Carmen Wolodtschenko

Roma-Ausstellung wird in Prag gezeigt

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Dokumenmtation wird mit Biografien aktiver Roma-Frauen ergänzt

Die Ausstellung: "Herkunft, Genozid und Gegenwart der  Roma und Sinti in Böhmen und Mähren"wurde im Haus der nationalen  Minderheiten in Prag im Oktober eröffnet..

Der Direktor der Institution, Jakub Stedron, begrüßte die Gäste und dankte den Ausstellern der SPD Arbeitsgemeinschaft Euroregion Elbe- Labe für das gewählte, sensible Thema.

Auf 20 Tafeln werden die Themen gezeigt.   Von der Deutschen Botschaft in Prag war der Stellvertreter des Botschafters, der  Gesandte Dr.Ingo von Voss, der Einladung gefolgt. Für die Möglichkeit und die gute  Unterstützung in Vorbereitung der Ausstellung bedankte sich SPD-Koordinator Klaus  Fiedler bei Direktor Stedron.

"Der Hauptteil der Ausstellung ist den Roma und Sinti in Böhmen und  Mähren als Opfer des NS-Rassenwahns mit historischen Foto- und Schreibdokumenten gewidmet. Wichtig ist die Zukunft für die Minderheit der Roma in  Tschechien. Darum haben wir die Ausstellung mit Biografien von Roma-Persönlichkeiten, ihrer positiven Einstellung zur Mehrheitsgesellschaft und ihrem aktiven Wirken für die Volksgruppe der Roma in Tschechien"erweitert", erläutert Klaus Fiedler.

Gezeigt wurde ein Film mit Zeitzeugen mit deutschen Untertiteln. Bei der Suche nach weiteren Biografien von aktiven Roma-Frauen wird die  Pragerin Anna Chvalova die Arbeitsgemeinschaft unterstützen. Die Ausstellung war

zuerst  in der Galerie im Haus der nationalen Minderheiten Prag, auf der

Vocelova Nr. 3, Prag 2 zu sehen. Danach wurden die Ausstellungstafeln im selbigen

Haus umgesetzt in das Cafe. Auf Wunsch des Direktors Stedron sind die Exponate

bis Mitte November zu betrachten. (fi)

 

Miroslav Grajcar vom Roma.-Verein "Indigo" in Decin, Anna Chvalova und Klaus Fiedler (v. li.) bei der Eröffnung. Foto: privat

 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.