André Schramm

Lauensteiner Münzschatz: Das Geld der einfachen Leute

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Bei Sanierungsarbeiten wurde im Juli 2018 ein Münzschatz in einem Nebengelass des Schlosses Lauenstein gefunden. Die Taler geben Aufschluss über ihren ursprünglichen Eigentümer und ein illegales Geschäft, das vor mehr als 350 Jahren schon brummte.

Dieser 11. Juli begann für Maurer Robert Neßler völlig unspektakulär. Er entkernte eine kleine Kammer in einem Nebengebäude des Wirtschaftshofes von Schloss Lauenstein. Als er wieder ein Fuhre Jahrhundertschutt in einen Eimer kippte, klimperte es plötzlich seltsam. »Ich sah ein paar Münzen. Zum Teil waren sie noch von Stoff bedeckt«, erinnert er sich. Er meldete den Fund, wie sich das gehört. Insgesamt 236 Silbermünzen wurden wenig später von den Archäologen aus der Diele geholt. Die Nachricht vom Lauensteiner Münzschatz machte die Runde.

Drei Monate später sitzt der 38-Jährige im Landesamt für Archäologie und wird von Journalisten gelöchert. Wie war das? Was haben Sie gedacht? Haben Sie überlegt, die Münzen einfach mitgehen zu lassen? Für ihn sei es keine Option gewesen, die Taler zu verheimlichen oder gar einzustecken.  »Ich bin so erzogen worden«, schiebt er hinterher und lacht. Hat der ehrliche Handwerker nun einen Sensationsfund gemacht?

Für Landesarchäologin Dr. Regina Smolnik ist das Wort »Schatz« nicht unbedingt zutreffend. »Es handelt sich um ein kleines Vermögen, vermutlich das eines Bediensteten«, sagt sie. Auch hätte die Sammlung heutzutage keinen enorm großen Sammlerwert. Raritäten habe man ebenfalls nicht gefunden. Die älteste Silbermünze stammt etwa aus dem Jahr 1460 (Meißner Groschen), die jüngste ist von 1631. Geprägt wurden sie hauptsächlich in Sachsen und Böhmen. Zwei Münzen haben ihren Ursprung in St. Gallen (Schweiz).

Interessant sei allerdings, so Smolnik weiter, dass es sich diesmal nicht um die Besitztümer von Reichen und Herrschern handle, sondern um die der einfachen Leute. Die Experten gehen davon aus, dass das Geld entweder 1631 oder ein Jahr später versteckt worden ist. In den zeitgeschichtlichen Kontext würde das gut passen. »Es waren unruhige Zeiten, der Dreißigjährige Krieg tobte und viele versuchten, ihr Hab und Gut in Sicherheit zu bringen, eben jene Menschen, die besonders unter dem Krieg litten«, sagt die Landesarchäologin. Vielleicht war es auch die Angst vor den 500 kaiserlichen Söldnern, die 1632 in der Region plünderten und Gebäude in Brand legten.

Den heutigen Wert haben Fachleute des Münzkabinetts auf rund 6.000 Euro beziffert. Damals entsprach das ungefähr dem Halbjahresverdienst eines Zimmermannsgesellen. »Man konnte damit immerhin 590 Pfund Rindfleisch oder fast 600 Kannen Pirnaer Bier kaufen«, erklärt Dr. Wilhelm Hollstein, Oberkonservator des Münzkabinetts. Zwei Münzen konnten sogar als Fälschungen entlarvt werden, weil ein offizielles Zeichen fehlte und der Kupferanteil viel zu hoch war.

»Fälschungen waren damals auch schon an der Tagesordnung. Das Prinzip beruhte darauf, den Edelmetallwert durch die Beigabe anderer Stoffe zu verringern«, weiß Dr. Rainer Grund, Chef des Münzkabinetts. Wer dabei erwischt wurde, musste mit drakonischen Strafen (Hinrichtung z.B.) rechnen. Voraussichtlich im Herbst 2019 sollen die Münzen zusammen mit anderen Exponaten im Osterzgebirge Museum ausgestellt werden. Bis dahin werden sie restauriert. Für Maurer Robert Neßler hat sich die ganze Geschichte auch gelohnt. Er bekommt eine Belohnung und will davon nächstes Jahr mit seiner Familie in den Urlaub fahren.

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Nick Huard bleibt ein Eislöwe

Dresden. Die Dresdner Eislöwen setzen auch in der kommenden Saison auf die Dienste von Nick Huard. Der Kanadier verbuchte in der letzten Serie 65 Einsätze, erzielte dabei 37 Tore und gab 44 Assists. Huard war in der Saison 2017/2018 nach Dresden gewechselt, hatte in der letzten Spielzeit aber erst als Ersatz für den erkrankten Wade MacLeod ein Vertragsangebot erhalten. Der 28-Jährige kann auf eine erfolgreiche Nachwuchs- und College-Zeit in Woodstock und Guelph verweisen. Vor seinem Wechsel nach Dresden war er für das ECHL-Team Cincinnati Cyclones aktiv. Thomas Barth, Eislöwen-Sportgeschäftsführer: “Nick hat im Sommer von uns eine zweite Chance bekommen – und er hat sie eindrucksvoll und mit großer Hingabe genutzt. Nicht nur auf dem Eis ist er durch seine Tore und Assists eine wichtige Stütze für die Mannschaft. Auch seine offene und ehrliche Art tut dem Teamgefüge gut. Aus diesem Grund haben wir uns schon seit Längerem um eine Vertragsverlängerung bemüht und freuen uns sehr, dass wir mit Nick Einigkeit erzielen konnten.“ Nick Huard: “Ich freue mich sehr darauf, auch in der kommenden Spielzeit für die Dresdner Eislöwen zum Einsatz kommen zu dürfen. Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, die mir der Verein im letzten Sommer gegeben hat. Ich konnte meine zweite Chance nutzen, wusste bereits, was mich in Europa erwartet. In der letzten Saison konnte ich dem Klub etwas zurückgeben.” Keinen Vertrag für die neue Spielzeit erhält Sebastian Stefaniszin. Die Dresdner Eislöwen bedanken sich herzlich für das Engagement und wünschen für die Zukunft alles Gute.Die Dresdner Eislöwen setzen auch in der kommenden Saison auf die Dienste von Nick Huard. Der Kanadier verbuchte in der letzten Serie 65 Einsätze, erzielte dabei 37 Tore und gab 44 Assists. Huard war in der Saison 2017/2018 nach Dresden gewechselt,…

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