pm/far/gb

Zugang zum Rathaus beschränkt

Besucher wieder nur mit Termin

Wegen der aktuellen Entwicklungen im Landkreis Meißen in Zusammenhang mit dem Corona-Virus ist der Zugang zum Rathaus sowie zu den Verwaltungsgebäuden Markt 3, Leipziger Straße 10, Schloßberg 9 und Schulplatz 5 nur mit vorheriger Terminvergabe möglich. Anfragen können per Telefon, E-Mail oder Brief gestellt werden. Die Mitarbeiter sind im Rahmen der allgemeinen Öffnungszeiten erreichbar. Die Kontaktdaten sind unter www.stadt-meissen.de abrufbar.

Bürgerbüro

Die Bearbeitung der Anliegen im Bürgerbüro erfolgt vorrangig unter vorheriger Terminvereinbarung. Termine werden primär für dringliche Bürgeranliegen vergeben. Die Termine sind telefonisch unter 03521/467-445 oder per Mail an buergerbuero@stadt-meissen.de zu vereinbaren. Die Nennung mehrerer Terminvorschläge wird es dem Bürgerbüro ermöglichen, einen passenden Termin zu finden. Ohne Vorschlag werden die Termine per Zuweisung vergeben.

Der Zutritt zum Bürgerbüro wird reguliert, auf die Einhaltung des Mindestabstands wird hingewiesen. An die Bürgerschaft ergeht die Bitte, die Termine, wenn möglich alleine wahrzunehmen. Nicht dringliche Anliegen oder solche, die keiner sofortigen Bearbeitung bedürfen, sollten um einige Zeit verschoben werden.

Bibliothek und Museum

Die Stadtbibliothek und das Stadtmuseum bleiben geöffnet. Besucher haben in den Räumen einen Mund-Nase-Schutz zu tragen und die Mindestabstände sind einzuhalten. Im Stadtmuseum gilt zudem die 2G-Regelung und die Kontaktnachverfolgung.

Tourist-Information Meißen

Auch beim Betreten der Tourist-Information Meißen haben Kunden einen Mund-Nase-Schutz zu tragen und die Mindestabstände einzuhalten. Der QR Code für den digitalen Check-in mit der Corona Warn App befindet sich direkt am Eingang.

Für Stadtrundgänge im Außenbereich gilt:

  • Maske unter freiem Himmel empfohlen, wenn Mindestabstand nicht eingehalten wird
  • Mindestabstand (1,5 Meter) zu anderen Personen dringend empfohlen

Für Stadtrundgänge mit Innenbesichtigung gilt:

  • Maskenpflicht in geschlossen Räumen
  • Mindestabstand (1,5 Meter) zu anderen Personen dringend empfohlen
  • 2G-Regel und Kontakterfassung verpflichtend, wird von den Mitarbeitern der TIM, den Stadtführern oder den Institutionen selbst vor Betreten der jeweiligen Institutionen kontrolliert

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Pulver der Königin – einst gepriesen, heute verpönt

