenze, das heißt, dass hierzulande in der Regel Strafen aus dem EU-Ausland erst ab einem Betrag von 70 Euro zur Vollstreckung gelangen. Für Österreich-Urlauber gilt die 25-Euro-Grenze. Allerdings gelten die Grenzen für das Bußgeld zuzüglich der anfallenden Verwaltungskosten, betonen die Verkehrsexperten, weshalb auch Strafen, die deutlich unter 70 Euro liegen, geahndet werden könnten, so der ADAC. Ausländische Behörden treiben aber nur Geldbeträge ein. Ist ein Fahrverbot fürs Ausland fällig, kann das auch nur im jeweiligen Land durchgesetzt werden. Verkehrsverstöße im Ausland wirken sich auch nicht auf das Flensburger Verkehrssündenregister aus.
Freiwilliges Zahlen kann sich lohnen, immerhin bleiben rechtskräftige Bußgeldbescheide aus dem Ausland weiterhin vollstreckbar, wie Juristen sagen. Und eine Verjährung kann Jahre dauern. Zudem gewähren viele Länder Rabatte bei zügiger Zahlung. Wer allerdings offenkundig fehlerhafte Bescheide erhält oder an ihnen zweifelt oder ein Missverständnis vorliegt, dem rät der ADAC dringend zu juristischem Beistand – Stichwort Einspruch.

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Jenny Elbe beendet ihre Karriere

Dresden. Sie wollte noch einmal Olympia erreichen, hatte dafür bereits die Vorbereitung mit einem Trainingslager in Griechenland gestartet. Doch nach ihrer Rückkehr kam für Dreispringerin Jenny Elbe vom Dresdner SC die bittere Erkenntnis: Der Körper will nicht mehr. Mit 29 Jahren muss die mehrfache deutsche Meisterin und Olympiateilnehmerin von 2016 ihre Karriere aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig beenden. „Ich bin sehr traurig, diese Entscheidung treffen zu müssen. Somit ist der Traum von meinen zweiten Olympischen Spielen geplatzt. Es fällt mir unheimlich schwer, Abschied vom Leistungssport nehmen zu müssen. Aber die Gesundheit geht in diesem Fall vor! Ich bin sehr stolz und glücklich über alles, was ich erreicht habe und dankbar für all die Jahre, in denen ich gemeinsam mit meinem Vater und Trainer wunderschöne Erlebnisse und Erfahrungen in meinem Sport sammeln durfte. Dankbar bin ich vor allem meinem Verein DSC 1898, sowie meinen Sponsoren und Unterstützern, die an mich geglaubt haben und ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre“, sagte Jenny Elbe. Ihr Trainervater Jörg Elbe ergänzt: „Jennys schwerwiegendere Rückenverletzung hat sich nach einer dreimonatigen Rehaphase nicht entscheidend gebessert. Somit war für sie immer noch keine hundertprozentige Belastung im Training möglich, die für Weiten über 14 Meter benötigt wird. Auf ärztliches Anraten hin soll Jenny nicht springen und sich jetzt weiteren Therapiemaßnahmen unterziehen. Es ist ein herber Rückschlag, denn sie wollte nach Tokio und erst danach ihre lange Karriere beenden. Um das alles zu verarbeiten, hat sich Jenny erst einmal eine Auszeit genommen und wird erst ab dem 14. November wieder im Land sein.“ Bereits seit 2017 warfen Elbe wiederholt Verletzungen und Krankheiten zurück, so dass sie in den vergangenen zwei Jahren kaum Wettkämpfe bestritt. Zuletzt konnte sie sich hinter der deutschen Rekordhalterin Kristin Gierisch den Deutschen Vize-Hallenmeistertitel im Februar in Leipzig holen. Ihren letzten Wettkampf in Dresden bestritt Jenny Elbe am 18. Mai 2019, bei dem sie 13,92m erreichte. Danach musste sie verletzungsbedingt die Deutschen Titelkämpfe absagen und verpasste damit auch die WM in Doha. Seit 2012 gewann Elbe drei Deutsche Meistertitel sowie drei Hallenmeistertitel. Bei den Olympischen Spielen 2016 erreichte sie Rang 13. Bei der EM 2017 sprang Elbe auf Platz 6 und wurde 2014 Team-Europameisterin. Sie zählte in den vergangenen Jahren zu den erfolgreichsten Dresdner Sommersportlern. „Jenny hat seit ihrem ersten Deutschen Meistertitel in der U18 im Jahr 2006 sehr konstant gute und sehr gute Leistungen erbracht. Sie war ein Aushängeschild für den Verein und ein Vorbild für viele jüngere Athleten. Sie wird uns extrem fehlen. Wir wünschen ihr für ihre Zukunft nur das Beste“, sagte DSC-Abteilungsleiter Leichtathletik, Michael Gröscho.Sie wollte noch einmal Olympia erreichen, hatte dafür bereits die Vorbereitung mit einem Trainingslager in Griechenland gestartet. Doch nach ihrer Rückkehr kam für Dreispringerin

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