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»Paula on Tour« trotz Wirbel um den Papst

Zeithain. Gabi und Frank Wagner ereichen auf ihrer Reise durch den Nahen Osten - Abu Dhabi.Doch was bedeutet das ungewöhliche Militäraufgebot...?

Angekommen in Abu Dhabi

Wir haben von Abu Dhabi eine Koordinate für einen Stellplatz mitten in der Stadt bekommen. Ein freier Bauplatz gleich neben der Marina für die Sportboote. Als wir ankommen laufen über der Einfahrt zum Hafen Übungsflüge für die in einer Woche stattfindende Flugshow. Wir sitzen praktischer Weise in der ersten Reihe. Am nächsten Morgen fahren wir in ein traditionelles Dorf und anschließend wollen wir (eigentlich ich)den Louvre anschauen. Ein rießiges Museum unter einer großen Kuppel. Frank ist nicht so recht zu überzeugen.

Wir fahren durch die Stadt und sehen überall Polizei und Militär. Haben wir etwas verpasst? Vor dem Palast des Sheikhs werden Touristen wie Einheimische gebeten weiter zu laufen und keine Fotos zu machen. Was ist hier los? Und dann erwischt es uns. Wir werden von der Polizei herausgewunken. Nun ist das an sich nicht schlimm, aber wir haben aus Kostengründen verzichtet eine KfZ Versicherung abzuschließen (wer keine hat, dem wird das Auto beschlagnahmt) und da wir das Mautsystem nicht verstanden haben, haben wir auch da nichts bezahlt. Der Polizist ist sehr freundlich und kontrolliert alles, sogar die Zollpapiere für »Paula«. Anschließend entschuldigt er sich (!) für die Kontrolle und winkt uns lächelnd weiter. Nach der Versicherung hat er vergessen zu schauen. Glück gehabt.

Wir fahren weiter durch die komplette Stadt zu der Shaikh Zayed Grand Mosque. Hier erfahren wir auch den Grund für das aufgescheuchte Militär (mittlerweile kreisen sogar mehrere Hubschrauber über der Stadt): Der Papst kommt morgen nach Abu Dhabi. Da wir die Mosque nicht gleich finden, vergeht wertvolle Zeit. 15 Minuten vor Schließung kommen wir noch rein, und wir sind auch die Letzten, die den Kronsaal sehen an diesem Tag, hinter uns wird dicht gemacht. Wieder Glück gehabt!

Shaikh Zayed Grand Mosque

Mit 22 412 m2 ist sie die drittgrößte der Welt, und wohl auch eine der schönsten. Die vier schlanken Minarette ragen 107 Meter in die Höhe. Das mit weißem Marmor ausgekleidete Gebäude wird von 1 096 Außensäulen getragen und von 92 Kuppeln gekrönt. Und auch hier gibt es einige Rekorde. Der Teppich bei Eröffnung der Moschee ist der größte handgeknüpfte weltweit und bedeckt genau 5 700 m2. Auch der Kristallkronleuchter hat mit 10 Meter Durchmesser, 9 Meter Höhe und 9,5 Tonnen Gewicht Rekordmaße. Im Hauptraum können sogar 7 000 Menschen beten und in der gesamten Moschee haben unglaubliche 41 000 Personen Platz. Shaikh Zayed Bin Sultan al Nahyan, Staatsgründer und Vater des heutigen Präsidenten starb vor der Fertigstellung. Er ist heute noch hoch geschätzt und liegt in einem Mausoleum auf dem weitläufigen Gelände. Wir sind froh, daß wir es geschafft haben dieses imposante und wirklich sehr schöne Bauwerk besuchen zu können.

Über die Stadtautobahn geht es dann ins Landesinnere. Ziel ist Al Ain, die Geburtsstadt des heutigen Herrschers.

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