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Waldumbau in Sachsen

Tharandt. Trotz Sturm, Trockenheit und Borkenkäfer: Waldumbau hat weiter höchste Priorität

Im Tharandter Wald (Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge) hat Staatsminister Thomas Schmidt am 2. August über den Waldumbau in Sachsen informiert und betonte, dass vor allem durch die Winterstürme 'Herwart' und 'Friederike', die extreme Trockenheit und die Vermehrung der Borkenkäfer die Forstwirtschaft in Sachsen gefährdet wird. 

Borkenkäfer besonders gefährlich

"Der Umbau unserer Wälder in stabile, arten- und strukturreiche, leistungsfähige Mischwälder hat weiterhin oberste Priorität", so Thomas Schmidt. Besonders die Vermehrung der Borkenkäfer, die vordergründlich die Fichten gefährden, sei ein Problem, denn diese benutzen große Mengen an bruttauglichen Material. In den kommenden Monaten soll die Vermehrung genau beobachtet werden, damit befallenes Holz so schnell wie möglich aus dem Wald entfernt werden kann und nicht noch mehr Bäume befallen werden.

Arbeit der Forstleute wichtig

Minister Schmidt nutzte die Gelegenheit, um sich bei Forstleuten und Waldbesitzern für ihre Arbeit im und für den Wald zu bedanken. Anhand verschiedener Waldflächen konnte eindrucksvoll gezeigt werden, welche Aufgaben diese nach einem Sturmschaden meistern müssen: Die Schadholzaufarbeitung sowie die Wiederaufforstung einer Kahlfläche und die Ergänzung einer schon vorhandener Waldverjüngung auf einer Schadfläche. Dieser reguläre, planmäßige Waldumbau konnte auf den zwei Flächen anschaulich gezeigt werden.

Wildbestand auch wichtig

"Effektiver und langfristig erfolgreicher Waldumbau steht und fällt mit der Höhe des Wildbestandes", betonte der Minister. So muss die Tanne als 'Zukunftsbaumart' vor Verbiss geschützt und eine angemessene Jagd für waldverträgliche Wilddichten durchgeführt werden. Welchen Erfolg das hat, wurde anhand einer fast 20 Jahre alten Waldumbaufläche demonstriert. Mehr als zehn verschiedene Baumarten sind unter dem Schutz des Altbestandes zu finden. "Ich bin mir sicher, dass die nächsten Generationen auch in Zukunft die gleichen Ökosystemleistungen des Waldes genießen können wie wir", so der Minister abschließend.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier   

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