Ostwind ? Verwirrspiel

Dresden. Der Strompreis an den Börsen, so ist Mitte Oktober 2012 zu hören, sei leicht gesunken. Zugleich erfahren wir, dass sich die Stromrechnung pro Haushalt im Jahre 2013 um bis zu 100 Euro erhöhen könnte. Der Grund: Künftig zahlt der Verbraucher 5,3 Cent pro Kilowattstunde als Umlage für die Ökostromerzeugung ? reichlich ein Cent mehr als bisher. Folgen wir Phillipp Rösler, dem Bundeswirtschaftsminister von der FDP, gibt es dafür nur eine Erklärung ? die Energiewende. Rösler zeigt sich "alarmiert" und sieht Arbeitsplätze in Gefahr. Welche, das sagt er nicht. Auch Röslers Parteikollege Holger Zastrow, in Sachsen Landeschef der Liberalen, sieht, wenn der Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen nicht gestoppt werde, große Gefahren ? überraschender Weise aber vor allem für die "sächsische Kulturlandschaft", die es vor Windrädern zu schützen gelte. Offenbar gehören Tagebau-Gruben, abgebaggerte Wälder und umgesiedelte Lausitzer Dörfer nicht zu dieser Landschaft.  Doch damit nicht genug des seit langem tobenden Verwirrspiels, an dem  auch die "grüne" Seite tätigen Anteil nimmt. Die nämlich tat zunächst so, als sei der Umstieg auf die "Erneuerbaren" beinahe kostenneutral zu haben. Kritische Nachfragen galten als störend, wenn nicht gar als Atomlobby-Manöver. Jetzt, da klar ist, dass die Operation erhebliche Milliarden-Summen kosten dürfte, wird die Schuld der Industrie zugeschoben. Die nämlich sei in weiten Teilen von der Umlage befreit. In weiten Teilen? Bundesweit sind es gerade einmal reichlich 700 Unternehmen, die nicht die volle Umlage zahlen, solche mit hohem Stromverbrauch, Papierfabriken oder Gießereien zum Beispiel, die unter scharfer internationaler Konkurrenz auch Arbeitsplätze zu verteidigen haben. Und selbst wenn darunter der weitgehend konkurrenzfreie Dresdner Straßenbahn-Betrieb ist ? was soll dieses ewige Verwirrspiel?Der Strompreis an den Börsen, so ist Mitte Oktober 2012 zu hören, sei leicht gesunken. Zugleich erfahren wir, dass sich die Stromrechnung pro Haushalt im Jahre 2013 um bis zu 100 Euro erhöhen könnte. Der Grund: Künftig zahlt der Verbraucher 5,3 Cent…

weiterlesen