Digitalisierung Sachsens: Viele Ziele, viel Arbeit

Der Freistaat wird digital! Maßnahmen zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur Sachsens wurden von der Landesregierung bereits 2016 ausgiebig besprochen und seit 2017 systematisch umgesetzt. In den letzten Jahren hat sich die Zahl der Ziele für das Projekt deutlich erhöht, um die Digitalisierungsstrategie noch effektiver zu gestalten.

„Sachsen Digital“ nimmt Schwung auf! Unter diesem griffigen Titel ist die Digitalisierungsstrategie des sächsischen Freistaats zu verstehen, die von der Staatsregierung immer stärker angestrebt wird. Sie präsentiert digitale Ziele, die sich positiv auf den Alltag für alle Bewohner des Bundeslands auswirken sollen. Ein Vorhaben, das sich bereits seit vier Jahren in der Entwicklung befindet.

Die Bandbreite ist dabei vielfältig und deckt zahlreiche Branchen und Gewerke ab, die von der zukunftssicheren Strategie profitieren sollen. Dazu gehören:

  • Ausbau des bestehenden Breitbandnetzes und der einhergehenden Erhöhung der Internetgeschwindigkeit
  • Verbesserung und Weiterentwicklung der Blockchain-Technologien
  • Schulen und Hochschulen werden weiter digitalisiert
  • Ausbau von E-Health, indem das Gesundheitswesen mit digitalen Technologien ausgestattet wird
  • Zahl der Online-Verwaltungsdienstleistungen werden erhöht

Mit dieser kleinen Übersicht wird nur ein Bruchteil der über 130 Ziele dargestellt, die von der Digitalisierungsstrategie des Freistaats vorgegeben werden. Zur gleichen Zeit wird die Cyber- und Informationssicherheit im Land gefördert, um die digitalen Ziele so sicher wie möglich zu gestalten.

Quelle: Pixabay

Das Prestigeprojekt, mit dem sich das Bundesland im Vergleich zum Rest Deutschlands positiv hervorhebt, ist eine logische Reaktion auf den Fortschritt. Während sich die Unterhaltungsbranche von physischen Trägern wie DVDs oder CDs schon länger verabschiedet hat und das Angebot auf Streamingdienste wie etwa Netflix oder Spotify fokussiert, folgen andere Branchen dem gleichen Pfad. Der Einzelhandel setzt beispielsweise zunehmend auf Kassensysteme, die mit rein digitalen Funktionsweisen inklusive Schnittstellen für Apple Pay oder Google Pay ausstattet sind, und hängen Behörden und Verwaltungsapparate damit ab. Eine Anpassung an die digitale Zukunft ist unumgänglich, womit Sachsen eine Vorbildfunktion unter den Bundesländern einnimmt.

Home-Office immer mehr im Blick

Ein weiterer Aspekt, der sich immer stärker als Teil der Digitalisierungsstrategie herauskristallisiert, ist das Arbeiten von Zuhause. Das Home-Office wird für viele Arbeitnehmer attraktiver, während es beispielsweise für Stadtverwaltungen die Möglichkeit bietet, Büroflächen einzusparen. Ein wichtiger Schritt ist die Bereitstellung von Software und Endgeräten, die einen geregelten Arbeitsablauf ermöglichen.

Zunehmend häufiger werden von Unternehmen und Universitäten Seminare zum Thema Home-Office geboten, die den Prozess erleichtern sollen. Zu nennen sind hier die „Digital Fellowships", die eine digitalisierte Hochschulvariante darstellen. Die Digitalisierungsmöglichkeiten etablieren sich im Freistaat deutlicher.

Die Ziele Sachsens gehören zu den wichtigsten Schritten, um die digitale Infrastruktur des Freistaats zu optimieren. Über die geplanten Projekte sowie die verschiedenen Beteiligungen innerhalb der Politik und Wissenschaft soll sich die Lebensqualität der Bürger dauerhaft verbessern. Das genau Ausmaß wird die Zukunft zeigen.

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Projekte mit Hürden

Für den Bürger und die Bürgerin selbst werden allerdings auch Angebote ins Leben gerufen, die noch einer Verbesserung bedürfen. Dass nicht jede Idee zündet, zeigt die Umstellung auf den elektronischen Personalausweis. Der „Online Personalausweis“ mag zwar ein guter Ansatz auf dem Papier gewesen sein, doch die Umsetzung mangelt aufgrund zusätzlicher Gerätschaften. Kaum ein Endnutzer wird sich die Anschaffungen in das eigene Haus holen. Die überschaubare Nutzung begrenzt sich jedoch nicht nur auf Sachsen.