Zwei Sätze auf Augenhöhe

Dresden. Der VC Dresden verlor das Heimspiel in der 1. Bundesliga gegen CV Mitteldeutschland mit 0:3 (23:25, 22:25, 18:25). Zwei Sätze lang spielte der Neuling vor ca. 800 Zuschauern, darunter auch eine größere Fangruppe der Gäste, gegen den Favorit aus Spergau auf Augenhöhe. Trotzdem reichte es nicht zu einem Satzgewinn. Im ersten Satz bestimmte der Aufsteiger mit mutigem, variablem Angriffsspiel und leidenschaftlichen Kampfgeist von Beginn an die Partie und lag mit einer einzigen Ausnahme bei 14:15 ständig in Front. Diese Führung währte bis 23:22. In der Endphase des Satzes schlichen sich bei den "Wölfen" Unkonzentriertheiten in der Annahme ein, die den eigenen Spielaufbau ins Stocken brachten. Bei 21:20 kam Martin Merkel für René Andörfer auf das Feld. Ein Annahmefehler der Gastgeber besiegelte schließlich den 23:25-Satzverlust. Ähnlich verlief auch der zweite Satz. Die Dresdner spielten beherzt auf und zogen 12:8 in Front. Anschließend sorgten vor allem der starke niederländische CVM-Mittelblocker Hooi sowie Unkonzentriertheiten der VC-Männer zur 17:15-Führung der Gäste. Doch Philipp Collin und René Andörfer brachten ihr Team wieder auf 22:22 heran. Ein verschlagener Dresdner Angriff sowie zwei Asse von Christoph Helbig sorgten schließlich für den 25:22-Satzerfolg der Gäste. Nach einer 10-Minutenpause mit einem unterhaltsamen Programm der Gruppe  ddproject  www.ddproject.de kamen die Gastgeber nur schwer in Tritt und gerieten mit 1:5 in Rückstand. Philipp Collin und René Andörfer brachten ihr Team aber wieder auf 7:7 heran. Anschließend stellten die erfahrenen Gäste mit gezielten Aufgaben die unsichere Dresdner Annahme vor große Probleme. Bei 8:12 wechselte VC-Trainer Sven Dörendahl Felix Pauli für René Andörfer ein, bei 10:17 erfolgte der Rückwechsel. Bei diesem Spielstand war der Satz praktisch entschieden. Bei 13:18 kam Tim Neuber für Santino Rost auf das Feld. Philipp Collin und Thomas Schober gelangen wohl anschließend noch eine Resultatverbesserung, aber mehr ließen die Gäste nicht zu. Den Matchball zum klaren 25:18 verwandelte CVM-Mittelblocker Hooi. Die Gastgeber begannen in folgender Aufstellung:Z: Santino Rost, D: Thomas Schober, AA: Eric Grosche, René Andörfer, MB: Alan Wasilewski, Philipp Collin, L: Robert Went. Im Laufe des Spiels kamen Martin Merkel, Felix Pauli und Tim Neuber zu Kurzeinsätzen. In gemeinsamer Entscheidung von Trainer und Geschäftsführung wurde Tom Klopfer aus dem VC-Team suspendiert. Thomas Schober übernahm die Diagonalposition und bot als bester Dresdner Angreifer ein gutes Spiel. Nach Spielschluss bestimmten die beiden Trainer den Kapitän der Piraten Jiri Stolfa und den VC-Mittelblocker Philipp Collin zum wertvollsten Spieler (MVP). Die besten Angreifer waren der US-Boy Bradley Lawson (CVM, 15 Punkte), der Niederländer Hooi (CVM, 10 Punkte), Thomas Schober (VCD, 10 Punkte), Philipp Collin (VCD, 9 Punkte) und René Andörfer (VCD, 8 Punkte). Stimmen zum Spiel: CVM-Trainer Münz: "Das Spiel war zwei Sätze lang eine enge Kiste. Wir müssen lernen, mit der Favoritenrolle fertig zu werden. Da hatten wir schon gegen Rottenburg und VCO Berlin unsere Probleme. Es hat Spaß gemacht, in Dresden zu spielen: tolle Halle, tolle Stimmung." CVM-Manager Wiedersberg: "Das war kein gutes Spiel, aber danach fragt bald keiner mehr. Nächste Woche geht es nun gegen den deutschen Meister." VC-Trainer Dörendahl: "Wir spielen in zwei Sätzen jeweils 75 % gut und waren  in dieser Zeit auch die bessere Mannschaft. In den jeweils letzten 25 % hören wir dann auf zu spielen. Das ist leider nicht das erste Mal. Das ist frustrierend. Es hat auch nichts mehr mit der Eingewöhnungsphase zu tun. Wir brauchen einfach mal ein Erfolgserlebnis." Foto: Grit BüttnerDer VC Dresden verlor das Heimspiel in der 1. Bundesliga gegen CV Mitteldeutschland mit 0:3 (23:25, 22:25, 18:25). Zwei Sätze lang spielte der Neuling vor ca. 800 Zuschauern, darunter auch eine größere Fangruppe der Gäste, gegen den Favorit aus…

