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Die Lok dampft an die Tabellenspitze

HV Hermsdorf - HSV Lok Pirna Dresden 21:28
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Dusan Milisevic und "Toto" Schneider jubeln wie schon in der Vorwoche  über den verdienten Sieg der Lok.   Foto: Hatzi

Dusan Milisevic und "Toto" Schneider jubeln wie schon in der Vorwoche über den verdienten Sieg der Lok. Foto: Hatzi

Einen Tag vor dem 3. Advent und der Weihnachtsfeier des HSV Lok Pirna haben sich die sächsischen Eisenbahner selbst das schönste Geschenk unter den Tannenbaum gelegt: Die Tabellenführung in der Mitteldeutschen Oberliga.  „Das ist ja irre“, war Uwe Heller überhaupt nicht mehr einzukriegen. „Was Mannschaft und Trainer in den letzten zehn Spielen aufs Parkett gelegt haben ist einfach unglaublich.“ Dass die Sachsen mit der Tabellenführung liebäugeln, lag am Ergebnis aus Plauen. Dort hatte Tabellenführer Radis beim HC Einheit mit 25:22 die dritte Saisonniederlage kassiert. In der Vorwoche hatte Hermsdorf bei den Spitzenstädtern noch problemlos mit 30:25 gewonnen. „In dieser verrückten Liga kann jeder jeden schlagen“, stellte Uwe Heller mit Blick auf die Tabelle fest. Dort haben sich Pirna (18:6 Zähler) und Radis (16:6 Zähler) etwas von der Konkurrenz abgesetzt. Die Gäste unterstrichen vor 350 Zuschauern die Worte von Trainer Alexander Hübner aus der Vorwoche. „Auf fremden Parkett  läuft es bei uns gegenwärtig besser als auf dem Sonnenstein.“ 40 mitgereiste Lok-Fans sorgten in der Werner - Seelenbinder - Halle für Heimspielatmosphäre. Zur Pause führte Pirna mit 13:9. „Wir haben Hermsdorf in eigener Halle nur 21 Treffer gestatte“, zeigte sich Alexander Hübner vor allem wieder mit der Deckungsarbeit zufrieden. Für Uwe Heller ist das Trainerduo Hübner/Milicevic sowieso ein Glücksgriff. „Es war nach Abstieg und den beiden Auftaktniederlagen alles andere als einfach. Beide haben eine  Mannschaft geformt.“ Alexander Hübner – jung und unverbraucht – kam mit neuen Ideen und gab Spielern wie Franz Meinelt (4 Treffer) und Philipp Gildemeister (2 Treffer) Chancen, die sie auf dem Parkett mit Leistung zurückzahlen. Dusan bringt die nötige Erfahrung mit und wirkt vor allem mental auf die Mannschaft. Die Lok ließ auch nach dem Wechsel nie Zweifel am achten Saisonerfolg. Schlussmann Nick Weber brachte den wurfgewaltigen Hermsdorfer Rückraum mit einer Quote von fast 50 Prozent  gehaltener Würfe endgültig zum Verzweifeln. „Es macht einfach Spaß auf der Bank zu sitzen und den Jungs zuzuschauen.“ Lok-Geschäftsführer Uwe Heller saugt diese Momente regelrecht auf. „Weil ich nur allzu gut die Kehrseite der Medaille kenne. Vor zwei Jahren und auch im Vorjahr, genau zur gleichen Zeit, war es um die Mannschaft und mich ganz anders bestellt“, erinnert sich Heller. „Deshalb genießen wir es umso mehr, wenn diese Momentaufnahme gerade in diese Zeit fällt.“ (ar)