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Hier war er Schauspieler „zum Anfassen“

Weesenstein. Rolf Hoppe feiert am 6. Dezember 85. Geburtstag – Weesenstein zeigt Sonderausstellung

 Eine solch illustre Ausstellung wie zu Rolf Hoppes 85. Geburtstag hat der Weesenstein lange nicht erlebt. Aber schließlich verbindet den Künstler mit dem Schloss eine einzigartige, 20-jährige Zusammenarbeit. Der 2001 verstorbene Schlossdirektor Dr. Klaus Wintermann hatte Rolf Hoppe 1990 nach Weesenstein geholt. Seine „Lesungen am Kamin“ waren legendär und für die Besucher unvergesslich.

Was wäre wohl aus Rolf Hoppe geworden, wenn er nach seiner Bäckerlehre die väterliche Bäckerei im Südharz übernommen hätte? Oder wenn er Kutscher geworden wäre? Oder Tierpfleger? Oder . . . Wie gut, dass letztlich die Begeisterung fürs Theater siegte. So konnte er in viele Rollen schlüpfen und die verschiedensten Charaktere – oftmals Bösewichte und Fieslinge – darstellen. Wer kennt ihn nicht als Schurke in Indianerfilmen, Charakterdarsteller auf der Bühne oder König in Märchenfilmen?

Nach zahlreichen Theaterstationen in Gera. Erfurt, Greifswald und Halle kam er 1962 ans Dresdner Schau-spielhaus, dem er bis 1982 die Treue hielt. Erste internationale Erfolge feierte er in Filmen wie „Mephisto“ und „Frühlingssinfonie“. Nicht nur Einheimischen ist und bleibt er durch die Fernsehserie „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ in unvergesslicher Erinnerung. 

Doch so richtig „zum Anfassen“ konnte man Rolf Hoppe  am besten auf Schloss Weesenstein erleben, wo er seine  romantische Abende am Kamin gestaltete.  Kein Wunder, dass sich der berühmte Schauspieler eng mit dem Weesenstein (und umgekehrt) verbunden fühlt. Das kommt auch in der Sonderausstellung zum Ausdruck,  die gegenwärtig auf dem Schloss stattfindet. Es lohnt sich, einem 200 Meter langen roten Band vom Unter- ins Oberschloss bis auf den Taubenboden zu folgen.

Auf engstem Raum wird hier das Schauspielerleben Rolf Hoppes lebendig: Das zeigen vor allem die 200 Exponate, von denen viele aus seinem Privatbesitz sowie aus dem Kostümfundus Babelsberg, dem Filmmuseum Potsdam und der DEFA-Stiftung stammen. Sie reichen von Erinnerungen aus der Bäckerzeit und in einer Laienspielgruppe bis zu originalen Requisiten aus seinen Filmrollen. Sogar die Königsrobe aus  „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist zu bewundern.

Hoppe-Fans können sich an Filmausschnitten und Hörproben von Schallplatten und CDs erfreuen. Auf dem Weg zum Taubenboden entdeckt man beeindruckende   Schwarzweiß-Fotografien des Fotografen Andreas Neubauer, die den Mimen 1997 an ungewöhnlichen Schlossplätzen zeigen. Sie sind in dem Buch „Hoppes Traum“ enthalten, das zur Sonderausstellung und des 85. Geburtstages von Rolf Hoppe neu aufgelegt wurde. Es ist im Museumsshop erhältlich.

Übrigens isst Rolf Hoppe immer noch gern Pfefferku-chen wie in seiner Kindheit. Und außerdem ist er ja  am Nikolaustag, dem 6. Dezember, geboren. Was Sie ihm zu seinem „85.“ wünschen, können Sie in ein Gästebuch eintragen, das dem Schauspieler am Ende dieser Ausstellung überreicht wird.                     

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Eislöwen-Sonderzug auf nach Kassel

Dresden. Die Dresdner Eislöwen treffen am kommenden Wochenende auf Kassel und Freiburg. Auf ihrer Reise nach Hessen werden die Blau-Weißen am Freitag, 22. Februar, vom traditionellen Sonderzug und mehr als 300 Fans begleitet. Verletzungsbedingt nicht mit dabei ist weiterhin Verteidiger Sebastian Zauner. Eislöwen-Cheftrainer Bradley Gratton: „Alle Spiele, die jetzt vor uns liegen sind von enormer Bedeutung. Jede Mannschaft kämpft um die beste Platzierung und um jeden Punkt. Wir haben gegen die Huskies schon gute Auftritte gezeigt. Jetzt müssen wir auch wieder auswärts Punkte mitnehmen. Wir müssen mit viel Energie, aber dennoch diszipliniert auftreten. Gegen Freiburg ist die Ausgangslage nicht anders, auch wenn die Tabellensituation der Gäste sich etwas eindeutiger darstellt. Aber denken wir nur an Deggendorf, die ebenfalls nichts zu verschenken hatten. Wir können auf zwei Siege am letzten Wochenende aufbauen, müssen jetzt aber auch eine kleine Serie starten – gerade für den Kopf ist das mit Blick auf die kommende Phase der Saison absolut wichtig." Martin Davidek: „Wir wollen uns die beste Ausgangsposition verschaffen – und dazu ist es unverzichtbar, dass wir auch in Kassel wieder punkten. Dass uns mit dem Sonderzug so viele Fans begleiten, wird uns auf dem Eis sicher helfen. Kassel ist eine aggressive Mannschaft, aber wir haben schon bewiesen, dass wir das Team schlagen können." Das DEL2-Punktspiel bei den Kassel Huskies beginnt am Freitag, 22. Februar, 19.30 Uhr. Die Partie wird geleitet von den HSR Nicole Hertrich und Sascha Westrich. Am Sonntag, 24. Februar empfangen die Dresdner Eislöwen den EHC Freiburg 17 Uhr in der EnergieVerbund Arena. Die HSR Tony Engelmann und Sascha Westrich leiten die Partie. Erstmalig setzen die Dresdner Eislöwen im Rahmen des Spiels einen Sledge-Hockey-Tag um. SpradeTV zeigt beide Spiele live. (pm) Die Dresdner Eislöwen treffen am kommenden Wochenende auf Kassel und Freiburg. Auf ihrer Reise nach Hessen werden die Blau-Weißen am Freitag, 22. Februar, vom…

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