far/gb

Nickritzer Feuerflöhe bleiben aktiv

Nickritz. Seit mehr als zehn Jahren werden in Nickritz die ganz kleinen Feuerwehrfans fit gemacht für den Eintritt in die Jugendfeuerwehr. Außerdem verleben sie eine spannende und sinnvolle Freizeit.

Mit viel Stolz und auch gewisser Ehrfurcht blickt Beate Seifert auf die vergangenen Jahre mit ihren »Feuerflöhen« zurück. Seit 2010 haben mehr als 40 Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren viel über die Aufgaben bei der Feuerwehr, den Zusammenhalt unter den Kameraden und die erfolgreichen Einsätze erfahren. »Resümierend zu den zehn aktiven Jahren denke ich, dass es völlig richtig war, die »Nickritzer Feuerflöhe« zu gründen«, versichert Beate Seifert.

Die Kinder wurden nicht nur gut auf die Jugendfeuerwehr vorbereitet, es habe ihnen vor allem großen Spaß gemacht. Auch diejenigen, die nicht in die Jugendfeuerwehr eingetreten sind oder schon eher aufgehört haben, sind mit viel Freude dabei gewesen. Sie haben viel Neues erfahren und gelernt, fügt sie an. Ihr Wunsch war natürlich immer, dass möglichst viele Kinder langes Interesse für die Jugendfeuerwehr haben und dort möglichst ihren Weg als späterer Feuerwehrmann oder -frau machen.

Von den ersten Feuerflöhen nach Gründung der Gruppe haben bereits einige ihren Feuerwehrgrundlehrgang erfolgreich absolviert und gehören nun zu den Aktiven Feuerwehrleuten der Freiwilligen Feuerwehr in ihren Städten und Gemeinden.

Beate Seifert selbst und ihre tatkräftige Unterstützung, Erzieherin Sabine Fuierer, sind mit Herzblut bei der Sache und denken sich für die Jüngsten immer schöne, aber auch anspruchsvolle Aktivitäten aus. »Wir sind die einzigen im Landkreis, die bereits vor der Jugendfeuerwehr Feuerwehrwissen für die Kinder anbieten und so die Jüngsten neugierig machen wollen. Große Unterstützung bei der Durchführung von feuerwehrtechnischen Inhalten bekommen die Flöhe von den Kameraden der Altersübergangsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Nickritz«, fügt sie an.

Mittlerweile treffen sie sich an jedem Mittwoch, ab 17 Uhr, im Nickritzer Vereinshaus an der Feuerwehr. Dann geht es um Erste Hilfe, Feuerwehr-Technik und auch Verkehrskunde. »Wir gehen beispielsweise im Ort umher und suchen Hydranten auf, schauen uns die Feuerwehrtechnik der echten Wehr an, üben das Verhalten im Brandfall, lernen, was zur Schutzausrüstung gehört, üben Schleifen und dann die wichtigsten Knoten und Verbindungen aus dem Feuerwehralltag, besuchen die Feuerwehr-Hauptstelle in Riesa oder das Feuerwehrmuseum in Zeithain und besuchen die Bibliothek und das Museum in Riesa. Aber auch Filme schauen wir uns an, basteln und üben beim Feuerwehr-Quiz«, fasst Beate Seifert nur einige der Aktivitäten zusammen.

Übrigens, steht für die Feuerflöhe noch ein »großes Fest« ins Haus. Im nächsten Jahr soll das Vereinsjubiläum 10+2 Jahre nachgeholt werden. Die Corona-Pandemie hat auch die Arbeit der Nickritzer Feuerflöhe ausgebremst. »Trotzdem ist es uns gelungen, Kontakt zu halten und jetzt freuen wir uns, dass wir uns wieder persönlich sehen können«, fügt Floh-Chefin Beate Seifert an.

Vor wenigen Wochen ist das neue Schuljahr gestartet und damit hat auch eine neue Feuerflöhe-Saison begonnen. »Wir freuen uns über den Start mit echter Vereinsarbeit und dem Zuwachs von vier Feuerflöhen. Damit sind jetzt elf Kinder dabei und freuen sich auf spannende Nachmittage ganz im Zeichen der Feuerwehr«, sagt Beate Seifert und lacht.