weiterlesen

Ostwind ? Wahl-Kreuze

Dresden. Andre Hahn ist ein erfahrener Polit-Profi. Im sächsischen Landtag war er lange Chef der Linksfraktion, jetzt zieht es ihn in den Bundestag. Warum, das erklärt er so: Er will einen fürsorglichen Staat, der seinen Bürgern gut bezahlte Arbeit und gute Bildung bietet, Hartz IV in die Jagdgründe schickt, höhere Renten zahlt und denen eine "bedingungslose Grundsicherung", die keine Arbeit finden. Oder wollen. Das hört sich gut an und wird gern gehört. Und man nimmt es Hahn ab, dass er im Landtag keine Chance sah, auch nur eines dieser Anliegen zu verwirklichen. Allerdings wird er es im Bundestag, sollte er gewählt werden, kaum leichter haben. Dort stößt er wie in Sachsen auf Leute, denen derartige Visionen entweder fremd oder im politischen Alltag abhanden gekommen sind oder die damit nerven, ständig nachzufragen, wie was wann zu bezahlen sei. Und von wem. Immerhin versucht sich Hahn mit einer Antwort: Die Schuldigen an der Finanzkrise seien zur Kasse zu bitten, dann gäbe es genug zum Verteilen. Was wieder gut klingt. Also: Rein in die Großbanken, raus mit den Bankern, rein in den Bundestag, in den US-Kongress, ins britische Unterhaus, in den chinesischen Volkskongress ? und her mit den Enteignungs-Gesetzen. Linken-Chefin Katja Kipping scheint da Hürden zu sehen. Weshalb sie lediglich deutsche Jahreseinkommen von über 40.000 Euro mit 100 Prozent besteuern will. Das sei gerecht, da niemand mehr als 40.000 Euro pro Jahr brauche ? nach Kipping-Erfahrungen. Klingt auch wieder einleuchtend. Sofern kein größerer Umzug geplant ist, kein zweites Kind zum Studium geht, keine neue Familienkutsche sein muss oder das Häusle-Dach nicht gedeckt werden soll. Aber wenn ? ja,  dann wird das mit den 40.000 Euro nicht nur Börsen-Gewinner, Fußballprofis oder Volksgesangs-Stars abschrecken, links zu wählen. Es ist eben ein Kreuz mit den Wahl-Kreuzen.  Gastkommentar von Hans EggertAndre Hahn ist ein erfahrener Polit-Profi. Im sächsischen Landtag war er lange Chef der Linksfraktion, jetzt zieht es ihn in den Bundestag. Warum, das erklärt er so: Er will einen fürsorglichen Staat, der seinen Bürgern gut bezahlte Arbeit und gute…

weiterlesen