Zocken auf der großen Bühne Faszination eSport

Früher jubelte man Fußballspielern von der Tribüne aus zu, während die Profis es zu sportlichen Höchstleistungen brachten. Mittlerweile schaut man Menschen zu, die virtuelle Fußballspieler steuern. Die sogenannte eSport-Szene wächst immer weiter an und mittlerweile gibt es eine große Bandbreite an Disziplinen. Denn nicht nur Sportspiele finden großen Anklang bei den Fans, auch Shooter oder Strategiespiele sind sehr beliebt. Die Spieler selbst werden dabei gefeiert wie Popstars. Mittlerweile füllen Turniere ganze Arenen mit etwa 15.000 Menschen. Doch was macht diese Faszination aus und wie werden sich die elektronischen Sportdisziplinen noch entwickeln? 

eSport-Events füllen sowohl kleine Hallen, als auch große Stadien. © unsplash.com, Stem List

Was ist eSport?

Grob gesagt handelt es sich dabei um ein professionelles Spielen von Video- oder Computerspielen. Ähnlich wie bei anderen Sportdisziplinen haben eSportarten einen gewissen Wettbewerbscharakter, der Millionen Fans auf der ganzen Welt zu faszinieren scheint. Noch in den 90ern oder frühen 2000ern war es üblich, dass Freunde beim Videospielen nicht nur miteinander oder gegeneinander gespielt haben, sondern sich auch gegenseitig dabei zugeschaut haben. Daraus haben sich dann langsam die eSports entwickelt. 

Ähnlich wie bei anderen Sportveranstaltungen können Interessierte Tickets kaufen und live dabei sein. Das Ganze kann aber auch von zu Hause via Live-Übertragung verfolgt werden. Wie anfangs erwähnt, werden die Spieler selbst behandelt wie Popstars oder Profisportler heutzutage. Ähnlich hoch fällt stellenweise die Bezahlung aus. Durch Preisgelder, Sponsoring und andere Geldquellen kann viel zusammenkommen. Stellenweise können Teams hier Summen im sechs- oder sogar siebenstelligen Bereich gewinnen.

Wie auch beim Sport in der realen Welt, kann beim eSport ebenfalls gewettet werden. Platziert man seine Wette online, sollte man allerdings auf mehrere Punkte achten, wie etwa, ob das Portal seriös ist oder ob es möglicherweise einen Willkommensbonus gibt. Online kann man sich über den besten Willkommensbonus für Sportwetten informieren. Hier findet man heraus, welcher Anbieter über welche Boni verfügt. Dabei kann man sich als Neukunde teilweise bis zu 200 Euro sichern. Im Anschluss wird das Geld auf den persönlichen Favoriten gesetzt. Die jeweiligen Quoten ergeben sich aus den Chancen beim Spiel und den bisherigen Leistungen des Spielers oder des Teams.

So wird man zum „Profi-Sportler“

© unsplash.com, Florian Olivo

Zum Alltag eines eSportlers gehört deutlich mehr dazu, als nur das bloße Spielen von Videospielen. Im Gegenteil, es ist harte Arbeit. Täglich kommen acht bis zwölf Stunden Videospiele auf einen zu. Was sich zunächst nach einer Traumvorstellung für Gamer anhört, kann auf Dauer allerdings ziemlich anstrengend sein. Deshalb ist es wichtig, dass man trotz Gaming sowohl geistig, als auch körperlich in Form ist.

Eine Ausbildung zum eSportler gibt es nicht. Allerdings kann man sich mit einem Studium ein gewisses Grundwissen aneignen. Passende Studiengänge sind beispielsweise Game Design, Game Programming oder Computervisualistik. 

Aber nicht nur das Level des Könnens ist bei der Karriere als eSportler ausschlaggebend. Zusätzlich ist natürlich das berühmte Quäntchen Glück nötig. 

Auch nach der aktiven Karriere sind eSportler nicht gleich Sozialfälle. Viele arbeiten weiter in der Spielebranche als Berater für Spielehersteller oder als Kommentator bei eSport-Events. 

Die Disziplinen

Will man seine Karriere starten, sollte man sich zunächst für eine Disziplin, also ein Spiel entscheiden, in dem man gut ist. Die beliebtesten Spiele sind:

League of Legends: LOL ist ein Mehrspieler Online-Spiel, in dem sich die Kontrahenten in einer Arena bekämpfen.

Dota 2: Dabei handelt es sich ebenfalls um eine Mehrspieler Arena, in der sich bekriegt wird.

Starcraft 2: Hier spielen die eSportler ein Echtzeit Strategiespiel.

Fifa: Diese Fußballsimulation ist auf allen möglichen Plattformen spielbar. 

Counter Strike: Bei diesem Taktik-Shooter kämpfen immer zwei Teams gegeneinander.

Daneben gibt es noch viele weitere Kategorien, wobei League of Legends wohl das berühmteste und bekannteste Spiel ist, wenn es um eSports geht. 

Sponsoring

Wie so oft im Profi-Sport oder auch in anderen Bereichen wie der Kunst, werden auch beim eSport Spieler und Teams von namhaften Marken gesponsert. Ein gutes Beispiel dafür ist der Automobilhersteller Audi. In Deutschland und in Dänemark unterstützt die Marke schon mehrere eSport Gruppierungen. Jüngstes Beispiel ist wohl der Vertrag mit dem eSport-Team des FC Ingolstadt 04. Laut eigener Aussage will sich Audi wirklich nachhaltig in der eSport-Szene platzieren, da ihr offenbar eine große Zukunft bevorsteht. 

Zukunft des eSports

Es wird geschätzt, dass der Markt hier beständig weiter wachsen wird. Es werden immer häufiger entsprechende Investitionen von Unternehmen getätigt. Die sozialen Medien wie Facebook, YouTube und Twitch werden die Berichterstattung intensivieren. Das Internationale Olympische Komitee hat im vergangenen Jahr sogar über eine mögliche Einbindung bei den Olympischen Spielen gesprochen. Bislang ist aber noch nichts entschieden. Dennoch hat man sich darauf verständigt, sich bei einer möglichen Aufnahme auf Sportspiele konzentrieren zu wollen und auf Spiele, die Gewalt verherrlichen, zu verzichten.

Geld mit Videospielen verdienen

Neben den eSports lässt sich auch auf anderen Wegen noch Geld mit dem Spielen von Videospielen verdienen. Beispielsweise in Form von „Let’s Plays“. Dabei streamen Gamer über Videoplattformen, wie etwa YouTube oder Twitch, wie sie ein Spiel spielen. Das Wichtigste hier ist der Unterhaltungswert: Das Format lebt von den Kommentaren und den Reaktionen des Let’s-Players. Hier verdient man Geld durch Werbeanzeigen und Spenden der Fans.