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Gastro und Hotellerie fährt wieder hoch

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Seit 15. Mai können nun endlich auch wieder Gaststätten, Pensionen und Hotels ihre Pforten öffnen. In Pirna richten sie einen »offenen Brief« an die Demonstranten.

Der Tourismus ist eine der am stärksten durch die Corona-Pandemie betroffenen Branchen. In den Monaten März und April dieses Jahres verzeichnete der Tourismus in Sachsen einen Verlust von rund 1,2 Milliarden Euro. Das Gastro- und Hotelleriegewerbe steht dabei vor der Herausforderung, die besonderen coronabedingten Hygieneauflagen zu erfüllen und den Schutz von Gästen und Mitarbeitern sicherzustellen.

Die sächsische Tourismusministerin Barbara Klepsch besuchte zum Wiedereröffnungstag das Parkhotel in Bad Schandau. Sie sagte: »Ich habe großen Respekt und ganz viel Bewunderung für alle Betreiber und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass sie sich dieser Herausforderung stellen und unter den neuen Bedingungen ihre Hotels und Restaurants wiedereröffnen. Aus diesem Grund unterstütze ich die Forderung nach einem bundesweiten Tourismusgipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, so wie es ihn ja auch für die Autoindustrie gegeben hat.«

Pirnas OB stößt mit Gastronomen an

Am 15. Mai hat der Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke mit Pirnas Gastronomen auf dem Untermarkt auf die ersten Gäste angestoßen. Vertreten waren dabei fast alle Gastwirte der Altstadt, die sich am ersten Tag schon über gut gefüllte Außenbereiche freuen konnten.

Zuvor hatte ihnen der Oberbürgermeister Unterstützung für die Erweiterung der Außenbestuhlung zugesagt. Die Parkplätze auf der Nord- und Ostseite des Rathauses fallen weg und die Fahrspur verschiebt sich auf diese freigewordenen Flächen. Somit konnte den Gastronomen mehr Platz für Sitzmöglichkeiten eingeräumt werden, die sie für die Einhaltung der neuen Hygienebestimmungen benötigen.

»Offener Brief« an Spaziergänger

Durch die deutschlandweite Negativ-Berichterstattung zu den Grundrechte-Demonstrationen in Pirna befürchten viele Gastwirte und Händler nun einen Imageverlust der Stadt und damit auch einen Schaden für den Tourismus und die erst kürzlich wiedereröffneten Restaurants und Läden.     
Gastwirt Marcus Galle, Inhaber des Cafés Canaletto und des Schlosscafés auf dem Schloss Sonnenstein, hat nach der Gewalt einiger Demonstranten bei den »Spaziergängen« einen »offenen Brief« an diese verfasst. Mehr als 80 Unterzeichner Pirnaer Gewerbetreibender fordern darin die friedlichen Demonstranten auf, sich zum Wohle der Stadt von den gewaltbereiten zu distanzieren.

Für Fragen und Informationen hat die DEHOGA Sachsen e.V. eine Corona-Hotline geschaltet (unabhängig von einer Mitgliedschaft): Tel.: 0351/85032250; E-Mail: info@dehoga-sachsen.de

Roberto Rink

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