Einschränkungen können Zukunftschancen verbauen

Freital. Geschlossene Kitas, Schulen und Freizeiteinrichtungen. Kinder und Jugendliche leiden derzeit besonders unter den Einschränkungen der Pandemie. Sie verpassen nicht nur Schulstunden und Lernstoff. Ihnen fehlen auch der Sport im Verein und die Kontakte zu ihren Mitschülern. Aufgrund der erhöhten Zahl von Neuinfektionen im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist seit Mittwoch, 28. April, grundsätzlich nur noch Fernunterricht möglich. Ausnahmen sind für Förderschulen und verschiedenen Abschlussklassen vorgesehen. Hierzu zählen auch die 4. Klassen an Grundschulen. Wir haben die Leiter zweier Freitaler Schulen befragt, wie sie mit der neuen Situation umgehen.  Förderschulen bleiben offen So wird die Freitaler Wilhelmine-Reichard-Schule vor allem von jenen Schülerinnen und Schülern besucht, die beim Lernen Schwierigkeiten haben. Schuleiter Mike Lehnert ist erstmal froh, dass der Unterricht planmäßig weiterlaufen kann. Trotzdem müssen sich Lehrer wie Schüler zweimal pro Woche einem Corona-Test unterziehen und im Unterricht und den Pausen herrscht Maskenpflicht. »Ich bedanke mich bei allen Lehrern und Schülern, die unproblematisch diese Tests vornehmen. Bis jetzt hatten wir nur negative Ergebnisse.« Doch große Probleme sieht Mike Lehnert auf seine Schüler zukommen, wenn sie wieder zu Hause lernen müssten. »Einerseits fehlt uns die notwenige technische Ausstattung, andererseits können viele Eltern ihren Kindern bei den Aufgaben nicht helfen«, sorgt sich der Schulleiter. »Die Zukunft unserer Kinder würde auf dem Spiel stehen«, befürchtet Mike Lehnert. Konzepte gegen Lerndefizite Ulrich Hammerschmidt, Schulleiter der Waldblick-Oberschule in Freital-Deuben, sieht den Wegfall des Präsenzunterrichts an seiner Einrichtung mit großer Sorge. »Da vorgeschriebene Themen in den einzelnen Fächern nicht vermittelt werden können, müssen wir den Lehrplan kürzen«, so Hammerschmidt. Dennoch werde man unbedingt Möglichkeiten zum Nachholen des ausgefallenen Lehrstoffs schaffen, so Ulrich Hammerschmidt weiter. »Das könnte durch Fördermaßnahmen und spezielle Ganztagsangebote erfolgen«. Zwar habe man im vergangenen Jahr während der Sommerferien bereits Förderstunden angeboten. Doch die seien nur zögerlich von der Schülerschaft angenommen worden. »Wir können ja niemanden zwingen.« Eltern protestieren gegen Schließungen In den vergangenen Wochen hatten bereits zahlreiche Freitaler Eltern ihre Sorgen öffentlich gemacht. Ausgehend von der Situation an Freitaler Kindertagesstätten waren im März vor dem Potschappler Rathaus von den Eltern Kinderschuhe, Kuscheltiere und Plakate abgelegt worden. Diese wurden später von OB Uwe Rumberg an Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer übergeben. Bei weiteren Aktionen im April hatten die Eltern entlang der Dresdner Straße bei Demonstrationen ihre Haltung deutlich gemacht. Geschlossene Kitas, Schulen und Freizeiteinrichtungen. Kinder und Jugendliche leiden derzeit besonders unter den Einschränkungen der Pandemie. Sie verpassen nicht nur Schulstunden und Lernstoff. Ihnen fehlen auch der Sport im Verein und die Kontakte…

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