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Vergessene Opfer der NS-Euthanasie

Seit dem 4. Juli kann eine neue Ausstellung zum Thema „Vergessene Opfer der NS-Euthanasie“ in der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein besichtigt werden. Bei hochsommerlichen Temperaturen nahmen über 50 Bürger an der Vernissage teil. Die Ausstellung widmet sich mit 21 Tafeln der Ermordung schlesischer Anstaltspatienten. Zwischen 1940 und 1945 fielen über 2.500 Menschen aus Schlesien den nationalsozialistischen Krankenmorden zum Opfer.

Die meisten von ihnen starben in der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein. Die Vorsitzende vom Kuratorium Gedenkstätte Sonnenstein e.V., Juliane Hanzig, begrüßte die Teilnehmer und erinnerte an den Leidensweg der Euthanasieopfer. Die Ausstellung wurde zweisprachig in deutscher und polnischer Sprache konzipiert. „Um die Wanderausstellung zu gestalten, waren intensive Recherchen notwendig. Dank der Unterstützung durch die polnischen Kollegen konnte dieses Projekt realisiert werden. Gefördert wurde das Projekt durch die Stiftung ‚Erinnern, Verantwortung und Zukunft‘. Die Ergebnisse der zweijährigen Arbeit der Sächsischen Gedenkstätten/Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein über die Ermordung schlesischer Anstaltspatienten im Rahmen der NS- Euthanasie können wir heute sehen“,  ist  der Leiter der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, Boris Böhm stolz. Zum Thema wurde ein wissenschaftlicher Sammelband erarbeitet, die Publikation ist  seit der Vernissage erhältlich. Empfehlung in der Ferienzeit für Schul -und Kindergruppen. Die Ausstellung ist bis 10. August in der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein zu sehen.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr und Sa./So./Feiertage von 11 bis 17 Uhr. (fi)

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