Feuerflöhe

  • Verein für Kinder von 5 bis 10 Jahre an der Feuerwehr Nickritz
  • Treff jeden Mittwoch, ab 17 Uhr, in Nickritz

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Sachsen und Brandenburg vertiefen Zusammenarbeit

Sachsen. Brandenburg und Sachsen geben ihrer Zusammenarbeit bei der weiteren Entwicklung der Lausitz einen festen Rahmen. Die Chefin der Brandenburger Staatskanzlei, Ministerin Kathrin Schneider, und Sachsens Staatsminister für Regionalentwicklung, Thomas Schmidt, unterzeichneten dazu heute in einer gemeinsamen Videokonferenz eine Kooperationsvereinbarung. Darin bekräftigen die Länder das Ziel, die Lausitz gemeinsam zu einer europäischen Modellregion für den Strukturwandel und zu einer nachhaltigen Energieregion zu entwickeln. Ministerin Schneider: »Mit der heutigen Unterschrift bekräftigen wir unsere gemeinsamen Ziele für die erfolgreiche Strukturentwicklung der Lausitz. Brandenburg und Sachsen folgen einem gemeinsamen Kompass. Für die Umsetzung länderüberschreitender Infrastrukturen und die Schaffung von Industriearbeitsplätzen – wie z. B. an den Industriestandorten Schwarze Pumpe und Schwarzheide/Lauchhammer – ist eine gute Abstimmung unabdingbar. Aber auch beim Aufbau neuer Forschungseinrichtungen und der Entwicklung der Gesundheitsregion Lausitz ist eine enge Kooperation für beide Seiten von Vorteil. Mit dem Ausbau des Bahnwerks in Cottbus, der Kathodenfabrik am BASF-Standort in Schwarzheide und dem Gründerzentrum Dock 3 in Schwarze Pumpe haben wir bereits wichtige Meilensteine gesetzt. Darauf bauen wir auf und gehen Projekt für Projekt unseren Weg weiter zu einer europäischen Modellregion für den Strukturwandel.« Minister Schmidt: »Die Kooperationsvereinbarung verstetigt und ordnet die enge Zusammenarbeit, die das Land Brandenburg und der Freistaat Sachsen schon seit dem Beginn der Diskussion um den Strukturwandel pflegen. Auch wenn die Landesgrenze quer durch die Lausitz geht: Es bleibt eine Region, die wir nur gemeinsam erfolgreich entwickeln können. Dafür haben wir ab heute eine weitere wichtige Grundlage. Neben der Entwicklung von großflächigen Gewerbe- und Industrieansiedlungen im Industriepark Schwarze Pumpe konnten im Freistaat Sachsen bereits die Ansiedlung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle und auch von Forschungseinrichtungen wie dem Hydrogen Lab Görlitz und dem Center for Advanced Systems Understanding, kurz CASUS, erreicht werden. Zudem haben wir bereits zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht. Darunter sind ein Großforschungszentrum in der Lausitz, das auch in der Wirtschaft zahlreiche gut bezahlte Arbeitsplätze schaffen wird, das Zentrum der Kreislaufwirtschaft CIRCECON sowie Ansätze für den Einsatz batterieelektrischer oder wasserstoffbetriebener Schienenfahrzeuge, zum Beispiel in Görlitz.« Zur Frage eines vorgezogenen Ausstiegs aus der Kohleverstromung erklärten Schneider und Schmidt: »Brandenburg und Sachsen werden sich weiterhin dafür einsetzen, dass bis zum Ausstieg aus der Kohleverstromung und dem damit einhergehenden Verlust zahlreicher Arbeitsplätze in der Lausitz neue Arbeitsplätze in ausreichendem Umfang insbesondere in der Industrie geschaffen werden. Das ist eine Frage von Verlässlichkeit und Vertrauen in politische Zusicherungen.« Brandenburg und Sachsen hatten im Jahr 2017 mit dem »Großräschener Grundsatzpapier« die Weichen für eine einheitliche Strukturentwicklung der Lausitz gelegt. Dabei hatten sie sich auf die fünf Handlungsfelder verständigt: Infrastruktur und öffentliche Fürsorge,Digitalisierung, Innovation, Forschung und Wissenschaft,Wirtschaftsförderung und -entwicklung,Fachkräfteentwicklung und -sicherung,Marketing, Kultur, Kunst und Tourismus Inzwischen läuft der Prozess der Strukturentwicklung in der gesamten Lausitz und bekommt mit der heute unterzeichneten Kooperationsvereinbarung eine feste politische Struktur. Das Format der gemeinsamen Kabinettsitzungen als höchstes Gremium wird verbindlich fortgeführt. Es gibt einen regelmäßigen, quartalsweisen Austausch auf Ministerebene. Die Revierbeauftragten beider Länder stimmen sich ab und die Fördergesellschaften koordinieren gemeinsam die länderübergreifenden Projekte. Zudem werden Brandenburg und Sachsen ein Schaufenster-Format entwickeln, um die Bürgerinnen und Bürger zu informieren und einzubeziehen. Ziele der Kooperationsvereinbarung Die Lausitz soll als Region mit hoher Lebensqualität einheitlich entwickelt werden. Brandenburg und Sachsen bekräftigen in der Kooperationsvereinbarung folgende Ziele für die Lausitz: Entwicklung zu einer europäischen Modellregion für den Strukturwandel Schaffung eines zentralen, europäischen Verflechtungsraums Ausbau einer innovativen und leistungsfähigen Wirtschaftsregion Etablierung einer modernen und nachhaltigen Energieregion Stärkung als moderner Forschungs-, Innovations- und Wissenschaftsstandort und als eine Modellregion für Gesundheit Herausstellung als Region mit hoher Lebensqualität, kultureller, touristischer, sprachlicher, ethnischer sowie sportlicher Vielfalt und intakten Naturräumen. Das im vergangenen Jahr vom Bund verabschiedete Investitionsgesetz für die Kohleregionen unterstützt alle vom Braunkohleausstieg betroffenen Reviere bei der Strukturentwicklung mit insgesamt rund 40 Milliarden Euro. Für das Lausitzer Revier stellt der Bund im Rahmen von drei Förderperioden bis zum Jahr 2038 insgesamt rund 6 Milliarden Euro bereit, wovon ca. 3,6 Milliarden auf das Land Brandenburg und rund 2,4 Milliarden auf den Freistaat Sachsen entfallen. Der Bund selbst unterstützt das Lausitzer Revier noch einmal mit eigenen Maßnahmen zur Strukturentwicklung im Umfang von bis zu 11,18 Milliarden Euro.Brandenburg und Sachsen geben ihrer Zusammenarbeit bei der weiteren Entwicklung der Lausitz einen festen Rahmen. Die Chefin der Brandenburger Staatskanzlei, Ministerin Kathrin Schneider, und Sachsens Staatsminister für Regionalentwicklung, Thomas…

