Aufstiegskampf in Liga 3: Was muss passieren, damit Dynamo nicht die Energie ausgeht?

In der letzten Saison landete Dynamo Dresden auf dem 16. Platz der 2. Bundesliga. Anschließend verloren sie gegen den 1. FC Kaiserslautern in der Relegation – es ging also runter! Doch geschockt ist man nicht: Die Dresdner haben in den letzten Jahren ohnehin viel durchgemacht und sich trotzdem immer wieder neu erfunden. Jetzt steht also (mal wieder) eine Saison in der 3. Liga an und die Fans konnten es kaum erwarten, ihre Mannschaft wieder siegen zu sehen.

Manche Fans haben mit Sicherheit schon ihre Wetten auf einen schnellen Aufstieg ihrer Elf abgeschlossen. Bei den besten Sportwetten-Apps liegen die Quoten für einen Aufstieg bei etwa 2,25. Jetzt, nach gut einem Drittel der Saison, zeichnet sich allmählich ab, wo die Reise hingeht.

Dynamo konnte sich mit nur wenigen Punkten Abstand im oberen Mittelfeld einreichen, mit einer gewissen Konstanz und Durchschlagskraft sieht es mit dem großen Sprung gar nicht so schlecht aus. Fans, Spieler und Vereinsführung sind sich einig: In dieser Saison soll es direkt klappen! Was muss noch alles passieren, dass ihnen am Ende der Saison nicht die Energie ausgeht?

Ein Traditionsverein will zurück nach oben

Von Beginn an war Dynamo Dresden ein Verein mit langer Tradition. Der erste Verein wurde bereits am 12. April 1953 unter dem Namen Sportgemeinschaft Dynamo Dresden gegründet und verbrachte schon vier Spielzeiten im deutschen Oberhaus. Am meisten kickten die Dresdener aber in der 2. Bundesliga, ganze zehn Spielzeiten haben sie hier auf ihrem Konto, in der letzten Saison kam es leider zum Abstieg in Liga 3.

In der aktuellen Saison kämpft Dynamo Dresden also um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Die Mannschaft von Trainer Markus Anfang ist auf einem soliden Weg und sie belegt momentan hinter Wehen Wiesbaden den fünften Platz in der Tabelle. Bis zu Relegationsplatz drei, welchen gerade der FC Ingolstadt belegt, fehlt lediglich ein Pünktchen. Auch dass wir uns gerade erst dem Ende der Vorrunde widmen, spielt den Dresdnern in die Karten!

Der Aufstieg in Liga 2 ist das Ziel

Nach dem Abstieg in die 3. Fußball-Liga ist das klare Ziel von Dynamo Dresden, sich zurück in die zweite Bundesliga zu schießen. Doch auch wenn die Sachsen vor einer Herausforderung stehen, sollten sie die Energie nicht verlieren. Denn sonst droht der Kontakt zum Aufstiegsziel verloren zu gehen. Wie kann es gelingen, den Aufstieg in Liga 2 zu meistern? Dynamo muss sich zunächst einmal stabilisieren und eine konstant gute Leistung abrufen.

Gerade zu Beginn der Saison hat man gesehen, dass die Mannschaft immer wieder Schwächen zeigt und anfällig für Niederlagen ist. Gegen starke Gegner wie den SV Elversberg am vierten Spieltag wurde deutlich, dass diese Saison für die Sachsen kein Selbstläufer wird.

Auch am 12. Spieltag ließ die Mannschaft um Kapitän Tim Knipping federn, als sie trotz Überzahl gegen das Rot Weiß Essen nicht über ein Unentschieden hinweg kamen. Um das Zweitliga-Ziel trotzdem nicht aus den Augen zu verlieren. Dafür muss die Mannschaft an ihren Schwächen arbeiten und vor allem defensiv kompakter stehen.

In der Offensive muss Dynamo mehr Durchschlagskraft entwickeln und vor allem auch mal in schwierigen Phasen ein „dreckiges“ Tor erzielen, wenn es eng wird. Dies hat in der Vergangenheit oft genug nicht funktioniert.

