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DGB startet Aktion "Die Rente muss reichen"

Am 13. September mit Bundestagskandidaten auf dem Pirnaer Markt diskutieren.
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Auf dem Pirnaer Marktplatz soll am 13. September über die Renten diskutiert werden.  Foto: Archiv

Auf dem Pirnaer Marktplatz soll am 13. September über die Renten diskutiert werden. Foto: Archiv

Die DGB-Gewerkschaften wollen den politisch verordneten Renten-Sinkflug stoppen. Deshalb haben sie im Herbst 2016  mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 die Kampagne „Rente muss reichen“ gestartet. Im unmittelbaren Vorfeld des 24. Septembers touren die Gewerkschafter über diverse Marktplätze in der Region.  Dabei haben sie sich mit Bundestagskandidatinnen und -kandidaten verabredet, deren Parteien ebenfalls für Verbesserungen des derzeitigen Rentensystems stehen. Am 13. September zwischen 10 Uhr und 12 Uhr werden Gewerkschafter am Marktplatz in Pirna mit einem Stand präsent sein und für eine starke gesetzliche Rente werben. „Wir brauchen wieder eine gesetzliche Rente, auf die man sich verlassen kann“, sagt André Schnabel, Regionsgeschäftsführer des DGB Dresden – Oberes Elbtal. „Und im Wahljahr haben wir alle gemeinsam die Chance, viel zu bewegen. Wir fordern die im Bundestag vertretenen Parteien auf, die gesetzliche Rente in den nächsten vier Jahren wieder stark zu machen. Jede Stimme zählt!“ Als Gäste hat sich der DGB die Bundestagskandidaten von DIE LINKE, SPD und Bündnis 90/ Die Grünen eingeladen. So werden sowohl André Hahn als auch Ines Kummer mit dabei sein. Für die SPD steht Stadt- und Kreisrat Ralf Wätzig Rede und Antwort. Es gibt also die Möglichkeit zu den Rentenkonzepten von DGB aber auch den anderen Parteien ins Gespräch zu kommen. Hintergrund: Um die Beitragssätze niedrig zu halten, hatte der Gesetzgeber Anfang des Jahrtausends entschieden, das Niveau der gesetzlichen Rente kontinuierlich sinken zu lassen. Die Beschäftigten sollten stattdessen privat vorsorgen (Riester-Rente), die Arbeitgeber wurden entlastet. Aber die Erwartungen an die private Altersvorsorge haben sich nicht erfüllt. Ohne Kurswechsel droht den Beschäftigten sozialer Abstieg im Alter: Sinkt das Rentenniveau weiter von 48 Prozent (heute) auf unter 42 Prozent (2045), müssen alle für die gleiche Rente wesentlich länger arbeiten – bei einem Lohn von 2.500 Euro wären es z. B. 42 statt 37 Jahre. Und selbst dann läge die Rente nur gerade in Höhe der Grundsicherung. Der Deutsche Gewerkschaftsbund will u.a. das Rentenniveau sofort auf dem heutigen Stand stabilisieren und im weiteren Schritt anheben, etwa auf 50 Prozent. Mehr Informationen unter www.rente-muss-reichen.de


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