weiterlesen

Wieder kein Adventsfest in Meuro

Meuro. „Wir haben unseren traditionellen Termin mit Blick auf die sich zuspitzende Lage in unserer Region bereits vor der erneut verschärften Eindämmungsverordnung des Landes abgesagt. Wir bedauern dies sehr. Denn unser Adventsfest ist bei den Menschen nicht nur sehr beliebt, sondern symbolisiert für uns auch den Beginn der Vorweihnachtszeit. Und dazu gehört eben auch das gesellige Beieinander auf dem Weihnachtsmarkt. Dies ist zur Zeit aber nicht ratsam“, erklärt Michael Hertel als Vorsitzender des verantwortlichen Dorfclub Meuro e.V. Damit in Meuro dennoch Weihnachtsstimmung aufkam, hatten die Kita Sonnenschein und der Dorfclub die Blautanne auf dem Dorfplatz geschmückt. Die Kita-Kinder brachten dazu „Weihnachtsgeschenke“ im unteren Bereich des Baums an. Den oberen Teil säumen in das neue Jahr Baumkugeln und eine Weihnachtsbeleuchtung. „Wir wünschen allen Kindern und Erwachsenen eine gesegnete  Weihnachtszeit. Bleibt gesund und denkt an eure Mitmenschen“, meint Michael Hertel abschließend. Gleichzeitig bedankt sich der Dorfclub Meuro recht herzlich bei der Meuroer Zweigniederlassung der Palettenservice-Hamburg AG für deren Unterstützung zur Einlagerung der Verkaufshütten. Diese wollte der Verein zum Adventsfest erstmals nutzen. Nun stehen sie immerhin winterfest untergebracht in einer Lagerhalle des Unternehmens.„Wir haben unseren traditionellen Termin mit Blick auf die sich zuspitzende Lage in unserer Region bereits vor der erneut verschärften Eindämmungsverordnung des Landes abgesagt. Wir bedauern dies sehr. Denn unser Adventsfest ist bei den Menschen…

weiterlesen