Wenn Dresden an diesen Punkten arbeitet und konstanter Auftritt, ist der Aufstieg in die 2. Bundesliga absolut möglich. Hier hat die Mannschaft durchaus die notwendigen Schlüsselspieler, welche im impulsiven Aufstiegskampf die Nerven behalten können.

Schlüsselspieler für den Aufstieg: Welche Spieler können den Unterschied machen?

Einer der wichtigsten Spieler wird sicherlich Torwart Stefan Drljaca sein. In den letzten Spielzeiten hat er sich noch das Gelbe Trikot der Dortmunder übergezogen, bevor er in dieser Saison den ablösefreien Wechsel nach Sachsen vollzogen hat. Auf Anhieb konnte er seine Qualitäten auf der Linie unter Beweis stellen, gilt als sicherer Rückhalt und kann mit seinen Paraden wichtige Punkte für sein Team holen.

Ein weiterer Schlüsselspieler wird voraussichtlich der im offensiven Mittelfeld beheimate Neuzugang Ahmet Arslan sein. Arslan ist zwar kein klassischer Torjäger, aber auch aus dem Mittelfeld heraus kreiert er immer wieder gefährliche Abschlüsse, von denen bereits sechs den Weg ins Netz fanden. In den aktuellen Spielzeiten hat er immer wieder bewiesen, dass er die Nerven behält und in entscheidenden Momenten trifft.

Es braucht die nötige Siegermentalität auf dem Rasen!

Es ist wichtig, dass die Mannschaft zusammenhält und an einem Strang zieht. Nur so kann sie dem Druck von außen standhalten und die nötige Ruhe bewahren, um ihr Spiel auf dem Platz durchzubringen. Außerdem müssen alle Spieler bereit sein, über sich hinauszuwachsen und alles für den Sieg zu geben – körperlich wie mental.

Denn Aufgeben ist keine Option! Auch wenn es zur 89. Minuten 0:1 steht, lässt sich mit der richtigen Mentalität in wenigen Minuten ein Spiel drehen, ähnlich wie die Bremer den Dortmundern in den letzten Minuten ihre Grenzen aufgezeigt haben.

Keine Ausreden & hoher Fokus auf das Ziel

Es geht um den Aufstieg in die 3. Liga und um nichts anderes. Alles andere ist nebensächlich. Das heißt, es gibt keine Ausreden mehr für schlechte Leistungen oder für Punktverluste. Jeder muss 100 % geben und an seine Grenzen gehen. Zusätzlich müssen die Spieler konzentriert bleiben und sich keine unnötigen Gedanken machen, was alles schiefgehen könnte.

Gegneranalyse: Wer steht ihnen noch im Weg?

Wie die meisten wissen, ist Dynamo Dresden im Moment auf dem fünften Platz und es stehen noch fünf Spieltage aus, bevor die Winterpause eingeläutet wird. Jeder weiß aber auch, dass dies nicht die Platzierung ist, wo sie sein wollen, denn ihr Ziel ist nur der Aufstieg!

Die Frage ist jetzt: Wer steht ihnen in der Rückrunde noch im Weg? In den kommenden Spielen gegen 1. FC Saarbrücken (H), Waldhof Mannheim (A), Kiel (A), SC-Freiburg II (H), SV Wehen Wiesbaden (A) und FSV Zwickau (A) muss Dresden den Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde legen.

Fazit: Wie realistisch ist der Aufstieg?

Wenn wir uns die bisherigen Spielzeiten anschauen, sieht man, dass die Dresdner in die zweite Liga gehören. Die Frage ist nur, ob sie die Energie und Konstanz nach dem vorherigen Abstieg haben, direkt den Aufstiegskampf in Liga 3 zu gewinnen.

Denn es wird sicher kein Selbstläufer werden und andere Clubs wie die Elversberger sprechen hier ein Wörtchen mit. Dynamo Dresden muss sich gut vorbereiten, eine Siegermentalität auf den Rasen bringen und alles geben, um nicht im Sog des Abstiegs hängen zu bleiben.

 

 

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