Roberto Rink

Schnelle und mobile Corona-Tests

Dippoldiswalde. Globalfoundries spendet dem DRK Sachsen eine mobile Corona-Teststation. Dippoldiswaldes Oberbürgermeisterin lässt sich testen.

Ein großer weißer LKW und drei aufblasbare Zelte mit Rotem Kreuz stehen vor dem Rathaus in Dippoldiswalde. Die Bürgermeisterin der Großen Kreisstadt, Kerstin Körner (CDU), Rotkreuz-Helfer und die Presse versammeln sich. Die sächsische Sozialministerin Petra Köpping schreitet hinzu. Auch der Geschäftsführer von Globalfoundries Dresden ist anwesend.

Spende von Globalfoundries

Der Chiphersteller übergibt an diesem 13. Juli eine mobile Corona-Beprobungsstation für insgesamt 46.000 Euro an das Deutsche Rote Kreuz (DRK). »Wir sind 25 Jahren in Sachsen zu Hause, unsere Mitarbeiter sind auch Ihre Nachbarn, Freunde und Familien. Mit unserer Spende wollen wir zeigen, wie wichtig für uns als Unternehmen die praktizierte Solidarität und die Verbindung mit unserem sozialen Umfeld ist«, sagte Dr. Thomas Morgenstern, Geschäftsführer von Globalfoundries Dresden.   

Dippoldiswaldes Oberbürgermeisterin kommt in ihrer Rede noch einmal darauf zurück, dass in ihrer Stadt der erste Corona-Fall des Freistaates aufgetreten war. Sie hofft aber nun, dass diese Testambulanz nie in Dippoldiswalde aufgestellt werden muss. Sie bedankt sich bei allen Helfern für die gute Zusammenarbeit mit allen Organisationen und Ebenen und letztendlich bei den Bürgern, die sich an die Vorsichtsmaßnahmen gehalten haben. So sei die Stadt aktuell coronafrei.

Aufbau der Station

Die Teststation ist mobil und flexibel, da das gesamte Equipment in einem LKW untergebracht ist. Dazu gehören drei aufblasbare Zelte,  medizinische Ausrüstung und Schutzausstattung für das Beprobungspersonal. In zwei Stunden kann die gesamte Station aufgebaut werden, die dann durch DRK-Einsatzkräfte vor Ort betrieben wird. Wenn alles steht, können 20 Tests pro Stunde durchgeführt werden. Das in Dresden stationierte Fahrzeug kann nicht nur als Covid-19-Teststation, sondern bei verschiedensten Krisenszenarien im gesundheitlichen Bevölkerungsschutz zum Einsatz kommen.

Test mit Bürgermeisterin

Danach folgte noch der Testlauf mit ehrenamtlichen Einsatzkräften, an dem sich auch Oberbürgermeisterin Kerstin Körner beteiligte. Bleibt zu hoffen, dass alle Ergebnisse, die innerhalb weniger Tage schon ausgewertet sind, negativ ausfallen werden.  Im ersten Zelt erfolgt zunächst die Desinfektion und danach die Registrierung der Testperson. Im letzten Zelt stehen die in Schutzbekleidung gehüllten Tester, die dem Probanden mittels Stäbchen eine Speichelprobe aus dem Mundraum entnehmen. Danach werden die Schutzanzüge gewechselt. Der Durchlauf erfolgt natürlich auch im nötigen Mindestabstand.

Petra Köpping (SPD) zeigt sich erfreut, dass Sachsen die Situation so gut in den Griff bekommen hat. Dennoch können immer wieder kleine Corona-Hotspots auftreten. »Deshalb ist es auch weiterhin wichtig, das Netz an Covid-19-Teststambulanzen auszubauen. Dabei sind mobile Stationen besonders wichtig für den ländlichen Raum«, sagte sie und dankte den Spendern und Helfern. Dies trage zu einer Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes bei.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.