Doberlug-Kirchhain. Zwei Nichtraucher huldigen noch bis Anfang Januar den Raucherutensilien im Weißgerber-Museum in Doberlug-Kirchhain. Museumsleiter Dr. Andreas Hanslok und der Doberluger Sammler Frank Mende haben mit der Sonderausstellung »Der blaue Dunst – Entstehen und Vergehen des Tabakrauchs« ein sozialgeschichtliches Phänomen der Menschheit in die Museumsräume gebracht. Natürlich musste die Ausstellung wegen der Corona-Auflagen ohne offizielle Eröffnung vor einigen Wochen starten. Bis zum Ausstellungsschluss erhofft sich der Museumschef entsprechend der jeweiligen Zugangsregelung interessierte Besucher. Verliebt in Rauchverzehrer Seit geraumer Zeit treibt den Nichtraucher Andreas Hanslok die Idee für diese Ausstellung um. Mit dem Doberluger Sammler Frank Mende, ebenfalls passionierter Nichtraucher, hat er einen engagierten Partner bei der Gestaltung dieser Schau gefunden. Frank Mende ist glücklich, dass er durch die Ausstellung seine Sammlungsbestände, die bei ihm zu Hause zumeist in Schränken, Kisten und Schachteln aufbewahrt sind, für Besucher präsentieren konnte. »Ich habe meine Sammlungsgegenstände hier neu kennengelernt.« Das betrifft vor allem die vielen so genannten Rauchverzehrer in den unterschiedlichsten Dekors und Gestaltungen vom bellenden Hund bis zum Porzellanliebespärchen. »Irgendwann habe ich mich in die Rauchverzehrer verliebt, die über Jahrzehnte in ziemlich jeder bürgerlichen Familie als Schmuckaccessoires die Wohnzimmer schmückten.« Dazu haben sich im Laufe der Jahre viele andere Utensilien zum Rauchen sowie Werbematerial aller Art für das Rauchen zu seiner Sammlung gesellt. „Es war nicht leicht, die richtige Auswahl von besonderen Gegenständen vom Streichholz bis zum Instrumentarium für das Pfeifenrauchern auszuwählen. »Dafür hatte ich Dr. Hanslok an meiner Seite.« Seit 45 Jahren ist Frank Mende von der Sammelleidenschaft infiziert. Für ihn ist das Sammeln Lebensinhalt und lässt ihn seine seit Jahrzehnten vorhandene Lungenkrankheit besser bewältigen. Die habe nichts mit dem Rauchen zu tun, denn er habe nie im Leben geraucht. Allerdings werden in der Ausstellung zahlreiche Besucher an die eigene Leidenschaft des Rauchens erinnert, die bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts sozial akzeptiert war und zum gesellschaftlichen Leben dazu gehörte und durch Werbung der Tabak- und Zigarettenproduzenten zum Style hochgejubelt wurde. »Natürlich wollen wir mit der Ausstellung keine Werbung für das Rauchen machen, zumal es inzwischen weitestgehend aus dem offiziellen öffentlichen Leben verschwunden ist«, betont Andreas Hanslok. Aber als sozialgeschichtliches Phänomen habe es die gesamte Welt über Jahrhundert geprägt. So führen Texte und Bilder in der Ausstellung durch einen Teil der Kulturgeschichte von den Anfängen in indianischen Kulturen Amerikas über die Griechen, Römer und Germanen. Kolumbus wird zugeschrieben, dass er den Tabak mit nach Europa gebracht habe. Den Siegeszug des Tabaks in Europa beförderte mit der französischen Regentin Katharina von Medici (1519 – 1589) eine Frau, die liebend gern Tabak als »Pulver der Königin« schnupfte. Später wird das Zigarrenrauchen zum Symbol für Reichtum aber auch für Revolution. Für den Schriftsteller Erich Kästner war »Kreativität ohne Rauch nicht denkbar«. Die Tabakpfeife sorgte noch besser dafür, den blauen Dunst lange dampfen zu lassen. Das Rauchen, erfahren Ausstellungsbesucher, war bis ins 20. Jahrhundert Domäne der Männer, erst dann verstanden Frauen wie Marlene Dietrich es als Mittel der Emanzipation. Auch Belege für die Zigarrenproduktion in Doberlug-Kirchhain fehlen in der Ausstellung nicht. Natürlich zeigt die Schau auch die Schädlichkeit des Rauchens und wie sich das Bewusstsein in der Gesellschaft zum Thema Rauchen verändert hat.Zwei Nichtraucher huldigen noch bis Anfang Januar den Raucherutensilien im Weißgerber-Museum in Doberlug-Kirchhain. Museumsleiter Dr. Andreas Hanslok und der Doberluger Sammler Frank Mende haben mit der Sonderausstellung »Der blaue Dunst – Entstehen…

weiterlesen