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Wir haben Corona getrotzt

Dittersbach. Gute Resonanz auf Jubiläumsausstellung für Hermann Naumann

Lange war nicht sicher, ob es die schon langfristig geplante Ausstellung zum 90. Geburtstag des Malers und Künstlers Hermann Naumann, den er im Februar feierte, geben würde.              

„Als es im Mai die Lockerungen gab, habe ich mich entschieden, die Ausstellung findet statt, ohne Konzerte und Vernissage. Ich habe am 16. Mai einfach die Tür zu unserer Galerie aufgeschlossen und Besuchern zugänglich gemacht“, stellt Galeristin und Ehefrau Helga Luzens nüchtern fest. Bei der großen Auswahl der Werke aus über 70 Jahren Schaffenszeit wäre es auch ein Jammer gewesen, wäre die Ausstellung abgesagt worden. Und die Besucher sind dankbar, ist es doch in diesen Zeiten wieder ein kleines Stückchen Normalität. Das Interesse an der Schau ist groß. Geöffnet ist immer samstags von 11 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung.

„An manchen Tagen kommen bis zu 20 Gäste. Diese Resonanz ist natürlich dem Werk und Schaffen von Hermann Naumann geschuldet. Was in 70 Jahren künstlerisch entstanden ist, ist ja kaum zu fassen, deshalb war die Auswahl auch schwer“, räumt Helga Luzens ein. Anders als bei anderen Ausstellungen steht hier tatsächlich der Künstler im Mittelpunkt, „ohne irgendwelchen Schnickschnack“.

75 Arbeiten werden gezeigt, Ölbilder, Aquarelle, Plastiken, Zeichnungen und einige Grafiken, darunter auch Werke, die bisher noch nie gezeigt wurden. Wie z. B. die Plastik „Vogelkathedrale“, Portäts seiner Tochter und seines Sohnes  oder die Plastik „Ursula“, seiner ersten Frau aus dem Jahr 1948. „Mit der Arbeit hatte sich Hermann für die Aufnahme in den Verband Bildender Künstler beworben. Und wurde angenommen. Mit 20 Jahren war er das jüngste Mitglied“, erinnert Helga Luzens. Einzigartig sind auch die Metallplastiken des Künstlers, die er vor allem in den 1970er und 1980er Jahren schuf. Er war der einzige Bildhauer, der solche Arbeiten gestaltete. Da ist die Metallplastik „Minotaurus“, zu der es nur seine Zeichnungen gab. Zwei exzellente  Dreher der damaligen Flugzeugwerke in Dresden setzten diese dann in Edelstahl um. „Das sind schon alles Unikate. Interessant auch das Aquarell ‚Fernsehturm‘ aus den 90er Jahren. Heute aktueller denn je, als hätte er es geahnt“, meint Helga Luzens. Erfreulich, dass in der Ausstellung auch aktuelle Arbeiten des Künstlers aus diesem Jahr zu sehen sind.  Nach seiner schweren Erkrankung im letzten Jahr geht es ihm wieder besser, so dass er auch wieder zu malen begann.  Umso mehr ist diese Ausstellung in diesen chaotischen Zeiten einmal mehr ein Hoffnungszeichen für die Zukunft  und sicher auch Genugtuung, dass Kunst nie vergeht.  Auch wenn zurzeit wenig planbar ist, so soll es im Herbst noch eine Ausstellung von Hermann Naumann im Blobel-Haus in Dresden geben.

Jetzt lädt aber noch bis 26. September die Galerie im Hofmannschen Gut die Besucher ein. „Eine Finissage wird es nicht geben. Da müssten die Leute Masken tragen und das ist kein Genuss in unserer kleinen Galerie. Wenn Schluss ist, ist Schluss. Bis dahin sind aber alle herzlich eingeladen“, so Helga Luzens.

Kontakt: 035026/91641.

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