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Sperrbezirk wegen Faulbrut verhängt

Dippoldiswalde. Für Imker zwischen Spechtritz, Seifersdorf und Oelsa gelten nun besondere Regeln. In dem Gebiet wurde ein Sperrbezirk eingerichtet. Grund ist die Amerikanische Faulbrut.

Die Amerikanische Faulbrut (AFB) ist eine für Honigbienen gefährliche Erkrankung. Dabei handelt es sich um ein sporenbildendes Bakterium, das sehr robust ist und in hohen Infektionsdosen auftritt. Es befällt die Larven der Bienen und vernichtet sie. Die Amerikanische Faulbrut gehört zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen. Für Menschen sind die Erreger allerdings völlig ungefährlich. Honig und Imkereierzeugnisse von befallenen Völkern können bedenkenlos verzehrt werden.

Wie das Landratsamt mitteilte, ist die AFB nun in einem Bienenbestand im Dippoldiswalder Ortsteil Seifersdorf aufgetreten. Das Gebiet ringsum (Karte) wurde daraufhin von der Amtstierärztin des Landkreises zum Sperrbezirk erklärt.

Für alle Imker im Sperrbezirk gilt:

1.  Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk sind, soweit nicht schon geschehen, umgehend amtlich auf Amerikanische Faulbrut zu untersuchen. Alle Imker im Sperrbezirk haben sich unverzüglich beim Amt für Verbraucherschutz  des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Pirna zu melden. (Tel.: 03501 515-2401; lueva@landratsamt-pirna.de ), soweit sie nicht bereits dort registriert sind.

2. Die Untersuchungen der Bienenvölker im Sperrbezirk werden unverzüglich eingeleitet.

3. Bienenvölker dürfen von Ihrem Standort nicht entfernt werden.

4. Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden.

Dies gilt nicht für Wachs, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, wenn sie an Wachs verarbeitende Betriebe, die über die erforderliche Einrichtung zur Entseuchung des Wachses verfügen, unter der Kennzeichnung „Seuchenwachs“ abgegeben werden.

Dies gilt gleichfalls nicht für Honig, der nicht zur Verfütterung an Bienen bestimmt ist.

 

 

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