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Altenberg: Weltkriegsmunition gesprengt

Altenberg. Auf der Räumstelle bei Altenberg wurden heute Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich gesprengt.

Es war nicht die erste und aller Wahrscheinlichkeit nach nicht die letzte Sprengung dieser Art in der Altenberger Region. "Die Vorzugsvariante ist normalerweise die Entsorgung der Kriegsreste in der Kampfmittel-Zerlegeinrichtung in Zeithain. Diese Granaten und Minen waren allerdings nicht mehr transportfähig", sagte Jürgen Scherf vom Polizeiverwaltungsamt.

Bei der Sprengung um 11.15 Uhr wurden insgesamt 33 Panzergranaten, 4 Panzerminen und eine Schützenmine vernichtet. Seit 2014 wird die Gegend durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst nach Kriegsmunition abgesucht. Im letzten Jahr wurden dabei sieben Tonnen Kampfmittel gefunden und unschädlich gemacht. Dieses Jahr wird am Ende etwa genauso viel zusammen kommen. Die Beräumung der Waldflächen geht noch weiter. "Wie lange das dauern wird, können wir noch nicht sagen", so Scherf. Erschwert würden die Arbeiten durch die Sturmschäden.

Die gefährlichen Hinterlassenschaften stammen zum Teil von einem Sprenggelände, das sich in der Nachkriegszeit hier befand. Deutsche Truppen, die auf dem Weg nach Süden waren und vom 8. Mai überrascht worden waren, ließen ebenfalls viel Ausrüstung zurück.

Für die Sprengung wurde ein 1.000 Meter Sperrbereich ringsum errichtet. Ein Hubschrauber war ebenfalls im Einsatz. Einige Wanderer beobachteten die Explosion vom Kahleberg aus.

 

 

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Friedenslauf-Spenden gehen an Drudel 11

Ostritz. Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal, Dr. Michael Schlitt, und der Mitorganisator des Friedenslaufes, Landrat a.D. Günter Vallentin (Ostritz), mit. Drudel 11 engagiert sich seit 25 Jahren als anerkannter Träger der Jugendhilfe. In zahlreichen Projekten – vom Jugendzentrum bis hin zur Ausstiegsberatung für Neonazis  – hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen Selbstkompetenz zu vermitteln und dabei Anreize zum Perspektivwechsel zu geben. Inzwischen kann das Team von Drudel 11 auf eine langjährige Erfahrung in den Bereichen der Gewalt- und Radikalisierungsprävention zurückblicken. Sebastian Jende vom Verein Drudel 11 dazu: „Mit großer Freude hat unser Verein diese tolle Nachricht von der Spende erhalten. Ein besonderer Dank geht an alle Spender und Läufer und natürlich an das IBZ St. Marienthal als Veranstalter sowie an die Verantwortlichen der Stadt Ostritz.“ Drudel 11 bietet Beratungen für Ausstiegswillige aus rechtsextremen Zusammenhängen an. Gemeinsam mit den Ausstiegwilligen wird in der vertraulichen Einzelberatung der bisherige, zumeist von Gewalterfahrungen, Vorurteilen und Hassideologien geprägte Lebensweg reflektiert. Dabei werden gemeinsam neue Lebensperspektiven für die Ausstiegswilligen erarbeitet. Sebastian Jende dazu weiter: „Die Struktur der rechtsextremen Szene hat oft zur Folge, dass sich Ausstiegswillige in einem eng gesponnenen Netz gefangen fühlen. Vor allem der hohe soziale Druck aus der Szene, bis hin zu Drohungen und Verfolgung, führt bei Ausstiegswilligen oftmals zu einem Gefühl der Ohnmacht. Ist aber die Ausstiegsmotivation gegeben, dann setzt unsere Beratung genau an diesem Punkt an und hilft den Aussteigern einen Ausweg zu finden und sich neu zu orientieren.“ Der andere Teil der Spenden wurde für das „Ostritzer Friedensfest“ zur Verfügung gestellt. Der „Ostritzer Friedenslauf“ im Oktober war auch eine Reaktion auf den am gleichen Tag im Ostritzer Hotel „Neißeblick“ stattgefundenen „Kampf der Nibelungen“. Zu dieser Kampfsportveranstaltung kamen zahlreiche Mitglieder der rechtsextremen Szene.Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende…

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