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Bienen in Pirna: "Ganz ungünstige Stelle"

Pirna. Imker haben in Pirna zwei Bienenschwärme eingefangen, die sich jeweils auf ihrer Suche nach einem neuen Heim an ungünstigen Stellen im Stadtgebiet niedergelassen haben und dadurch für Aufsehen sorgten.

 So ist ein Schwarm mit etwa 4 000 Bienen an der Schmiedestraße in der Altstadt gelandet. Dort hatten die Honiggeber das Fenster eines Büros im Erdgeschoss in Beschlag genommen. Nach dem Anruf bei der Feuerwehr rückte Imkerin Annekatrin Bruder an. Mit ein paar Spritzern Wasser aus einer Sprühflasche sorgte sie für etwas Beruhigung in dem Gewusel, das sich in einer langgezogenen Traube zwischen den zwei Fensterflügeln direkt an dem Gehweg festgesetzt und durch sein lautes Summen auf sich aufmerksam gemacht hatte. Die Schutzkleidung angelegt, kehrte sie vorsichtig die Bienen nach und nach ab, um schließlich auch die Königin zu erwischen. Denn ohne sie hätte der Schwarm keine Überlebenschance. Bruder gelang es flink, die meisten Bienen zu entfernen und packte sie in eine Kiste, um sie später in einen Bienenkasten umzusiedeln. 

An der Pillnitzer Straße hatten Passanten bemerkt, dass hunderte Bienen einen Baum und nahe den Wohnhäusern bevölkerten und sich in einem Geäst direkt über der Fahrbahn festgesetzt hatten. Dorthin eilte Thomas Mai vom Imkerverein Pirna und Umgebung. Der 40-jährige Experte für Varroaresistenzzüchtung und Meister der natürlichen Bienenbehausung nahm sich dem Bienenstock ebenfalls gern und ganz unkompliziert an, auch wenn er zur „Bienenrettung“ auf eine Aluleiter steigen musste. Der Schwarm hatte auf den ersten Blick bereits angefangen, einen Bienenstock zu bauen. Als er den Zweig mit dem Bienenvolk in den Korb ging es ganz schnell und die noch frei fliegenden Bienen folgten der Königin.

Wenn die alte Königin mit ihrem Gefolge den Stock, in dem eine neue Chefin heranwächst, verlässt, schwärmt ein Teil des Bienenstocks aus, um eine neue Bleibe zu finden. Dabei ist es gar nicht so ungewöhnlich, dass sie dann auch mal an ungünstige Stellen verirren und dort ansammeln. Wichtig sei dann, einen örtlich zuständigen Imker zu verständigen, der sich dann um das Umsiedeln kümmert, so Hobbyimkerin und Heilpraktikerin Annekatrin Bruder. Bei der Rettungsleitstelle oder auch der Feuerwehr seien Kontakte hinterlegt, um schnell fündig zu werden.

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Schulsporthallen bleiben geschlossen

Senftenberg. Die Stadt Senftenberg musste sich entscheiden, die Schulsporthallen und schulischen Außensportanlagen vor Beginn der Schulferien am 24. Juni nicht wieder für die Vereinsnutzung zu öffnen. Darüber informierten Bürgermeister Andreas Fredrich und Amtsleiter Falk Peschel am Mittwoch im Ausschuss Soziales Bildung, Kultur und Sport. Hintergrund dieser Entscheidung ist der Umstand, dass für die Nutzung der insgesamt sechs Schulsporthallen durch die Stadt Reinigungs- und Hygienekonzepte festgeschrieben werden müssten, für deren Umsetzung die Stadt in der Verantwortung steht. Vor jedem Nutzerwechsel müssten demzufolge die Hallen gereinigt werden, unabhängig davon, wie lange dort Sport getrieben wurde, also auch nach einer Nutzung von beispielsweise nur einer Stunde. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt wären in der Pflicht dies zu überwachen. Aufgrund der Nutzungszeiten bis zum Teil 22 Uhr kann dies nicht gewährleistet werden. Zudem wäre ohnehin nur die Ausübung so genannter kontaktloser Sportarten zulässig, beispielsweise Tischtennis. Darüber hinaus würden die Schulsporthallen mit Beginn der Schulferien am 24. Juni ohnehin wieder geschlossen. Es handelt sich also lediglich um einen Zeitraum von dreieinhalb Wochen, in dem die Schulsportanlagen durch Dritte genutzt werden könnten. Laut einer neuen Fassung der Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie wäre die Nutzung durch Dritte beziehungsweise durch Vereine theoretisch wieder möglich. Die Stadt Senftenberg hofft vor diesem Hintergrund auf Verständnis in der Bevölkerung und insbesondere bei den betroffenen Vereinen. »Der Gesundheitsschutz hat stets höchste Priorität«, erklärt Bürgermeister Andreas Fredrich. Bei der Entscheidung gehe es zudem darum, die Verhältnismäßigkeit von Nutzen, Zeit und Aufwand zu berücksichtigen. Aufgrund der nicht in Anspruch genommenen Nutzungstage seit dem 17. März 2020 bis zum 24. Juni 2020 (Schuljahresende) werden die Nutzungsgebühren neu berechnet und gegebenenfalls bereits gezahlte Nutzungsgebühren zurückerstattet. Dies soll spätestens nach Schuljahresende erfolgen.Die Stadt Senftenberg musste sich entscheiden, die Schulsporthallen und schulischen Außensportanlagen vor Beginn der Schulferien am 24. Juni nicht wieder für die Vereinsnutzung zu öffnen. Darüber informierten Bürgermeister Andreas Fredrich und…

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