Carmen Wolodtschenko

Damit wurde in Deutschland ein Zeichen gesetzt

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Ein Pirnaer und ein Deciner zum Festakt bei der Einweihung des Denkmals für Roma und Sinti

Sonnenschein begleitete den Staatsakt zur Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma  Europas in  Berlin. Über 1000 Gäste waren gekommen um der Opfer zu gedenken, darunter zwei Bundespräsidenten, der amtierende Joachim Gauck und der im Ruhestand noch tätige Richard von Weizsäcker, die Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundetagspräsident Norbert  Lammert, der Vorsitzende des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma Romani Rose, der Gründer des einzigen Roma-Museums in Europa Karel Holomek aus dem tschechischen Brno. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rief dazu auf, den Völkermord an Hunderttausenden als "Zigeuner" verfolgten Menschen als Mahnung für die Zukunft zu verstehen. "Das sind wir den Toten schuldig, und das sind wir den Überlebenden schuldig".

 

Die seit Langem bestehende Forderung des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma nach einer würdigen Gedenkstätte für die 500 000 ermordeten Sinti und Roma in Europa ausgelöst durch Hitlerdeutschland wurde auch durch die SPD-AG Euroregion Elbe-Labe mitgetragen. Seit Jahren unterstützen die Mitglieder der SPD-AG  das Roma-Zentrum "Kamarad" in Pirnas tschechischer Partnerstadt Decin. Dessen Vorsitzender des Roma-Vereins Indigo Miroslav Grajcar, begleitete den SPD-Koordinator genau so wie  der Pirnaer Johannes Seelig, der zwei Roma-Gedächtnisexponate in Holz für eine Ausstellung über das Schicksal der Sinti und Roma gestaltete. Diese Ausstellung ist auch in Pirna zu sehen.

 

In Berlin traf Klaus Fiedler auf Romani Rose, den Vorsitzenden des Zentrarates Deutscher Sinti und Roma, der sich vehement  für das Denkmal eingesetzt hatte und der auf Einladung des SPD-Koordinators auch schon in Pirna war. Fiedler: "Ich habe Ihm meine Anerkennung und Dank ausgesprochen". Ein intensives Gespräch fand am Rande der Veranstaltung mit dem Gründer des Roma-Museums in Brno Karel Holomek statt. Die von der SPD-AG mit dem Roma Verein Indigo gemeinsam initierte Austellung "Geschichte, Genozid und Gegenwart der Roma und Sinti in Böhmen und Mähren" wird von Holomek unterstützt und um eine weitere Biografie bereichert.

 

Über zehn Millionen Sinti und Roma leben in den EU-Mitgliedsländern. Deutschland hat mit dem Denkmal ein Zeichen gesetzt. Die europäischen Gemeinschaft ist in der Pflicht  für die größte Minderheit in Europa Weichen der Gleichberechtigung zu stellen.  Der Pirnaer SPD-Koordinator meint dazu:  "Ich wünsche mir, dass es ein Ort wird, der nicht nur würdig an die ermordeten und verfolgten Sinti und Roma während der NS-Terrorzeit erinnert, sondern ein Ort des Vergegenwärtigens wird, wie die größte ethnische Minderheit Europas heute noch in unseren Gesellschaften lebt".  (fi)

 

Miroslav Grajcar, Karel Holomek und Klaus Fiedler bei der Denkmalseröffnunfg in Berlin. Foto: privat

 

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Großübung im Windpark

Kittlitz. Zwanzig Einsatzfahrzeuge und 110 Kameradinnen und Kameraden der Lübbenauer Feuerwehr und der dazugehörigen Ortswehren waren am 17. Oktober im Windpark Kittlitz II unterwegs. Es gab hier keinen Brand zu löschen, der Termin war aber dennoch wichtig. Denn es handelte sich um die jährliche Ganztagsausbildung der Wehren, die in diesem Jahr auch im Windpark stattfand. »Bei der großen Herbstübung kommen alle Wehren zusammen. Hier geht es darum, dass die Kameradinnen und Kameraden im Ernstfall auch die Fahrzeuge und Gerätschaften der benachbarten Feuerwehren kennen und das man auch die übergreifende Zusammenarbeit und die Koordinierung dieser übt.«, erklärt Stadtwehrführer Hartmut Wassermann. Dass die Übung in diesem Jahr an und in den Windenergieanlagen im Windpark Kittlitz II stattfinden kann, das hat Markus Romberg, technischer Geschäftsführer der Repartner Wind GmbH, ermöglicht. »Mir war es wichtig, den ortsansässigen Wehren die Gegebenheit vor Ort zu zeigen und auch mit unseren Anlagen vertraut zu machen.«, so Romberg. Dazu hat der Windparkbetreiber drei Windenergieanlagen an diesem Tag vom Netz genommen und für geschulte Servicetechniker gesorgt, welche die Feuerwehrleute in den Anlagen begleiteten und ihnen die Technik erklärten. Die meisten dieser Techniker hat Markus Romberg vom Lübbenauer Unternehmen EMIS bezogen, dessen Windservice-Team im Alltag für die Wartung aller elektrotechnischen Bauteile an Windenergieanlagen sorgt. »Ich arbeite mit dem EMIS-Team schon lange zusammen und schätze es sehr. Daher wollte ich es heute gern dabei haben und habe das Team noch einmal im Vorfeld speziell auf diese Anlagen geschult«, so Romberg. Mit dem Ergebnis der Übung ist Hartmut Wassermann zufrieden: »Es war für unsere Leute eine gute Gelegenheit, sich mit den Anlagen vertraut zu machen. Außerdem haben wir nun eine konkrete Vorstellung, wie wir hier vor Ort im Ernstfall handeln würden.«Zwanzig Einsatzfahrzeuge und 110 Kameradinnen und Kameraden der Lübbenauer Feuerwehr und der dazugehörigen Ortswehren waren am 17. Oktober im Windpark Kittlitz II unterwegs. Es gab hier keinen Brand zu löschen, der Termin war aber dennoch wichtig.…

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