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Alter Schwede: 2,3 Promille und aggressiv

Berggießhübel. Ein Schwede hat in einem Bus die Fahrgäste belästigt. Wie sich herausstellte, hatte der Fahrgast ziemlich viel getankt.

Am Sonntagabend kontrollierten die Beamten der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel gegen 22:30 Uhr auf der A17 die Insassen eines grenzüberschreitenden Linienbusses. Während der Kontrolle wurden die Bundespolizisten durch das Buspersonal und einen weiteren Reisenden darüber informiert, dass sich ein Fahrgast gegenüber den anderen Mitreisenden sehr aggressiv verhält und diese sich von ihm bedroht fühlen.

Bei der anschließenden Kontrolle kam der 52-Jährige der Aufforderung der Beamten, den Bus zu verlassen, nicht nach, machte einen verwirrten Eindruck und beleidigte die Bundespolizisten in englischer Sprache. Der 52-Jährige musste daraufhin unter Anwendung körperlicher Gewalt aus dem Bus verbracht und in Gewahrsam genommen werden. Bei der anschließenden Durchsuchung seines mitgeführten Gepäcks fanden die Bundespolizisten zudem ein verbotenes Springmesser.

Ein auf der Dienststelle durchgeführter Atemalkoholtest ergab bei dem 52-Jährigen einen Wert von 2,35 Promille. Durch den Busfahrer und den Reiseleiter des Linienbusses wurde der 52-Jährige aufgrund seines Verhaltens von der weiteren Fahrt ausgeschlossen.

Gegen den schwedischen Staatsangehörigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten und Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

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Friedenslauf-Spenden gehen an Drudel 11

Ostritz. Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal, Dr. Michael Schlitt, und der Mitorganisator des Friedenslaufes, Landrat a.D. Günter Vallentin (Ostritz), mit. Drudel 11 engagiert sich seit 25 Jahren als anerkannter Träger der Jugendhilfe. In zahlreichen Projekten – vom Jugendzentrum bis hin zur Ausstiegsberatung für Neonazis  – hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen Selbstkompetenz zu vermitteln und dabei Anreize zum Perspektivwechsel zu geben. Inzwischen kann das Team von Drudel 11 auf eine langjährige Erfahrung in den Bereichen der Gewalt- und Radikalisierungsprävention zurückblicken. Sebastian Jende vom Verein Drudel 11 dazu: „Mit großer Freude hat unser Verein diese tolle Nachricht von der Spende erhalten. Ein besonderer Dank geht an alle Spender und Läufer und natürlich an das IBZ St. Marienthal als Veranstalter sowie an die Verantwortlichen der Stadt Ostritz.“ Drudel 11 bietet Beratungen für Ausstiegswillige aus rechtsextremen Zusammenhängen an. Gemeinsam mit den Ausstiegwilligen wird in der vertraulichen Einzelberatung der bisherige, zumeist von Gewalterfahrungen, Vorurteilen und Hassideologien geprägte Lebensweg reflektiert. Dabei werden gemeinsam neue Lebensperspektiven für die Ausstiegswilligen erarbeitet. Sebastian Jende dazu weiter: „Die Struktur der rechtsextremen Szene hat oft zur Folge, dass sich Ausstiegswillige in einem eng gesponnenen Netz gefangen fühlen. Vor allem der hohe soziale Druck aus der Szene, bis hin zu Drohungen und Verfolgung, führt bei Ausstiegswilligen oftmals zu einem Gefühl der Ohnmacht. Ist aber die Ausstiegsmotivation gegeben, dann setzt unsere Beratung genau an diesem Punkt an und hilft den Aussteigern einen Ausweg zu finden und sich neu zu orientieren.“ Der andere Teil der Spenden wurde für das „Ostritzer Friedensfest“ zur Verfügung gestellt. Der „Ostritzer Friedenslauf“ im Oktober war auch eine Reaktion auf den am gleichen Tag im Ostritzer Hotel „Neißeblick“ stattgefundenen „Kampf der Nibelungen“. Zu dieser Kampfsportveranstaltung kamen zahlreiche Mitglieder der rechtsextremen Szene.Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende…

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