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Skepsis ist immer noch groß

Riesa. Einige Riesaer Stadträte hadern immer noch mit den zu erwartenden Kosten für den »Tag der Sachsen« 2019 an der Elbe.

»Wir werden an den enormen Kosten für den Tag der Sachsen noch viele Jahre nach dem Fest zu knappern haben«, befürchet Stadtrat Dirk Haubold (Freie Wähler). Mit dieser Meinung steht der Lokalpolitiker keineswegs allein da. Neben seiner Fraktion stehen auch Teile der Linken und die NPD nicht geschlossen hinter Sachsens größtem Vereinsfest, dass 2019 mal wieder Station in Riesa machen soll.

Die Diskussion um versteckte Kosten, die Riesa nicht bewältigen kann, war wieder aufgeflammt, weil die FVG Förder- und Verwaltungsgesellschaft für Wirtschaft, Kultur und Sport mbH als 100% ige Tochter der Stadt Riesa das OK der Stadträte gebraucht hat, um alle Aufgaben in Zusammenhang mit dem Fest zu übernehmen. Unkalkulierbare Kostenrisiken bleiben bestehen und die Befürchtung, dass die nächste Kita-Beitragserhöhung unumgänglich sei, waren nicht nur von der NPD zu hören. Selbst die Linken konnten sich zu keiner einheitlichen Abstimmung durchringen: »Einige von uns haben große Zweifel, wie die Kosten ohne künftige Einschnitte im sozialen Bereich gestemmt werden können«, fasste Uta Knebel zusammen. Doch leider könne man mit dieser Einstellung auch keine finanzkräftigen Sponsoren für das Fest in Riesa begeistern, fügt sie an.

Dirk Haubold hätte lieber eine 900 Jahrfeier erlebt, bei der es Aktionen und Veranstaltungen über ein ganzes Jahr verteilt gegeben hätte. »Die FVG wird es kaum schaffen im Kostenrahmen für das Festwochenende zu bleiben«, spekuliert Haubold. Oberbürgermeister Marco Müller hält dagegen: »Wir wollen überregional viel erreichen. Die Präsentation Riesas soll stimmen und die FVG ist ein starker Partner, der bereits Erfahrungen mit der Festorganisation hat«.

Mit 20 Ja-Stimmen, sechs Nein-Stimmen und drei Enthaltungen wurde die FVG mehrheitlich mit der Organisation des Tages der Sachsen 2019 beauftragt. Die Besichtigungen der Radiosender vor Ort ist bereits erfolgt. Übrigens, acht Arbeitsgruppen kümmern sich jetzt um alle Belange rund um Sachsens größtes Vereinsfest 2019 in Riesa. www.riesa.de

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