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Polizist: Auch privat hilfsbereit

Bad Schandau. Ein Bundespolizist hat in Bad Schandau eine 91-Jährige aus einem brennenden Haus gerettet. Für sein schnelles und beherztes Handeln wurde er nun ausgezeichnet.

Oliver Hein war am 20. September 2018 zur richtigen Zeit am richtigen Ort und verhinderte so größeres Leid. Er wagte sich in das Haus an dem bereits dicken Rauchschwaden drangen und brachte die betagten Bewohnerin an der B 172 (Basteistraße) ins Freie und bewahrte sie vor dem Erstickungstod.

Der 47-jährige Oliver Hein ist Polizeihauptmeister bei der Bundespolizei im Revier Krippen. Er und seine Tochter waren an jenem Tag privat in Bad Schandau unterwegs. Die Beiden waren zum Lidl Einkaufmarkt gefahren, um ein paar Sachen zu kaufen. Das erledigt setzen sie sich ins Auto, um nach Hause zu fahren. Sie ließen die Scheiben vom Auto herunter, um die Wärme aus dem Innenraum entweichen zu lassen. Durch das Öffnen der Fenster roch es plötzlich etwas verschmort. Im ersten Moment dachte Hein, es kommt vom Auto. „Doch es waren die ersten Rauchschaden vom gegenüberliegenden Wohnhaus an der Basteistraße (B 172)“, sagte Bürgermeister Thomas Kunack, der die damalige Situation schilderte. Oliver Hein sprang wieder aus seinem Auto, rannte zu dem Haus und klingelte, klopfte an der Tür. Niemand reagierte. 

Glücklicherweise ließ sich die Tür öffnen. Sofort quoll ihm schwarzer Rauch entgegen. Oliver Hein rief ins Haus „Polizei! Befinden sich Personen im Haus?“. Daraufhin hörte er eine wimmernde Stimme einer älteren Dame. Noch einmal holte er tief frische Luft. Dann eilte er zu der 91-jährigen Bewohnerin. Mit einem geübten Rettungsgriff brachte er sie nach draußen. „Etwa 25 Sekunden war er im Haus. Länger hätte man es bei dem Rauch nicht ausgehalten und auch die ältere Frau hätte nicht länger den schädlichen Rauch einatmen dürfen“, so Kunack. Zufällig kam ein Urlaubsgast, der gerade wandern war, vorbei. Der entpuppte sich als Notarzt. Beide schafften die Frau auf den Lidl-Parkplatz auf der anderen Straßenseite. 

Unterdessen hatte sich die Tochter des Beamten an die B172 gestellt und den Autofahrern Zeichen gegeben, langsam zu fahren. Wenige Augenblicke nach dem die Rettungsleitstelle informiert war, kam der Rettungswagen und kümmerten sich um die Seniorin. Kurz danach eilten auch schon die Kameraden der Feuerwehr aus Bad Schandau und den Ortsteilen sowie die Drehleiter aus Sebnitz herbei und löschten das Feuer. Bad Schandaus Bürgermeister würdigte die „außergewöhnliche Leistung“ von Oliver Hein. Denn schließlich hatte er sich bei der Rettungsaktion ohne große Nachzudenken selbst in Gefahr gebracht.

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Nina Hagen wirbt für Jazztage Dresden

Dresden. »Out of Space« lautet das Motto der Jazztage Dresden, des größten Jazzfestivals Mitteldeutschlands, das vom 23. Oktober bis 24. November in die Elbmetropole lockt. Von Modern Jazz über Blues und Funk bis Rock – über 500 Künstler aus 30 Nationen werden an 15 Spielstätten mehr als 60 Konzerte geben. Mit Nina Hagen als Inspiration soll das Motto des kommenden Festivaljahrgangs perfekt abgerundet werden. »Wir haben Lust auf was Neues, Spannendes – wir wollen den Jazztagen frischen Wind verleihen«, so Tanja Grandmontagne, Geschäftsführerin der Jazztage Dresden. Ihr Ziel: Ein jüngeres und weltoffenes Publikum erreichen. Auch wenn das Programm noch nicht vollständig ist, steht schon fest: Neben Alpin Drums, die das Festival eröffnen, werden Künstler wie die Stanley Clarke Band, Nila Landgren Funk Unit, Stefanie Heinzmann, Ute Lemper und der irische Rockmusiker Bob Geldof für ausverkaufte Konzerte sorgen. Hauptspielstätten werden übrigens der neue Ostra-Dom  und die Ostra-Studios im Ostragehege sein. „Die neuen Räumlichkeiten bieten einfach mehr Flexibilität, die die Jazztage von uns gefordert hatten“, so Jörg Ullrich von First-Class-Concept. „Der neue Dome hat Kapazitäten von bis zu 1.000 Besuchern und ist daher vor allem für die großen Konzerte geeignet.“ Da der Fokus der diesjährigen Jazztage allerdings nicht nur auf den großen Künstlern liegen soll, sind vor allem die kleineren Ostra-Studios mit Räumen für 100 bis 700 Besuchern bestens für kleinere, intimere Konzerte geeignet. Der Ticketvorverkauf für die Jazztage läuft bereits.»Out of Space« lautet das Motto der Jazztage Dresden, des größten Jazzfestivals Mitteldeutschlands, das vom 23. Oktober bis 24. November in die Elbmetropole lockt. …

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